Der Landtagswahlkreis Rhein-Erft-Kreis III ist ein Landtagswahlkreis im Rhein-Erft-Kreis in Nordrhein-Westfalen. Er umfasst die Städte Brühl, Erftstadt und Wesseling sowie von der Stadt Kerpen die Stadtbezirke Kerpen, Balkhausen und Brüggen/Türnich.
Geschichte Zur Landtagswahl 1980 wurden die Wahlkreise in Nordrhein-Westfalen neu eingeteilt. So entstand der Landtagswahlkreis 11 Erftkreis III - Euskirchen I, welcher aus dem damaligen Erftkreis die Gemeinden Brühl, Erftstadt und Wesseling sowie aus dem Kreis Euskirchen die Gemeinden Weilerswist und Zülpich umfasste. Alle anderen Gemeinden im Kreis Euskirchen bildeten den Wahlkreis Euskirchen II, beide Wahlkreise zusammen entsprachen dem noch heute in dieser Form existenten Bundestagswahlkreis Euskirchen – Erftkreis II.
1990 gab es eine erste Änderung, wobei der Wahlkreis Erftkreis III - Euskirchen I Teile von Zülpich an Euskirchen II verlor. 2000 wurden die Wahlkreise im Erftkreis und im Kreis Euskirchen nochmal komplett neu eingeteilt, Brühl, Erftstadt und Wesseling bildeten nunmehr den Wahlkreis 14 Erftkreis IV. Weilerswist und Zülpich gehörten seitdem zum Landtagswahlkreis Euskirchen I.
Die Neueinteilung der Wahlkreise zur Landtagswahl 2005 hatte auf diesen Wahlkreis keinen Einfluss, nur dass sich der Wahlkreis seitdem Rhein-Erft-Kreis III nennt. Zur Landtagswahl 2010 kamen aus dem Wahlkreis Rhein-Erft-Kreis II die Kerpener Stadtteile Balkhausen, Brüggen und Türnich dazu, zur 2022 wechselte auch der Stadtbezirk Kerpen zum Wahlkreis Rhein-Erft-Kreis III.
Von 1980 bis 2000 konnte die SPD den Wahlkreis stets für sich gewinnen, im Jahr 2005 gewann erstmals die CDU, die ihn auch 2010, 2017 und 2022 für sich entscheiden konnte. Dazwischen gelang es Dagmar Andres 2012 den Wahlkreis vorübergehend für die SPD zurückzugewinnen.
Landtagswahl 2022
Wahlberechtigt waren 112.827 Einwohner. ParteiErststimmenZweitstimmenAnzahl%Anzahl%Wahlberechtigte112 827100112 827100Wähler64 45857,164 45857,1Ungültige Stimmen64314980,8Gültige Stimmen63 81510063 960100davonGregor GollandCDU23 64537,123 60336,9Halil OdabasiSPD16 26025,515 96825Gabriele MolitorFDP4 3096,83 9416,2Norbert RaatzAfD3 3945,33 4635,4Simone SpicaleGRÜNE12 27419,211 91018,6Simon PapelDIE LINKE1 2171,91 1711,8Ioannis MiliosPIRATEN62212870,4Die PARTEI––4170,7David HeldFREIE WÄHLER1 26927291,1BIG––300ÖDP––720,1Volksabstimmung––440,1MLPD––110DIE VIOLETTEN––270Gesundheitsforschung––560,1ZENTRUM––250DKP––180Robert JungnischkedieBasis5610,95490,9DSP––420,1Die Urbane.––330,1LIEBE––900,1FAMILIE––1260,2neo––110Die Humanisten––730,1PdF––500,1LfK––460,1Tierschutzpartei––6451Thomas Bauer-JazayeriTeam Todenhöfer2640,41910,3Volt––3320,5
Landtagswahl 2017
Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in % Dagmar Andres SPD 35,0 30,4 Gregor Golland CDU 37,1 33,4 Johannes Bortlisz-Dickhoff GRÜNE 5,0 6,2 Ralph Bombis FDP 9,4 13,6 Harry Hupp PIRATEN 1,5 0,8 Ulrich Recht LINKE 3,7 4,2 Reinhold Graf AfD 3,7 7,9 - Sonstige 1,4 3,5
Wahlberechtigt waren 104.139 Einwohner. Wie bereits 2010 wurde der Christdemokrat Gregor Golland direkt in den Landtag gewählt. Der FDP-Direktkandidat Ralph Bombis gelangte – wie schon 2012 – über die Landesliste seiner Partei in den Landtag. Die bisherige Wahlkreisabgeordnete Dagmar Andres schied aus dem Landtag aus, da ihr Landeslistenplatz 75 nicht zum Einzug in den Landtag ausreichte.
