Adelmannsdorf (fränkisch: OhdlsdorfE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. S. 35. Dort folgendermaßen transkribiert: „ōdlsdorf“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Dietenhofen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Adelmannsdorf liegt in der Gemarkung Haasgang.
Geografie Das Dorf liegt am Mettlachbach. Etwas nordwestlich des Ortes mündet der Itzelbach als rechter Zufluss in den Mettlachbach. Im Westen liegt das Waldgebiet Adelmannsdorfer Schlag, 0,5 km nördlich das Waldgebiet Rotbusch, 0,5 km östlich der Höfner Berg ().
Die Kreisstraße AN 17 führt an Höfen vorbei nach Warzfelden (2,7 km südöstlich) bzw. über Methlach nach Rügland zur Staatsstraße 2255 (4 km nordwestlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Rüdern (1,6 km nordöstlich) und die AN 9 kreuzend nach Moratneustetten (3,6 km südwestlich).
Geschichte Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1342 als „Adelmanndorf“. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname von Adalman, der als Gründer des Ortes anzunehmen ist.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. S. 35.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Adelmannsdorf zwölf Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das brandenburg-bayreuthische Kastenamt Dietenhofen. Grundherren waren das Kastenamt Dietenhofen (3 Güter), das Rittergut Frohnhof der Herren von Eyb (4 Güter), das Rittergut Neudorf der Herren von Leonrod (3 Güter) und das Rittergut Rügland der Herren von Crailsheim (2 Güter). Neben den Anwesen gab es kommunale Gebäude (Hirtenhaus, Brechhaus).M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 826.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Bd. 1, Sp. 14: „Adelsdorff, ehemals Adelmannsdorff, im Kanton Altmühl, liegt drei Stunden von Ansbach, besteht aus 3 Bayreuth, 2 Freihl. Crailsheimischen, Reyländer Linie, 3 von Leonrodtischen und 4 von Eybischen Unterthanen. Die Dorfs- und Gemeind-Herrschaft war vormals Bayreutisch, ist aber nun zum Fürstenthum Ansbach gezogen worden. Der Ort jenseit des Wassers ist nach Weihenzell, der diesseits aber zu dem Mk. Dietenhöfer Kaplaney-Filial Warzfelden gepfarret“. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 992.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Adelmannsdorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Weihenzell und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Weihenzell zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 961. Am 27. Juli 1830 wurde Adelmannsdorf in die neu gebildete Gemeinde Haasgang umgemeindet.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 948. Diese wurde am 30. Juni 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern aufgelöst. Adelmannsdorf und Höfen wurden in den Markt Dietenhofen eingegliedert.
Baudenkmäler Haus Nr. 10: Eingeschossiges Wohnstallhaus, Fachwerkgiebel, 18. Jahrhundert Mittelalterliches Steinkreuz mit einem Arm (Schäferkreuz) am Weg nach Rüdern gegenüber der Wirtschaft Zu den zwei Linden
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2005 2013Einwohner 74 89 104 110 116 92 105 121 110 124 125 154 143HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 14 17 24 22 18 19 20 38 Quelle auf: dietenhofen.de
Religion Adelmannsdorf ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich teils nach St. Mauritius, einer Filiale von St. Martin, gepfarrt, und teils nach St. Jakob. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist nur noch Kleinhaslach zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach St. Vitus gepfarrt, seit den 1980er Jahren ist die Pfarrei St. Bonifatius zuständig.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Dietenhofen) Kategorie:Ersterwähnung 1342