Südliches Anhalt ist eine Stadt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt.
Geographie Stadtgliederung
Die Stadt Südliches Anhalt gliedert sich in 24 Ortschaften und 51 Ortsteile: (PDF; 84 kB) Ortschaft zugehörigeOrtsteile Edderitz Edderitz Pfaffendorf Pilsenhöhe Fraßdorf Fraßdorf Glauzig Glauzig Rohndorf Görzig Görzig Station Weißandt-Gölzau Gröbzig Stadt Gröbzig Großbadegast Großbadegast Kleinbadegast Pfriemsdorf Hinsdorf Hinsdorf Libehna Libehna Locherau Repau Maasdorf Maasdorf Meilendorf Körnitz Meilendorf Zehmigkau Piethen Piethen Prosigk Cosa Fernsdorf Pösigk Prosigk Ziebigk Ortschaft zugehörige Ortsteile Quellendorf Diesdorf Quellendorf Radegast Stadt Radegast Reinsdorf Reinsdorf Reupzig Breesen Friedrichsdorf Reupzig Storkau Riesdorf Riesdorf Scheuder Lausigk Naundorf vor der Haide Scheuder Trebbichau an der Fuhne Hohnsdorf Trebbichau an der Fuhne Werdershausen Werdershausen Weißandt-Gölzau Klein-Weißandt Gnetsch Weißandt-Gölzau Wieskau Cattau Wieskau Wörbzig Wörbzig Zehbitz Lennewitz Wehlau Zehbitz Zehmitz
Am 1. Juli 2014 trat das neue Kommunalverfassungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt in Kraft. In dessen §14 (2) wird den Gemeinden die Möglichkeit gegeben, den Ortsteilen, die vor der Eingemeindung Städte waren, diese Bezeichnung zuzuerkennen.Kommunalverfassungsgesetz des Landes in der Fassung vom 1. Juli 2014 Die Stadt Südliches Anhalt hat von dieser Regelung Gebrauch gemacht. Ihre neue Hauptsatzung ist mit Wirkung vom 14. Januar 2015 in Kraft getreten. Im §8 (1) werden die Ortsteile mit ihren amtlichen Namen aufgeführt. Die Ortschaften sind nicht betroffen.Hauptsatzung in der Fassung vom 14. Januar 2015
Geschichte Bis 1950 lagen im heutigen Stadtgebiet zwei Städte und 45 Landgemeinden. 2009 waren nach zahlreichen Eingemeindungen 21 selbstständige Gemeinden verblieben, die sich in der Verwaltungsgemeinschaft Südliches Anhalt organisierten. 18 davon, namentlich Edderitz, Fraßdorf, Glauzig, Großbadegast, Hinsdorf, Libehna, Maasdorf, Meilendorf, Prosigk, Quellendorf, Radegast, Reupzig, Riesdorf, Scheuder, Trebbichau an der Fuhne, Weißandt-Gölzau, Wieskau und Zehbitz, schlossen sich im Zuge der Gemeindegebietsreform Sachsen-Anhalt zum 1. Januar 2010 freiwillig zur neuen Einheitsgemeinde mit Stadtrecht zusammen. StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010
Die ebenfalls zur Verwaltungsgemeinschaft gehörende Stadt Gröbzig sowie die Gemeinden Görzig und Piethen haben den Gebietsänderungsvertrag zur Bildung der Stadt Südliches Anhalt nicht unterzeichnet, wurden von dieser jedoch mitverwaltet, bis sie am 1. September 2010 eingemeindet wurden. Wegen der faktischen Zwangseingemeindung der Gemeinde Görzig war ein Verfassungsbeschwerde-Verfahren anhängig,Information im Sender »Deutschlandradio Kultur« am 30. Juli 2011 das abgewiesen wurde.https://verfassungsgericht.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/MJ/MJ/lvg/LVerfG-LSA_20140523_16-11_Gemeindegebietsreform_Groebzig_ABI.pdf
Eingemeindungen
Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung Cattau 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Wieskau Cosa 1. Januar 2005 Eingemeindung nach Prosigk Diesdorf 1. Januar 1957 Eingemeindung nach Quellendorf Edderitz 1. Januar 2010 Fernsdorf 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Prosigk Fraßdorf 1. Januar 2010 Friedrichsdorf 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Storkau Glauzig 1. Januar 2010 Görzig 1. September 2010 Verfassungsbeschwerde wurde eingereicht Gröbzig 1. September 2010 Großbadegast 1. Januar 2010 Hinsdorf 1. Januar 2010 Hohnsdorf 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Trebbichau an der Fuhne Kleinbadegast 1. Januar 1970 Eingemeindung