Mit dem Decknamen Minensuchgerät 42 bezeichnete die Wehrmacht Juden und gefangene Partisanen, die im Rahmen der „Unternehmen Dreieck“ und „Viereck“ gezwungen wurden, Minenfelder zu räumen. Sie wurden dabei an langen Halsstricken gefesselt und anschließend mit Walzen und Eggen über Minenfelder getrieben. Das Vorgehen kam einer grausamen Ermordung Gefangener gleich.
Hintergrund Im Jahr 1942 hatte die Heeresgruppe Mitte vermehrt Probleme mit Partisanen. Am 9. September 1942 erging deshalb der Befehl zu den „Unternehmen Dreieck“ und „Viereck“, in deren Rahmen weite Landstriche verwüstet und die Bewohner deportiert wurden. Für Juden und gefangene Freiheitskämpfer erging der gesonderte Befehl zur Verwendung als „Minensuchgerät 42“.
Weblinks Begleitbroschüre (PDF-Datei; 1,6 MB) zur Ausstellung Dimensionen des Vernichtungskriegs 1941–1944, 2004, Seite 22 Forschungsprojekt „Fremde im Visier“, Foto „Die Minenprobe“ (besucht 10. Februar 2017)
Kategorie:Kriegsverbrechen der Wehrmacht Kategorie:Partisanenkrieg im Zweiten Weltkrieg Kategorie:Deutsch-Sowjetischer Krieg