mini|Meina Schellander Meina Schellander (* 28. Juli 1946 in Klagenfurt, Kärnten) ist eine österreichische Objektkünstlerin und Malerin der Konzeptkunst.
Leben und Werk Meina Schellander wuchs als Tochter einer Schneiderin in Ludmannsdorf im Rosental auf. Nach der Matura 1966 studierte sie an der Akademie der Bildenden Künste Wien, wo sie bei Maximilian Melcher die Meisterklasse für Grafik besuchte. Ihr erstes Großprojekt war 1973 „Findling Krastal“ beim Krastaler Symposium von Otto Eder, wo sie einen Findling zwischen die FelsenBild auf basis-wien.at, abgerufen am 5. Dezember 2009 (verlangt Adobe Flash Player). hängte. Beeinflusst von Eder spielt der öffentliche Raum eine große Rolle in ihrem Werk, so Platzgestaltungen und kirchliche Innenräume. Beispielsweise gestaltete sie 2007 die Installation „Konnexion 1“ in und um den Dom zu Maria Saal, indem sie gelbe Fäden um das Gebäude spannte, unter anderem eine Hommage an ihre Mutter., [Katholische Kirche in Kärnten – Diözese Gurk] vom 10. Juli 2007, abgerufen am 5. Dezember 2009. 2008 beschäftigte sie sich in „Konnexion 2“ in der Jesuitenkirche Wien mit dem Werk von Simone Weil.
In ihrer Arbeit wechselten Phasen der Objektkunst mit Phasen der Malerei. Häufig sind ihre Themen im religiösen Bereich angesiedelt, so beschäftigte sie sich mit Hemma von Gurk und Katharina von Siena.
Viele ihrer Installationen, Objekte und Arbeiten sind in traditionellen Materialien ausgeführt, besonders Stein und Metall. Die plastischen Arbeiten „Kopfergänzungen“ der späten 1970er und 1980er Jahre wurden von grafischen Studien, die als Vorbereitung eine gewichtige Rolle spielten, begleitet.
In ihrer Ausstellung „Fremdbild Heimat – zum Beispiel Kärnten“ 1989 hat sie eine Parallelaktion inszeniert, die ihrer persönlichen Lebenssituation zwischen Wien und Klagenfurt entsprach und sich nicht nur auf den in Klagenfurt geborenen Robert Musil bezog, sondern auch eine Distanz zum Begriff Heimat zeigte, ähnlich wie bei Ingeborg Bachmann.
Viele Projekte von Meina Schellander konnten, obwohl häufig prämiert, nicht umgesetzt werden, da sie vielfach Unverständnis und Widerspruch hervorriefen. Schellander ist Mitglied der Wiener Secession, der IntAkt Künstlerinnen und im Kunstverein Kärnten.
Meina Schellander lebt in Wien.
Auszeichnungen 2012: Großer Kulturpreis des Landes Kärnten
Ausstellungen und Projekte 1981 Parallelarbeiten 1977–80. Galerie Renée Ziegler, Zürich 1985 Einheitenfugen. Kunstverein Kärnten, Klagenfurt, und Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Palais Liechtenstein, MMK, Wien 1997–2000 Flucht in die Distanz. Vorplatzgestaltung der HTL Ferlach, auf der Seite des Bauträgers, abgerufen am 5. Dezember 2009. 1999 Raum Omega. Ruhe sanft – du blaues Land. Rauminstallation, Museum LiaunigBild, abgerufen am 5. Dezember 2009. 1997/1998 Balkenplatz, Drei digitale Anzeigen. Kunst am Bau, Bundesschulen Josef-Preis-Allee, Salzburg. Architektur: ARGE Zeitler & Lechner Architekten, Bauherr: BIG – Bundesimmobiliengesellschaft WienBundesschulen (BGN WRG und BORG) in der Josef Preis Allee in Salzburg entstand die Installation von Meina Schellander sagen.at, 1. Juli 2013
Literatur Thomas Zaunschirm: Meina Schellander – Kopf und Quer. Ritter Verlag, Klagenfurt 1998, ISBN 978-3-85415-236-1. Gottfried Biedermann: Malerei und Plastik im 20. Jahrhundert. In: Christian Brugger, Karin Leitner-Ruhe, Gottfried Biedermann: Moderne in Kärnten. Carinthia Verlag, Klagenfurt 2009, ISBN 978-385378-582-9, S. 239f.
Weblinks
Meina Schellander bei der Galerie Walker (mit Bildern von Arbeiten) Webpräsenz von Meina Schellander
Einzelnachweise
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