Wilhelm von Harnier (* 1836 in Echzell; † 23. November 1861 bei Gondokoro, heute im Südsudan) war ein deutscher Afrikareisender.
Genealogie Die Familie von Harnier stammte aus der wallonischen, um 1650 nach Deutschland eingewanderten Hugenottenfamilie Harnier. Sein Großvater war Heinrich Wilhelm Karl von Harnier (* 1767 Kassel; † 1823 München), preußischer Legationsrat, später großherzoglich hessischer Geheimer Rat, außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister, wie auch Bundestagsgesandter. Sein Vater Kaspar Georg Wilhelm von Harnier (* 1800 München; † 1838 Meran) war hessen-darmstädtischer Legationsrat und Münchener Maler.
Leben und Wirken Wilhelm von Harnier war anfangs Offizier und ging 1856 aus Gesundheitsgründen nach Ägypten und Syrien. Er besuchte 1859 den Blauen Nil und dessen Nebenfluss Dinder und brach im Juli 1860 zum Weißen Nil auf, wurde aber, noch nicht 27 Jahre alt, am 23. November 1861 bei Gondokoro von einem Büffel auf der Jagd getötet. Seine Eindrücke hatte er mit Aquarellen und Zeichnungen festgehalten.
Werke Reise am obern Nil, Darmstadt 1866, https://doi.org/10.11588/diglit.26394#0010
Literatur
, Neffe von Harnier, Heinrich Wilhelm Karl von (1767–1823).
Annika Nickel: Sammlung Wilhelm Freiherr von Harnier (1836–1861). In: dies.: Vom Wüstensand in den Schaukasten. Bd. 2: Katalog zu den ägyptischen Sammlungen des Hessischen Landesmuseums Darmstadt und der Sammlung Nassauischer Altertümer Wiesbaden. PeWe Verlag, Gladbeck 2022 (Sonderschriften; 3.2), ISBN 978-3-935012-54-6, S. 71–82.
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