Die Liste der Großsteingräber in Sachsen-Anhalt umfasst alle circa 470 bis 480 bekannten Großsteingräber auf dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Darüber hinaus sind 120 Flurnamenhinweise aufgeführt, die auf weitere Gräber, aber auch auf natürliche Formationen oder andere menschliche Hinterlassenschaften wie beispielsweise Menhire hinweisen könnten. Angaben zur Forschungsgeschichte, regionalen Verteilung und kulturellen Einordnung der Gräber finden sich im Artikel Megalithik in Sachsen-Anhalt.
Liste der Gräber Grab: Nennt die Bezeichnung des Grabes sowie gebräuchliche Alternativbezeichnungen Ort: Nennt die Gemeinde und ggf. den Ortsteil, in dem sich das Grab befindet. Landkreis: Nennt den Landkreis, dem die Gemeinde angehört. ABI: Landkreis Anhalt-Bitterfeld; BK: Landkreis Börde; DE: Dessau-Roßlau (kreisfreie Stadt); HZ: Landkreis Harz; JL: Landkreis Jerichower Land; MD: Magdeburg (kreisfreie Stadt); MSH: Landkreis Mansfeld-Südharz; SAW: Altmarkkreis Salzwedel; SDL: Landkreis Stendal; SK: Saalekreis; SLK: Salzlandkreis Typ: Unterscheidung verschiedener Grabtypen Urdolmen: kleine quadratische oder rechteckige Grabkammer mit vier Wandsteien und einem Deckstein, mit oder ohne Zugang Erweiterter Dolmen: rechteckige Grabkammer mit mindestens vier Wandsteinen an den Langseiten, zwei Decksteinen und Zugang an einer Schmalseite Großdolmen: rechteckige Grabkammer mit mindestens sechs Wandsteinen an den Langseiten, drei Decksteinen und Zugang an einer Schmalseite Polygonaldolmen: Grabkammer aus mindestens fünf Wandsteinen, vieleckiger oder runder Grundriss, meist ein einzelner großer Deckstein, seitlicher Zugang Ganggrab: rechteckige, trapezförmige oder konvexe Grabkammer mit mindestens drei Wandsteinpaaren an den Langseiten und Zugang an einer Langseite Galeriegrab: in den Boden eingetiefte rechteckige Grabkammer mit Zugang über einen Vorraum an einer Schmalseite Mitteldeutsche Kammer: kleines Derivat des Galeriegrabs mit einer Länge von bis zu 5 m Eingesenktes Kammergrab: auf westeuropäische Galeriegräber zurückgehende, in den Boden eingetiefte rechteckige Grabkammer mit Zugang über einen Vorraum an einer Schmalseite Kammerloses Hünenbett: langgestreckte Anlage mit rechteckiger oder trapezförmiger Hügelschüttung und steinerner Umfassung und Holzbau, Steinpackung oder Erdgrube anstelle einer megalithischen Grabkammer Steinkiste: kleine eingesenkte oder unterirdisch angelegte submegalithische Grabkammer mit vier Wandsteinen und einem Deckstein, ohne Zugang Mauerkammergrab: meist eingesenkte nichtmegalithische Grabkammer mit Wänden aus Trockenmauerwerk
Erhaltene Gräber