mini|Prinz Heinrich von Preußen. Ölgemälde: Franz Ludwig Catel. VormalsGerd Bartoschek, Christoph Martin Vogtherr: Zerstört-Entführt-Verschollen. Die Verluste der Preussischen Schlösser. Gemälde. I, Hrsg. Stiftung Preussische Schlösser und Gärten Berlin – Brandenburg, Potsdam/Berlin 2004. Hohenzollernmuseum Schloss Monbijou.Friedrich Heinrich Karl von Preußen (* 30. Dezember 1781 in Berlin; † 12. Juli 1846 in Rom) war ein preußischer Prinz, General der Infanterie und Großmeister des Johanniterordens.
Leben Heinrich war ein Sohn des Königs Friedrich Wilhelm II. von Preußen (1744–1797) aus dessen zweiter Ehe mit Friederike (1751–1805), Tochter des Landgrafen Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt.
Heinrich wurde am 5. September 1795 als Fähnrich bei der Leibkompanie des I. Bataillons Garde eingestellt. Im weiteren Verlauf seiner Militärkarriere nahm er als Oberst am Feldzug 1806/07 gegen die Franzosen teil. In der Schlacht von Auerstedt überließ Gerhard von Scharnhorst ihm sein Pferd, weil sein eigenes getötet wurde. 1807 wurde er Chef des Infanterieregiments „von Schöning“. Am Feldzug 1813 beteiligte sich der Prinz im Hauptquartier des russischen Generals Wittgenstein. Nach Kriegsende erfolgte am 31. Mai 1815 seine Beförderung zum General der Infanterie.
Heinrich fungierte bereitsJulius v. Pflugk-Harttung: Die Anfänge des Johanniter-Ordens in Deutschland besonders in der Mark Brandenburg und in Mecklenburg. Mit: Die Bestände des Geheimen Staats-Archives: Urkunden und Acten der Bal(l)ei Brandenburg. Pkt. 42. J. M. Spaeth`s Verlag, Berlin 1899, S. 152. seit 1800 als Koadjutor des letzten Herrenmeisters der Ballei Brandenburg des Johanniterordens in SonnenburgC. C. C. Gretschel (†), Friedrich Bülau: Geschichte des Sächsischen Volkes und Staates. Band 3, 1. Auflage-1853-G. C. Orthaus-Beyer, 2. Auflage, Verlag J. C. Hinrich`sche Buchhandlung, Leipzig 1863, S. 410. Prinz August Ferdinand von Preußen. Die Ballei wurde 1811 aufgelöst. Heinrichs Bruder Friedrich Wilhelm III. stiftete im Jahr darauf den Königlich-Preußischen Johanniterorden. 1813 wurde Heinrich Herrenmeister der evangelischen Ballei Brandenburg des ritterlichen Hospitaliter-Ordens von St. Johannes von Jerusalem. Unter Heinrich wurde in Bukarest eine Diakonissenanstalt errichtet. Das dienstälteste Johanniter-Krankenhaus der Neuzeit in Jüterbog wurde erst in den 1850er Jahren unter dem neuen Herrenmeister Prinz Carl von Preußen durch Initiative des brandenburgischen Kommendators Adolf Friedrich August von Rochow-Stülpe gegründet.
Heinrich lebte seit 1819 ständig in Rom. Dies hatte der König nur genehmigt, weil der stets kränkliche Heinrich bei einer Soirée in Ohnmacht gefallen war. Seine letzten 20 Lebensjahre verbrachte Heinrich bettlägerig. Sein Adjutant war lange Zeit Generalmajor Graf Friedrich Wilhelm von Lepel (1774–1840), auf den 1845 der spätere Generalfeldmarschall Helmuth Karl Bernhard von Moltke folgte.
Er war Ritter des Schwarzen Adlerordens, des Eisernen Kreuzes, des russischen Andreasordens, des Georgsordens und des Großkreuzes des Wladimirordens.
Heinrich wurde im Berliner Dom bestattet. Von 1849 bis 2022 war der Heinrichplatz in Berlin-Kreuzberg nach ihm benannt.Heinrichplatz – jetzt Rio-Reiser-Platz. Kauperts Straßenführer durch Berlin.
Abstammung
Literatur Leopold Freiherr von Zedlitz-Neukirch: Der Preussische Staat in allen seinen Beziehungen. Band 1, August Hirschwald, Berlin 1835, S. 149. Heinrich Haeser: Geschichte christlicher Kranken-Pflege und Pflegerschaften. Verlag von Wilhelm Hertz, Berlin 1857, S. 55 f.
Theodor Fontane: Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Band 1 (Grafschaft Ruppin), 2. Auflage, mit: „Ruppiner Garnison“ – Das Regiment Prinz Ferdinand N. 34 (bei Auerstedt), Verlag von Wilhelm Hertz (Bessersche Buchhandlung), Berlin 1892, S. 201–222. Kurt von Priesdorff: Soldatisches Führertum. Band 3. Hanseatische Verlagsanstalt Hamburg, o. O. [Hamburg], o. J. , S. 265–266, , Nr. 1122.
Einzelnachweise
Kategorie:Friedrich Wilhelm II. (Preußen) Kategorie:Friederike Luise von Hessen-Darmstadt Kategorie:Herrenmeister (Johanniterorden) Kategorie:Prinz (Preußen) Kategorie:Hohenzoller (Linie Brandenburg-Preußen) Kategorie:General der Infanterie (Königreich Preußen) Kategorie:Person in den Koalitionskriegen (Preußen) Kategorie:Ritter des Schwarzen Adlerordens Kategorie:Träger des Ordens des Heiligen Georg Kategorie:Träger des Ordens des Heiligen Wladimir
Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1781 Kategorie:Gestorben 1846 Kategorie:Mann