nach Großbadegast Kleinweißandt 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Weißandt-Gölzau Körnitz 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Meilendorf Lausigk 1. Oktober 1961 Eingemeindung nach Scheuder Lennewitz 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Zehbitz Libehna 1. Januar 2010 Locherau 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Libehna Maasdorf 1. Januar 2010 Meilendorf 1. Januar 2010 Naundorf 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Lausigk Pfaffendorf 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Edderitz Pfriemsdorf 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Kleinbadegast Piethen 1. September 2010 Pösigk 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Cosa Prosigk 1. Januar 2010 Quellendorf 1. Januar 2010 Radegast 1. Januar 2010 Reinsdorf 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Görzig Repau 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Libehna Reupzig 1. Januar 2010 Riesdorf 1. Januar 2010 Rohndorf 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Glauzig Scheuder 1. Januar 2010 Storkau 1. Januar 1957 Eingemeindung nach Reupzig Trebbichau an der Fuhne 1. Januar 2010 Wehlau 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Zehbitz Weißandt-Gölzau 1. Januar 2010 Werdershausen 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Gröbzig Wieskau 1. Januar 2010 Wörbzig 1. Januar 2004 Eingemeindung nach Gröbzig Zehbitz 1. Januar 2010 Zehmigkau 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Meilendorf Zehmitz 10. Oktober 1965 Eingemeindung nach Zehbitz Ziebigk 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Cosa
Bevölkerung Jahr Einwohner 2010 14.662 2015 13.810 2020 13.227 2021 13.146 2022 13.038 2023 12.953 2024 12.857 2025 12.778
Stand: 31. Dezember des jeweiligen Jahres (Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022
Politik Stadtrat Der Stadtrat von Südliches Anhalt besteht aus 28 Mitgliedern und dem Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024
Partei / Wählergruppe Stimmenanteil2019Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 Sitze2019 Stimmenanteil2024 Sitze2024 AfD – – 26,9 % 8 CDU 23,1 % 6 23,8 % 7 Freie Wählergemeinschaft Anhalt 25,8 % 7 20,8 % 6 Die Linke 20,5 % 6 12,7 % 4 Ortsbürgermeister und Interessenvertreter 25,1 % 7 11,6 % 3 SPD 2,6 % 1 1,7 % – Pro Edderitz – – 1,4 % – Einzelbewerber Christian Hauenstein – – 1,1 % – Einzelbewerber Daniel Richter 2,9 % 1 – – Insgesamt 100 % 28 100 % 28
Bürgermeister 2010–2016: Burkhard Bresch (Die Linke) seit 2016: Thomas Schneider (parteilos)
Die erste Wahl des hauptamtlichen Bürgermeisters für die zu bildende Stadt fand am 29. November 2009 statt. Bresch (Die Linke) wurde mit 50,4 % der gültigen Stimmen gewählt. der Wahl am 29. November 2009 Er war vorher letzter Bürgermeister der eingemeindeten Gemeinde Weißandt-Gölzau.
Bei der Bürgermeisterstichwahl am 6. November 2016 setzte sich Schneider mit 66,9 % der gültigen Stimmen gegen den bisherigen Amtsinhaber Bresch durch. Er wurde in der Bürgermeisterwahl am 10. September 2023 mit 51,4 % der gültigen Stimmen in seinem Amt bestätigt. Seine Amtszeit beträgt sieben Jahre.Kommunalverfassungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt, § 61
Verwaltung Der Hauptsitz der Stadtverwaltung befindet sich in Weißandt-Gölzau. Weitere Verwaltungsstellen der Stadt gibt es in den Ortschaften Gröbzig und Quellendorf.
Sehenswürdigkeiten und Kultur
Verkehr Südliches Anhalt liegt mit dem Haltepunkt Weißandt-Gölzau an der Bahnstrecke Magdeburg–Leipzig.
Weblinks
Offizielle Website der Stadt Südliches Anhalt
Einzelnachweise
Kategorie:Stadt in Sachsen-Anhalt Kategorie:Gemeindegründung 2010 Kategorie:Stadtrechtsverleihung 2010