Renate Grosser (* 18. September 1927 in Berlin,präzises Geburtsdatum und Geburtsort laut Film- und Fernseharchiv Kay Weniger bürgerlich Renate Großer-Mühling)Siehe hierzu: Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 1: A–Heck. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1960, , S. 547. ist eine deutsche Schauspielerin und Synchronsprecherin.

Leben Renate Grosser gab ihr Theaterdebüt im Jahr 1950 am Stadttheater Bochum. 1951 war sie an der Tribüne in Hamburg zu sehen und von 1956 bis 1958 gehörte sie dem Ensemble des Landestheaters Tübingen an. Seit 1959 war sie an den Münchner Kammerspielen beschäftigt.Alle Angaben zu den Stationen ihrer Theaterlaufbahn nach: Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 1: A–Heck. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1960, , S. 547.

Obwohl Grosser bereits 1949 in dem Spielfilm Artistenblut mitgewirkt hatte,Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 1: A–Heck. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1960, , S. 547. erhielt sie in der Folgezeit nur selten Filmangebote. 1968 wurde die dunkelhaarige, oftmals streng frisierte und stets etwas verhärmt wirkende Darstellerin in dem Edgar-Wallace-Film Im Banne des Unheimlichen als undurchsichtige Pfarrersfrau besetzt. Deutlich aus dem Rahmen fiel ihr Auftritt als Prostituierte in Das Schlangenei von Ingmar Bergman. Zweimal arbeitete sie mit dem bayerischen Filmregisseur Joseph Vilsmaier zusammen: In Herbstmilch, wo sie einen größeren Part als böse und verbitterte Schwiegermutter innehatte, sowie in dem Trümmerfrauendrama Rama dama. Wesentlich häufiger als im Kino war Grosser im Fernsehen zu sehen, wo sie unter anderem mehrmals in Krimiserien wie Der Kommissar, Der Alte und Derrick mitspielte. In der Kommissar-Folge Tod eines Buchhändlers etwa, mimte sie die Tante eines von der Polizei wegen Mordes verdächtigten Lehrjungen.

Grosser war seit Beginn der 1950er-Jahre auch als Synchronsprecherin tätig, sie sprach u. a. für Julie Christie, Anouk Aimée oder auch Gail Russell, war aber keiner Schauspielerin als Stammsprecherin fest zugeordnet. Als Hörspielsprecherin wirkte sie beispielsweise 1959 im einzigen Paul-Temple-Hörspiel des Bayerischen Rundfunks, nämlich in Paul Temple und der Conrad-Fall mit.

Erst in hohem Alter begann Grosser, sich der Malerei zu widmen. Im Jahr 2017 stellte sie ihre Werke in der Mohr-Villa in München erstmals öffentlich aus.https://mohr-villa.de/veranstaltung-aus-archiv/premiere.html

Filmografie (Auswahl) 1949: Artistenblut 1960: Der Gauner und der liebe Gott 1961: Kalamitäten 1961: Eine hübscher als die andere 1964: Haben (Fernsehfilm) 1964: Das Kriminalmuseum: Der Fahrplan (Fernsehserie) 1964: Der gelbe Pullover (Fernsehfilm) 1965: Nachtfahrt (Fernsehfilm) 1966: Wo blieb Friedrich Weisgerber? (Fernsehfilm) 1966: Der Mann mit der Puppe (Fernsehfilm) 1966: Judith (Fernsehfilm) 1967: Mädchen, Mädchen 1967: Wo liegt Jena? (Fernsehfilm) 1967: Das Attentat – L.D. Trotzki (Fernsehfilm) 1968: Die Einladung (Fernsehfilm) 1968: Septembergewitter (Fernsehfilm) 1968: Im Banne des Unheimlichen 1968: Das Kriminalmuseum: Der Scheck (Fernsehserie) 1969: Palace-Hotel (Fernsehfilm) 1969: Die mißbrauchten Liebesbriefe (Fernsehfilm) 1969: Der Kommissar (Fernsehserie) – Auf dem Stundenplan: Mord 1970: Mädchen mit Gewalt 1970: Krebsstation (Fernsehfilm) 1970: Die Taubenaffaire (Fernsehfilm) 1971: Die Münchner Räterepublik 1971: Der trojanische Sessel (Fernsehfilm) 1973: Liebe mit 50 (Fernsehfilm) 1973: Die Zärtlichkeit der Wölfe 1973: Der Kommissar (Fernsehserie, Folge: Tod eines Buchhändlers) 1974: Tatort: Gift (Fernsehreihe) 1976: Jeder stirbt für sich allein 1976–1995: Derrick (Fernsehreihe, 7 Folgen, verschiedene Rollen) 1976: Anita Drögemöller und die Ruhe an der Ruhr 1976: Mond Mond Mond (Fernsehserie) 1977: Anpassung an eine zerstörte Illusion (Fernsehfilm) 1977: Das Schlangenei 1977: Heinrich Zille (Fernsehfilm) 1977–1996: Der Alte (Fernsehserie, 5 Folgen, verschiedene Rollen) 1978: Hotel zur schönen Marianne (Fernsehserie) – Die Leute aus dem Wald 1978: Tatort: Schwarze Einser 1979: Der Wald (Fernsehfilm) 1981: Tatort: Das Zittern der Tenöre 1982: Billy (Barriers, Fernsehserie) 1983–1985: Polizeiinspektion 1 (Fernsehserie, 3 Folgen, verschiedene Rollen) 1983–1990: SOKO 5113 (Fernsehserie, 4 Folgen, verschiedene Rollen) 1984: Gespenstergeschichten (Fernsehserie, Folge: Die Affenpfote) 1985: Die Krimistunde (Fernsehserie, Folge: „Weibliche Hilfe“) 1986: Zerbrochene Brücken (Fernsehfilm) 1989: Jakob und Adele (Fernsehserie, 1 Folge) 1989: Herbstmilch 1989: Tiger, Löwe, Panther 1991: Rama dama 1991: Tatort: Tödliche Vergangenheit 1993: Der große Bellheim (Fernsehserie) 1994: Gabriellas Rache (Fernsehfilm) 1995: Mord an der roten Rita (Fernsehfilm) 1997: Alte Liebe, alte Sünde (Fernsehfilm) 1998: Tatort: Schwarzer Advent 2001: Tatort: Ein mörderisches Märchen 2002: Die Novizin (Fernsehfilm) 2002: Wenn die Liebe verloren geht (Fernsehfilm) 2003: Sternzeichen 2005: Marias letzte Reise 2005: Musik nur wenn sie laut ist 2006: Eine Liebe am Gardasee (Fernsehserie) 2011: Eisblumen

Hörspiele 1968: Arnold E. Ott: Der Mörder soll sterben – Regie: Hans Gerd Krogmann (Kriminalhörspiel – SWF)

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Einzelnachweise

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