mini|Peter Watts im Rahmen seiner Rede bei den Hugo-Awards 2010
Peter Watts (* 1958 in Calgary) ist ein kanadischer Science-Fiction-Schriftsteller und promovierter Meeresbiologe. Er hat fünf seiner bisher veröffentlichten Romane unter eine freie Creative-Commons-Lizenz gestellt.
Werdegang Watts studierte Meeresbiologie an der University of Guelph, wo er 1980 den Bachelor- und 1983 den Masterabschluss erwarb. 1991 promovierte er an der University of British Columbia.
Im Jahr 1999 veröffentlichte Watts seinen ersten Roman Abgrund (Originaltitel: Starfish), den er von einer eigenen, aus dem Jahr 1990 stammenden Kurzgeschichte adaptierte. Den Protagonisten dieses Romans, Lenie Clarke, ließ Watts auch in den drei folgenden Romanen wieder erscheinen. Die Romane können als Trilogie aufgefasst werden und werden häufig als die Rifters-Trilogie bezeichnet. Während in der englischen Originalfassung die Titel βehemoth: β-Max und βehemoth: Seppuku in zwei Bänden veröffentlicht wurden, wurden sie vom Heyne Verlag in der deutschsprachigen Fassung in einem Band unter dem Titel Wellen veröffentlicht.
Im Jahr 2006 folgte schließlich Watts’ Roman Blindflug (Original: Blindsight), der in keinem inhaltlichen Zusammenhang mit seinen zuvor veröffentlichten Werken steht. Blindflug wurde für den Hugo-Award nominiert. 2010 erhielt Watts schließlich den Hugo-Award für seine Kurzgeschichte The Island. 2014 wurde der Nachfolger Echopraxia veröffentlicht.
Watts’ Werke werden von Sara Riffel ins Deutsche übersetzt. Sie erhielt 2009 den Kurd-Laßwitz-Preis für die Beste Übersetzung des Jahres für die deutsche Fassung von Blindflug.
Auszeichnungen und Ehrungen 2007: Nominierung für den Hugo Award von Blindflug als Bester Roman 2010: Hugo Award für The Island als Beste Erzählung 2010: Grand Prix de l’Imaginaire für Blindsight als beste Übersetzung 2011: Shirley Jackson Award für The Things 2014: Seiun Award für Blindsight
Werke Blindflug erschien als erster Roman auf Deutsch. Die Bände der im Original vorher erschienenen Romane der Rifters-Trilogie erschienen in Deutschland danach und tragen auf dem Cover die Aufschrift „Der Autor von »Blindflug«“.
Rifters Alle übersetzt von Sara Riffel. Starfish, Tor 1999, ISBN 0-312-86855-3 Abgrund, Heyne Verlag, 2008, ISBN 978-3-453-52446-0 Maelstrom, Tor 2001, ISBN 0-312-87806-0 Mahlstrom Heyne Verlag, 2009, ISBN 978-3-453-52508-5 Behemoth: ß-Max, Tor 2004, ISBN 0-7653-0721-9 Wellen Heyne Verlag, 2009, ISBN 978-3-453-52565-8 Behemoth: Seppuku, Tor 2005, ISBN 0-7653-1172-0
Blindsight / Firefall Blindsight, Tor 2006, ISBN 0-7653-1218-2 Blindflug, Heyne Verlag, 2008, Übersetzerin Sara Riffel, ISBN 978-3-453-52364-7 Echopraxia, Tor 2014, ISBN 978-0-7653-2802-1 Echopraxia, Heyne Verlag, 2015, Übersetzerin Birgit Herden, ISBN 978-3-453-52807-9
Crysis Crysis: Legion, Del Rey / Ballantine 2011, ISBN 978-0-345-52678-6
Literatur Jonathan McCalmont: Über Peters Watts’ Roman „Blindflug“. In: Hannes Riffel, Jakob Schmidt (Hrsg.): Pandora, 3, 2008, ISBN 978-3-926126-77-1, S. 218–222. Uwe Kramm: „Wenn man die Grenzen der Menschlichkeit ausloten will, muss man die Menschen eben zum Äußersten treiben!“ Ein Gespräch mit Peter Watts. In: Sascha Mamczak, Sebastian Pirling, Wolfgang Jeschke (Hrsg.): Das Science Fiction Jahr 2011. Wilhelm Heyne Verlag, München 2011, S. 279–298.
Weblinks
Peter Watts in der Science Fiction Awards+ Database (englisch) Website des Autors Hugo Awards 2007 Starfish zum Download Maelstrom zum Download βehemoth zum Download Blindsight zum Download
Kategorie:Autor Kategorie:Meeresbiologe Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Englisch) Kategorie:Kanadische Literatur Kategorie:Science-Fiction-Literatur Kategorie:Sachliteratur Kategorie:Roman, Epik Kategorie:Kurzgeschichte Kategorie:Erzählung Kategorie:Essay Kategorie:Träger des Hugo Award Kategorie:Kanadier Kategorie:Geboren 1958 Kategorie:Mann