Landtagswahl 2012
Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in % Gregor Golland CDU 32,8 25,4 Dagmar Andres SPD 43,5 38,6 Johannes Bortlisz-Dickhoff GRÜNE 8,4 11,7 Ralph Bombis FDP 5,3 10,0 Jonas Bens LINKE 2,3 2,2 Wolfgang Gerstenhöfer PIRATEN 7,7 7,5 - Sonstige - 4,5
Wahlberechtigt waren 104.396 Einwohner.
Landtagswahl 2010
Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in % Gregor Golland CDU 40,2 35,7 Helge Herrwegen SPD 37,2 33,2 Johannes Bortlisz-Dickhoff GRÜNE 9,9 12,0 Ralph Bombis FDP 5,3 7,4 Sascha Jügel LINKE 5,1 5,2 Jürgen Hintz Pro NRW 2,1 2,0 Halis Özdogan BIG 0,2 0,2 - Sonstige - 4,0
Wahlberechtigt waren 104.284 Einwohner.
Landtagswahl 2005
Direktkandidat Partei Stimmen in % Michael Breuer CDU45,6 Edgar Moron SPD36,9 Ralph Bombis FDP7,0 Elmar Gillet GRÜNE5,8 Hardy Kasperek WASG1,7 Till Juchem Die PARTEI1,3 Heinz Schirmer NPD1,0 Tibor Herzog PDS0,9 Miriam Baum REP0,6
Damit wurde Michael Breuer gewählt, Edgar Moron zog per Liste in den Landtag ein. Wahlberechtigt waren 95.719 Einwohner.
Landtagswahl 2000
Erftkreis IV
Direktkandidat Partei Stimmen in % Edgar Moron SPD43,3 Michael Breuer CDU38,0 Harald Dudzus FDP10,8 Johannes Bortilsz-Dickhoff GRÜNE6,1 Regina Wildies PDS0,9 Angelika von Dewitz DIE FRAUEN0,8
Wahlberechtigt waren 93.627 Einwohner.
Erftkreis III Bei der Landtagswahl 2000 existierte bereits ein Wahlkreis mit dem Namen Erftkreis III und der Nummer 13, welcher die Gemeinden Frechen und Hürth umfasste. Wahlberechtigt waren damals 73.794 Einwohner.
Direktkandidat Partei Stimmen in % Hardy Leonhard Fuß SPD46,1 Wilhelm "Willi" Zylajew CDU37,4 Michaela Gawel FDP9,3 Horst Lambertz GRÜNE6,1 Jörg Detjen PDS1,2
Damit wurde Hardy Leonhard Fuß direkt in den Landtag gewählt. Frechen und Hürth gehören seit 2005 zum Landtagswahlkreis Rhein-Erft-Kreis II. Wahlberechtigt waren 73.794 Einwohner.
Weblinks Wahlergebnisse des Wahlkreises Rhein-Erft-Kreis III aus dem Jahre 2012 Wahlergebnisse des Wahlkreises Rhein-Erft-Kreis III aus dem Jahre 2010 Wahlergebnisse des Wahlkreises Rhein-Erft-Kreis III aus dem Jahre 2005 Wahlergebnisse des Wahlkreises Rhein-Erft-Kreis IV aus dem Jahre 2000 Wahlergebnisse des Wahlkreises Rhein-Erft-Kreis III aus dem Jahre 2000
Einzelnachweise
Rhein-Erft-Kreis III Kategorie:Politik (Rhein-Erft-Kreis)