Zöblen ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Reutte in Tirol (Österreich).

Geographie Lage Die kleinste Gemeinde im Tannheimer Tal, das von der Vils durchflossen wird, bildet ein eng bebautes Haufendorf auf einem Schwemmkegel auf der Nordseite des Tals. An der Nordseite des Ortes liegen weitere Gehöfte an Bergwiesen mit landwirtschaftlicher Nutzung. Im Nahbereich von Tannheim gelegen, konnte sich ein bescheidener Tourismus entwickeln.

Gemeindegliederung Zöblen besteht aus einer einzigen, gleichnamigen Katastralgemeinde und Ortschaft:

Nachbargemeinden

Geschichte Ursprünglich war Zöblen im 14. Jahrhundert eine Rodsiedlung. Urkundlich wurde der Ort erstmals im Jahr 1399 als Gut Zobel erwähnt. Bereits im Jahr 1427 wohnten 42 Einwohner auf sechs Familien. 1835 wurde Zöblen zur eigenständigen Gemeinde erhoben und gehörte früher als Ortsteil der Gemeinde Tannheim.

Der Name Zöblen kommt von der weiblichen Form des Familiennamens Zobl = Zöblin (weibl.), einem Namen, der im Tannheimer Tal immer noch häufig ist.

Bevölkerungsentwicklung

mini|Expositurkirche hl. Josef mini|Haldenkapelle (Rochuskapelle) mini|Lourdes-Kapelle

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Expositurkirche Zöblen Lourdes-Kapelle Haldenkapelle (Rochuskapelle)

Wirtschaft und Infrastruktur Die wirtschaftliche Triebkraft der Gemeinde ist der Tourismus, daneben gibt es Handel, Gewerbe und Landwirtschaft.

Arbeitsplätze Von den rund fünfzig Arbeitsplätzen in der Gemeinde entfallen ein Viertel auf die Landwirtschaft, vier auf den Produktionssektor und zwei Drittel auf Dienstleistungen. Der größte Arbeitgeber im Dienstleistungssektor ist der Bereich Beherbergung und Gastronomie. Das Gasthaus Morent ist das kleinste 2-Haubenlokal in Tirol und seit 2017 Kulinarisches Erbe von Österreich (Stand 2011). Rund sechzig Prozent der in Zöblen lebenden Erwerbstätigen pendeln aus.

Fremdenverkehr Die Anzahl der Nächtigungen stieg von 35.000 im Jahr 2010 auf 50.000 im Jahr 2019. Von diesen 50.000 Übernachtungen stammen 49.000 von Gästen aus dem Ausland. Zöblen ist eine typische Gemeinde mit Sommer- und Wintersaison. Die Spitzen liegen in den Monaten Februar und August, kaum Gäste kommen im April und im November.

Verkehr Die beiden Straßen sind mit der Tannheimer Straße (B 199), welche vom Weißenbach am Lech weiter zur deutschen Grenze mit der Bundesstraße 308 führt, angeschlossen.

Politik Gemeinderat Partei201020162022%Mandate%Mandate%MandateFür Zöblen aktiv43,3558,10647,035Gemeinsam für Zöblen56,6541,90552,976

Bürgermeister Bürgermeister von Zöblen ist Werner Gehring.

Wappen links|80px Blasonierung: In silbernem Schild im Dreipass laufende schwarze Zobel.

Die Farben der Gemeindefahne sind Schwarz-Weiß.

In dem am 20. Oktober 1987 verliehene Wappen stehen die Steinmarder (Zobl) für den Gemeindenamen.

Persönlichkeiten Der aus Zöblen stammende Professor Franz Xaver Schedle gründete mit Kommilitonen im Jahre 1864 die erste CV-Verbindung auf österreichischem Boden, die AV Austria in Innsbruck. An seinem von Verwandten bewohnten Haus zeugt eine Gedenktafel davon. Walter Besler (* 4. Januar 1929; † 28. August 2020) in Zöblen geborener Lehrer, Geologe und Hochschullehrer, Träger des Großen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1399 Kategorie:Gemeindegründung 1835