Gundelsheim () ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg und zählt zur Metropolregion Nürnberg.
Geografie Geografische Lage Die Gemeinde liegt in der Region Oberfranken-West rund sieben Kilometer nördlich von Bamberg am Kreuz Bamberg, dem Kreuzungspunkt der Autobahnen A 70 und Bundesautobahn 73. Es gibt zwei regionale Kreisstraßenverbindungen zur B 4 und zur Staatsstraße 2190.
Gemeindegliederung Es gibt nur den Gemeindeteil Gundelsheim.
Es gibt auf dem Gemeindegebiet nur die Gemarkung Gundelsheim (Gemarkungsteil 1). Die Gemarkung Gundelsheim liegt auch auf dem Gemeindegebiet von Bamberg. Sie hat eine Fläche von 4,042 km² und ist in 2630 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 1536,88 m² haben. In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteile Hirschknock.
Nachbargemeinden Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Memmelsdorf, Bamberg, Hallstadt und Kemmern.
Geschichte Bis zur Gemeindegründung Gundelsheim gehörte zum Hochstift Bamberg und ab 1500 auch zum Fränkischen Reichskreis. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern (Siehe auch Geschichte Frankens). (PDF-Datei; 179 kB) Im Zusammenhang mit den Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
20. Jahrhundert Im Jahr 1969 wurde in Gundelsheim die Kirche Sieben Schmerzen Mariä errichtet.
Abtretungen Am 1. Juli 1972 wurde der Gemeindeteil Hirschknock an Bamberg abgetreten.
Einwohnerentwicklung Im Zeitraum von 1988 bis 2018 wuchs die Gemeinde von 2911 auf 3494 um 583 Einwohner bzw. um 20 %. Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015 2020Einwohner 1014 1335 2755 3074 3345 3339 3324 3272 3367 3544 mit Hirschknock 1122 1454
Konfessionsstatistik Die Einwohner waren laut Zensus am 9. Mai 2011 zu 68,0 % römisch-katholisch und zu 18,7 % evangelisch, 13,4 % hatten eine andere Religion oder waren konfessionslos.Zensus 2011: Gemeindedaten Bevölkerung auf statistik.bayern.de, S. 158. Abgerufen am 25. Mai 2024. Die Zahl der Einwohner mit christlicher Religion ist seitdem gesunken. Ende 2019 hatte Gundelsheim 3751 Einwohner, davon 57,9 % Katholiken und 17,7 % Protestanten. 24,4 % hatten entweder eine andere oder gar keine Religionszugehörigkeit. auf der Website der Gemeinde Gundelsheim.
Politik Bürgermeister Erster Bürgermeister ist seit dem 1. Mai 2008 Jonas Merzbacher (SPD). Mit 24 Jahren war er zum Amtsantritt der zweitjüngste Bürgermeister Deutschlands. Er gewann 2008 in der Stichwahl mit 68,23 % der Stimmen gegen Norbert Mittmann (Freie Wählergemeinschaft) und wurde 2014 und 2020 jeweils im ersten Wahlgang mit 70,97 % bzw. 74,76 % bei jeweils einem Gegenkandidaten im Amt bestätigt. Merzbachers Vorgänger war Hans-Jürgen Grieger (CSU). Dieser war im Jahr 2002 Nachfolger von Gerhard Dorsch (Bürgergemeinschaft), der seit 1990 amtierte. Dessen Vorgänger war seit 1972 Michael Arneth (Bürgergemeinschaft), zuvor amtierte Georg Wolf (CSU). Zweiter Bürgermeister ist Robert Martin (Bürgergemeinschaft).
Gemeinderat Der Gemeinderat besteht in der Wahlperiode 2020–2026 aus folgenden Parteien und Wählergemeinschaften (in Klammern 2014–2020 und 2008–2014)ml Zusammensetzung des Gundelsheimer Gemeinderats 2020–2026 auf gemeinde-gundelsheim.de, abgerufen am 12. Oktober 2022: SPD 5 (5, 4) Sitze CSU 4 (5, 4) Sitze Bürgergemeinschaft 2 (3, 4) Sitze Freie Wählergemeinschaft 2 (1, 2) Sitz(e) Grüne/Frischer Wind 2 (2, 2) Sitze FDP 1 (0, 0) Sitz(e)
Wappen
Kultur und Sehenswürdigkeiten Baudenkmäler
Bodendenkmäler
Bildung In Gundelsheim gibt es einen Kindergarten mit 125 Plätzen und die Volksschule mit neun Lehrern und 136 Schülern. Die Kindertagesstätte St. Marien bietet eine Betreuung in vier Gruppen, davon eine Krippengruppe für Kinder im Alter von acht Wochen bis drei Jahren und drei Gruppen für Kinder von zwei bis sechs Jahren.
Wirtschaft und Infrastruktur Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2020 umgerechnet 3.086.000 Euro, davon waren umgerechnet 509.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).
= Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft 2020 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 101 und im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe 40 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 173 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1364. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keinen Betrieb mit 20 oder mehr Beschäftigten, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Im Jahr 2020 gab es in Gundelsheim nur einen landwirtschaftlichen Betrieb.
Brauereien In Gundelsheim gibt es keine Brauerei mehr. Die letzte war die Brauerei Leicht, die 1959 schloss.
Verkehr Gundelsheim hatte einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Bamberg–Scheßlitz, die 1985 (Personenverkehr) und 1988 (Güterverkehr) stillgelegt und anschließend demontiert wurde. Der Ort ist an eine Buslinie des VGN (Verkehrsverbund Großraum Nürnberg) angeschlossen.
Ehrenbürger Jacobus Beck, O. Carm. (* 9. März 1905 in Hartenreuth; † 8. Mai 1967 in Bamberg), langjähriger Pfarrer in Gundelsheim. Exprovinzial, Erzbischöflicher Geistlicher Rat, Direktor des Spätberufenengymnasiums Theresianum am Karmelitenkloster in Bamberg.
Weblinks
Gemeinde Gundelsheim (PDF; 1,24 MB)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Bamberg Kategorie:Gemeindegründung 1818
Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bamberg Kategorie:Gemarkung in der kreisfreien Stadt Bamberg