Die Sickinger Höhe (früher auch „Landstuhler Höhe“) ist eine Landschaft im südwestlichen Rheinland-Pfalz. Als Naturraum gehört die Sickinger Höhe zur Westricher Hochfläche, deren Nordteil sie darstellt. Der Name erinnert an die ehemalige Zugehörigkeit zentraler Teile des Gebiets zur Herrschaft Landstuhl im Besitz der Herren von Sickingen.

Geographie Lage Die Sickinger Höhe im Südwesten der Pfalz liegt etwa zu einem Drittel im Landkreis Kaiserslautern und zu zwei Dritteln im Landkreis Südwestpfalz. Bei Einöd greift sie geringfügig über die Landesgrenze zum Saarland aus.Verschiedene Autoren: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten in Einzelblättern 1:200.000. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1952–1994. → Online-Karten Blatt 159: Saarbrücken (Helga Schneider 1972; 154 S.) Blatt 160: Landau i. d. Pfalz (Adalbert Pemöller 1969; 47 S.). Abgerufen am 24. April 2019.

Geologie Die Sickinger Höhe gehört zur Großlandschaft Pfälzisch-Saarländisches Muschelkalkgebiet. Die hügelige Hochfläche erreicht Höhen von 300 bis . Die sie nördlich begrenzende Sickinger Stufe fällt in mehreren dichtbewaldeten Stufen recht steil zum Landstuhler Bruch hin ab, in dem die Sickingenstadt Landstuhl liegt. Etwas weniger schroff gestaltet sich der Übergang nach Westen zum Saarland hin und noch weniger derjenige im Osten zum östlichen Westrichrand, wo die weite Talaue des Flusssystems Aschbach/Moosalbe die Grenze bildet. Im Süden geht die Sickinger Höhe fast unmerklich in das Zweibrücker Hügelland mit der Stadt Zweibrücken über.

Gewässer Der größte Teil der Sickinger Höhe wird entwässert über Moosalbe (mit Queidersbach), Wallhalb und Auerbach nach Süden zum Schwarzbach und dann weiter über Blies, Saar und Mosel zum Rhein­abschnitt Mittelrhein. Nach Westen direkt zur Blies hin fließt der Lambsbach.

Sehenswürdigkeiten und Kultur Im 1836 erbauten ehemaligen Schulhaus von Queidersbach bietet das Museum Sickinger Höhe seit 1976 auf 500 m² einen Überblick von der Frühgeschichte bis in die jüngste Vergangenheit der Region.

1869 ging in der Feldgemarkung der Gemeinde Krähenberg der später nach dem Ort benannte Meteorit nieder. Am Absturzort, wo ein Gedenkstein mit Informationstafel an das Ereignis erinnert,. In Pfälzischer Merkur. Zweibrücken, 20. Juli 2009. führt seit 2009 der Meteoriten-Wanderweg (Winterbach–Krähenberg–Kleinbundenbach–Großbundenbach–Zweibrücken) vorbei.

In Herschberg veranstaltet die Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben alle zwei Jahre den Sickinger Mundartdichter-Wettstreit.

Besiedelung und Verkehr Das Land ist dünn besiedelt und weist nur außerhalb, an den tieferliegenden Rändern, größere Städte auf. Auch überregionale Verkehrswege gibt es nicht mit Ausnahme eines großteils erst zweispurig ausgebauten Abschnitts der Autobahn 62 Landstuhl–Pirmasens.

Die Gegend eignet sich zum Wandern, z. B. auf dem Mühlenweg im Wallhalbtal. Über die Sickinger Höhe verläuft auch die ausgeschilderte Nordroute der pfälzischen Abschnitte des historischen Jakobswegs.

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Pfalz) Kategorie:Naturraum im Pfälzisch-Saarländischen Muschelkalkgebiet Kategorie:Landschaft in Rheinland-Pfalz