Das Nervenbündel ist eine US-amerikanische Filmkomödie des Regisseurs Melvin Frank aus dem Jahr 1975. Das Drehbuch verfasste Neil Simon auf der Grundlage seines Bühnenstücks.
Handlung Mel Edison ist Angestellter einer Werbeagentur und lebt mit seiner Frau Edna im 14. Stock eines Hauses in Manhattan. Er leidet unter dem täglichen Ärger über den Lärm, der durch die viel zu dünnen Wände dringt, ärgert sich über die Klimaanlage, die so kalt ist, dass man sogar im Bett friert und öffnet er ein Fenster, dringt Verkehrslärm und der Gestank der Straße herein. Eines Tages verliert er seinen Job, verschweigt dies aber seiner Frau. Er geht heimlich auf Arbeitssuche und erst als ihre Wohnung ausgeraubt wird, gehsteht Mel Edna seine Arbeitslosigkeit. Daraufhin kehrt Edna in ihre alte Beschäftigung in einer Filmfirma zurück, um für die beiden zu sorgen. Jetzt ist Mel den ganzen Tag allein. Er wird zum Nervenwrack und beginnt manisches Verhalten an den Tag zu legen. Jeder seiner Tage gleicht dem Vorhergegangenen und er beginnt an Verschwörungstheorien gegen ihn zu glauben. Auch der von Edna engagierte Psychiater kann ihm nicht helfen. Die angebotene finanzielle Unterstützung durch seine Geschwister lehnt er kategorisch ab. Erst als auch Edna ihren Job verliert, fasst Mel wieder Mut und Lust für einen Neuanfang.
Berühmte Kleindarsteller Sylvester Stallone hat einen Kurzauftritt als junger Mann, den Mel irrtümlich als Taschendieb verdächtigt, verfolgt und schließlich dessen Brieftasche stiehlt. F. Murray Abraham taucht in einer Szene als Taxifahrer auf. Charakterdarsteller M. Emmet Walsh spielt eine kleine Rolle als Portier.
Kritik Das Lexikon des internationalen Films urteilte 1995: „Eine makaber-bösartige Komödie, die mit der Unnatur des modernen Lebens, seinem Streß, seinen Hochhauswohnungen mit Lärm und Gestank, vorfabriziertem Essen und negativen Nachbarschaftskontakten abrechnet. Als von Panik in den Nervenzusammenbruch getriebener Mann bietet Jack Lemmon eine tragikomische Glanzleistung.“
Cinema lobte den Hauptdarsteller Jack Lemmon, der „eine tragikomische Glanzleistung als Nervenwrack“ zeige. Das Fazit des Films hieße: „Zurück aufs Land!“
Veröffentlichungsdaten Kino-Uraufführung: 30. Mai 1975 Kaufvideo: 1. Januar 1998
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 1975 Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Schwarze Komödie Kategorie:Neil-Simon-Verfilmung