Philippe Reinhardt (* 14. Mai 1981 in Zürich) ist ein Schweizer Schauspieler.
Leben Philippe Reinhardt wuchs in Zürich auf. Nach Schauspielschulen in München, Hamburg und Zürich machte er erste Schritte auf der Theaterbühne. Es folgten Engagements für deutsche Fernsehserien und Filme. 2008 bekam er in der deutschen Komödie 1½ Ritter eine Rolle neben Til Schweiger. Im selben Jahr stand er für den schweizerischen Film Champions vor der Kamera.
Es folgte eine Rolle in Faktor 8 – Der Tag ist gekommen, einem Prime-Time-Thriller für ProSieben. Zudem bekam er neben der deutschen Schauspielerin Alexandra Kamp die Hauptrolle in dem Kurzfilm Der Zauberregen. Im Berner Theater an der Effingerstrasse stand er für das Stück Sein oder Nichtsein auf der Bühne. Im Jahr 2010 spielte er für den Drehbuchautor und Regisseur Markus Boestfleisch in dem Kinofilm Simplify your soul die Hauptrolle.
Internationale Produktionen folgten, beispielsweise Andrey Malyukovs historisches Fußballdrama Match über das historische Todesspiel von 1942, sowie Fedor Bondarchuks 3D-Produktion Stalingrad, die von Russland 2013 ins Oscarrennen um den besten ausländischen Film geschickt wurde. Bekanntheit erlangte er vor allem durch seine Hauptrolle in "Zhenich – Der Bräutigam", dem erfolgreichsten russischen Film 2016 in Russland mit 3 Mio. Kinobesuchern und mehr als 20 Mio. Zuschauern der Free-TV-Premiere.
2018 spielte er in dem Russischen Kriegsdrama Sobibor mit, das für Russland als bester fremdsprachlicher Film für den Oscar 2019 ins Rennen geschickt wurde. Der Film basiert auf dem Aufstand von Sobibór im gleichnamigen Vernichtungslager im Osten Polens aus dem Jahr 1943.
2021 war Philippe Reinhardt in dem 6. Film der ARD-Reihe Die Diplomatin mit dem Titel Mord in St. Petersburg in der Rolle eines russischen Spions zu sehen.
Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022 beendete er seine Karriere in Russland, insgesamt hat er dort in 30 Filmen mitgewirkt.Andreas Tobler: Zürcher macht Karriere in Russland – und taucht in einem Propagandavideo auf. In: Tages-Anzeiger, 18. August 2025.
Reinhardt gründete 2023 eine Produktionsfirma. Er ist mit einer Ukrainerin verheiratet, Vater einer Tochter und lebt in Berlin und Zürich.
Filmografie 2004: Querschläger 2004: The Love I stole 2005: Der siebte Gang 2005: Jean-Luc 2005: Hey Chef 2006: Kein Bund für’s Leben 2006: Miss Luzifer 2007: SOKO 5113 – Tief gefallen 2007: Unter meinem Bett 2008: Der Schatten des Geldes 2008: 1½ Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde 2008: SOKO 5113 – Der Nachfolger 2008: Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei 2008: Champions 2009: Der Zauberregen 2009: The quatering act 2009: Da kommt Kalle – Echte Freunde 2009: Faktor 8 – Der Tag ist gekommen 2010: Nachtexpress 2010: Die Mike-Lenn-Vision 2012: Overbooked – Leuchtturm, Leichen & Pasteten 2012: Match 2013: Stalingrad 2014: Simplify your soul – Das Ende der Liebe 2014: The perfect Husband 2016: „Zhenich“ („Der Brautigam“) 2017: Arzt mit Nebenwirkung 2018: Sobibor 2019: Love Made Easy 2019–2022: True North 2020: Bail 2020–2022: Contamin 2020: The Match 2021: Die Diplomatin – Mord in St. Petersburg 2022: Diversant 2025: Make Me Feel
Weblinks
Website von Philippe Reinhardt
Vita bei seiner Agentur
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Darstellender Künstler (Zürich) Kategorie:Darstellender Künstler (Berlin) Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1981 Kategorie:Mann