Kemmen, , ist ein OrtsteilErwähnung als Ortsteil von Calau im Kommunalverzeichnis Brandenburg; abgerufen am 29. April 2026 der Stadt Calau im südbrandenburgischen Landkreis Oberspreewald-Lausitz.

Lage Kemmen liegt in der Niederlausitz im Naturpark Niederlausitzer Landrücken. Durch den Ort fließt die Kleptna.

Nördlich liegt der Gemeindeteil Säritz und der Calauer Ortsteil Buckow. Im Nordosten folgt die Stadt Calau. Östlich und südöstlich grenzt Kemmen an den Ortsteil Werchow und dessen Gemeindeteil Cabel, weiter im Südosten befindet sich die Gemeinde Luckaitztal. Südlich liegt Settinchen, ein Gemeindeteil von Gollmitz, das südwestlich liegt. Weiter im Süden folgt die Gemeinde Bronkow. Im Westen befinden sich die Ortsteile Craupe und Groß Mehßow. Direkt im Nordwesten grenzt an Kemmen der Gemeindeteil Schadewitz, weiter nordwestlich liegt Mallenchen.

Geschichte Ortsgeschichte Kemmen wurde 1495 erstmals erwähnt. Der Ortsname leitet sich vom niedersorbischen Wort kamjeń ab und bezeichnet einen Ort im steinigen Gelände oder an einem Steinbach. Im Jahr 1761 wurde der Ort als Kamenej und 1843 als Kamena erwähnt. Der Ort war ein Gutsdorf, die Bauerngehöfte wurden auf der Nordseite der Straße errichtet.

Nach dem Wiener Kongress kam Kemmen mit der gesamten Niederlausitz an das Königreich Preußen und gehörte zum Landkreis Calau. Am 1. Januar 1926 wurde der Ort Schadewitz nach Kemmen eingemeindet. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Kemmen zum 1952 neugegründeten Kreis Calau. Am 1. Mai 1974 wurde der Nachbarort Säritz nach Kemmen eingemeindet.Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt Ab 1986 lag Kemmen in einem Bergbauschutzgebiet und war durch die Devastierung durch den geplanten Tagebau Calau-Süd bedroht. Nach der Wende wurden die Planungen zur Öffnung des Feldes wieder verworfen.Karte der Bergbauschutzgebiete von 1986. Abgerufen am 1. Februar 2021.

Am 26. Oktober 2003 wurde Kemmen mit seinen Gemeindeteilen und den Orten Mlode, Groß Mehßow, Werchow, Bolschwitz sowie Saßleben in die Stadt Calau eingegliedert.StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands Der Ort gehört seit 2010 zum Kirchenkreis Niederlausitz.

Einwohnerentwicklung Einwohnerentwicklung in Kemmen von 1875 bis 2002Statistik Brandenburg (PDF)Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr EinwohnerJahr EinwohnerJahr EinwohnerJahr EinwohnerJahr Einwohner1875 1451933 2091964 2061989 2411993 2181997 26020012791890 1341939 1851971 1721990 2361994 2201998 26820022751910 1471946 3021981 2771991 2281995 2241999 2791925 1751950 2721985 2521992 2251996 2362000 287

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Gutsanlage Kemmen Die Dorfkirche Kemmen stammt in ihren Grundmauern aus dem Jahre 1346. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie zerstört. Georg Planck, der Kanzler der Niederlausitz und Gutsbesitzer, ließ sie wieder aufbauen. Für die Ausstattung wurden der Bildhauer Andreas Schultze und der Maler Martin Heber engagiert. Die Kirche gehört zu den Baudenkmalen der Stadt Calau.

Ebenfalls zu den Baudenkmälern gehört das ehemalige Herrenhaus mit seinen Wirtschaftsanlagen sowie die angrenzende Park- und Gartenlandschaft.

Wirtschaft und Infrastruktur Kemmen liegt an der Kreisstraße 6625 von Calau nach Finsterwalde. Westlich des Ortes verläuft die Bundesautobahn 13.

Einzelnachweise

Literatur

Weblinks

Homepage der Stadt Calau - Darstellung des Ortsteils Kemmen, abgerufen am 30. November 2009.

Kategorie:Ortsteil von Calau Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) Kategorie:Ersterwähnung 1495 Kategorie:Gemeindeauflösung 2003 Kategorie:Ort in der Niederlausitz Kategorie:Ort im Landkreis Oberspreewald-Lausitz Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)