mini|Ansicht vor dem 2. Weltkrieg

Die katholische Kirche St. Antonius gehört zur Kirchengemeinde St. Joseph Münster-Süd in Münster.www.kirchensite.de: Gottesdienst zur Fusion von St. Antonius und St. Joseph.

Geschichte mini|Hauptschiff von Dominikus und Gottfried Böhm Die damalige Pfarrkirche der Gemeinde St. AntoniusKarl Hagemann: Münster – Stadt der Kirchen, Aschendorff, Münster 1983, ISBN 3-402-05204-0, S. 10. Schilderung der Vorgeschichte und Gründung. wurde von 1914 bis 1917 nach Plänen von Ludwig Becker als neobarocke Kirche mit Querschiff und einer großen Kuppel über der Vierung errichtet. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg durch Bombenangriffe bis auf die Außenmauern zerstört.

Von 1949 bis 1952 wurde der heutige Bau unter Anleitung von Dominikus und Gottfried Böhm in der alten, aber größtenteils vereinfachten Form ohne Kuppel und Querschiff wieder errichtet. Innenraum und Chor wurden ganz neu als heller Saalbau mit großen Konchen an den Seiten gestaltet. Die Decke ist aus vielen parallel verlaufenden, dunklen Rippen gebildet. Auch das große Westfenster mit einer Glasmalerei von Vinzenz Pieper stammt erst aus dieser Periode.

Im Mai 2026 wurde bekannt, dass die Kirche zum 1. Oktober 2026 für einen Euro an die Koptisch-Orthodoxe Kirche verkauft werden soll.

Orgel Die Orgel auf der Westempore wurde 1955 von Johannes Klais Orgelbau (Bonn) erbaut. Sie hat insgesamt 37 Register auf drei Manualen und Pedal. Hauptwerk, Schwellwerk und Pedal (jeweils Kegelladen) sind links und rechts des Westfensters jeweils in Nischen positioniert, das Rückpositiv (Taschenladen) ist in die Brüstung eingelassen. Die Trakturen sind elektropneumatisch, die des Rückpositivs elektrisch.Informationen zur

I Rückpositiv C–g3 1. Quintadena 8′ 2. Stillgedackt 8′ 3. Venezianerflöte 4′ 4. Prinzipal 2′ 5. Sifflöte ′ 6. Scharff III-IV 7. Cymbel II 8. Krummhorn 8′ Tremulant II Hauptwerk C–g3 9. Gedacktpommer 16′ 10. Prinzipal 8′ 11. Rohrflöte 8′ 12. Oktave 4′ 13. Spitzflöte 4′ 14. Quinte ′ 15. Oktave 2′ 16. Mixtur IV-V 17. Trompete 8′ III Schwellwerk C–g3 18. Holzflöte 8′ 19. Gemshorn 8′ 20. Prinzipal 4′ 21. Querflöte 4′ 22. Waldflöte 2′ 23. Sesquialter II ′ 24. Mixtur IV 25. Dulcian 16′ 26. Schalmei 8′ Pedal C–f1 27. Prinzipalbass 16′ 28. Subbass 16′ 29. Gedacktpommer (= Nr. 9) 16′ 30. Oktavbass 8′ 31. Gedacktbass 8′ 32. Choralbass 4′ 33. Bassflöte 4′ 34. Nachthorn 2′ 35. Hintersatz IV 36. Posaune 16′ 37. Basstrompete 8′ Koppeln: I/II, III/II, I/P, II/P, III/P

Krypta Die Krypta wurde 2005 renoviert und wird seit der Fusion 2008 von der Kirchengemeinde St. Joseph (seit 2013 St. Joseph Münster-Süd) für Gemeindegottesdienste genutzt. Einmal im Monat feiert die Queergemeinde Münster ihren Gottesdienst in der Krypta. Kirche, Pfarrheim und Pfarrhaus wurden dem Bistum Münster übergeben, das sie wiederum den ausländischen Missionen der Polen, Spanier und Tamilen zur Verfügung stellt.

Innenansichten

Glocken Verteilt auf die beiden Türme der Kirche hängt ein fünfstimmiges Bronze-Geläut der Gießerei Monasterium Eijsbouts aus dem Jahr 1961 (Nordturm 3, 5; Südturm 1, 2, 4). Es gilt als eines der schönsten in Münster.

Bedingt durch die Korrosion der werksseitig in die Kronen eingefügten Eisenarmierungen wiesen die drei Glocken des Südturmes ab dem Jahr 1995 sicherheitsrelevante, irreparable Risse in den Kronen auf.rp-online: Gefahr durch Rost an Glocken; 11. August 2009. Am 16. Mai 1997 erfolgte der Guss von drei neuen Glocken des jeweils gleichen Nominals (d1-e1-g1) bei der Fa. Rincker in Sinn / Hessen. Geweiht wurden die neuen Glocken am 1. Juni 1997 auf dem Kirchenvorplatz. Die neuen Glocken übernahmen die Namen ihrer Vorgänger, die Inschrift lautet jeweils „Anno Domini 1961 + Refacta 1997“.Kath. Pfarrgemeinde St. Antonius, Münster: In St. Antonius fallen die Glocken vom Turm. In: Pfarrbrief Oktober 1996, 1996, S. 6–8.Kath. Pfarrgemeinde St. Antonius, Münster: Reise zum Glockenguss am 16. Mai 1997. In: Pfarrbrief Oktober 1997, 1997, S. 12–13. Die Charakteristik und der Klang des Geläutes hat sich durch den Neuguss nicht verschlechtert.

Nr.  Name  Gussjahr  Gießer  Durchmesser(mm) Gewicht(kg) Nominal(16tel) 1 Antonius 1997 Fa. Rincker d1 2 Maria 1997 Fa. Rincker e1 3 Heinrich 1961 Monasterium Eijsbouts f1 4 Albert 1997 Fa. Rincker g1 5 Klara 1961 Monasterium Eijsbouts a1

Literatur Sylvaine Hänsel, Stefan Rethfeld: Architekturführer Münster. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-496-01276-4, S. 206.

Weblinks

neue Website St. Antonius

Einzelnachweise

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