Christine Streuli (* 1975 in Bern) ist eine Schweizer Künstlerin.

Leben Christine Streuli wuchs in Zürich, Chicago und Langenthal auf. Von 1997 bis 2001 studierte sie an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich und an der Hochschule der Künste in Berlin. Sie lebt und arbeitet in Berlin. 2015 wurde sie an die Universität der Künste Berlin berufen, wo sie seither eine Professur innehat.

Werk mini|guaranteed realAcryl und Lack auf Baumwolle240 × 190 cm Streuli wurde mit ihren grossformatigen, ausnehmend farbigen und ornamentalen Bildern bekannt. Häufig wurden ihre Gemälde als Farbmanifeste bezeichnet, die durch die unterschiedlichsten kulturellen Quellen inspiriert sind und welche sie zu einem dichten Kosmos vereint. Sie nimmt in der aktuellen Kunst eine besondere Stellung ein, da sie nach neuen Ausdrucksformen in der Malerei sucht, die sich weder eindeutig der Gegenständlichkeit noch der Abstraktion zurechnen lassen.

Die Bilder sind stets mehrschichtig aufgebaut, wobei sich die Künstlerin der unterschiedlichsten malerischen Verfahren bedient. Selten arbeitet sie mit dem klassischen Malerwerkzeug des Pinsels, vielmehr sprüht, schüttet oder spritzt sie Farbe auf ihre Leinwände oder bedient sich drucktechnischer Verfahren. Sie benutzt Rechen, Schablonen, Kratzer oder andere Gegenstände. Häufig wählt sie eine grelle, fast übersteigerte Farbigkeit. Streulis Ausstellungen sind meist geprägt von raumfüllenden Inszenierungen, bei denen die Malerei weit über die Ränder und Bilder hinaus strahlt und sich über die Wände, den Boden und die Decke erstreckt.

Ihre Werke sind in umfangreichen Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen, unter anderem vertrat sie 2007 die Schweiz auf der 52. Biennale in Venedig. Ihre Arbeiten waren zudem im Aargauer Kunsthaus, im Kunsthaus Langenthal, im Kunstmuseum Luzern, im Kunstmuseum Bonn, im Haus am Waldsee in Berlin und in der Berlinischen Galerie zu sehen. Ihre Bilder sind in zahlreichen öffentlichen Sammlungen, darunter im Kunsthaus Zürich, in der Berlinischen Galerie – Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur, dem Museum Folkwang Essen und dem Kunstpalast Düsseldorf, vertreten.

Auszeichnungen, Preise und Stipendien 2020: BEWE Kunstpreis 2020, BEWE Stiftung Basel, Schweiz 2017: Fred-Thieler-Preis 2017, Berlinische Galerie – Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur, Berlin, Deutschland 2009/10: Artist in Residence in London, England, Landis & Gyr Stiftung, Schweiz 2006: Artist in Residence in San Francisco, USA, Headlands Center for the Arts, Stadt Zürich, Schweiz 2005: Kiefer Hablitzel Preis, Kiefer Hablitzel Stiftung, Schweiz; Nominierung für den Dorothea-von-Stetten-Kunstpreis, Kunstmuseum Bonn, Deutschland 2004/05/06: Swiss Art Awards, Schweizer Bundesamt für Kultur, Schweiz 2003: Artist in Residence in Kairo, Ägypten, Pro Helvetia, Zürich, Schweiz 2001/02: International Studio & Curatorial Program (ISCP), New York, USA, Yvonne Lang Chardonnens Stiftung Zürich, Schweiz

Einzelausstellungen (Auswahl)

Gruppenausstellungen (Auswahl)

Werke in öffentlichen Sammlungen (Auswahl) Werke von Christine Streuli befinden sich unter anderem in Museumssammlungen wie im Kunsthaus Zürich, im Aargauer Kunsthaus Aarau, im Museum zu Allerheiligen Schaffhausen, in der Kunstsammlung der Stadt Zürich, der Kunstsammlung des Kantons Zürich, in der Bundeskunstsammlung / Bundesamt für Kultur, im Museum Folkwang Essen, Im Kunstpalast Düsseldorf, in der Berlinischen Galerie – Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur sowie unter anderem in Unternehmenssammlungen wie der Sammlung BEKB I BCBE, der Kunstsammlung Julius Bär, der Kunstsammlung der Zürcher Kantonalbank, der Sammlung Schweizerische Nationalbank und der Sammlung UBS AG.

Literatur (Auswahl) Lange Arme, kurze Beine. Christine Streuli. Ausst.-Kat. / exh. Cat. Kunstmuseum Thun, hrsg. Von / ed. by Kunstmuseum Thun, Helen Hirsch, mit Texten / texts by Helen Hirsch, Bettina Steinbrügge, Naoko Mabon und einem Artiststatement / with artist statement by Christine Streuli, VfmK Verlag für moderne Kunst GmbH, Wien 2020, ISBN 978-3-903320-61-1 Daniel Morgenthaler, »Christine Streuli – Deus ex Pictura«, in: Kunstbulletin, 5/2019 / Mai 2019, S. / pp. 48–51 Fred Thieler Preis 2017. Christine Streuli, Ausst.- Kat. / exh. Cat. Berlinische Galerie, hrsg. von / ed. by Berlinische Galerie – Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur, mit einem Vorwort von / with a foreword by Dr. Thomas Köhler und einem Text / and a text by Dr. Tobia Bezzola, Berlin 2017, ISBN 978-3-940208-49-1. Miriam Wiesel, »Christine Streuli – Warpaintings«, in: Kunstbulletin, 5/2017 / Mai 2017, S. / pp. 88–89 Gabi Czöppan, »Interview mit Christine Streuli«, in: H.O.M.E., 2017, S. / pp. 152–155 Vitamin PS, New perspectives in painting, hrsg. von / ed. by Phaidon Press 2016, mit Text / with text by Michele Robecchi, Phaidon Press, London / New York 2016, ISBN 978-0-7148-7145-5 Off the Wall, Ausst.-Kat. / exh. Cat. Kunsthalle Nürnberg, hrsg. von / ed. by Kunsthalle Nürnberg, mit Texten von / with texts by Harriet Zilch, Daniel Scheiber, Kristin Schmidt, Gregor Jansen, Romana Heinlein, Christian Egger, Verlag für moderne Kunst, Nürnberg 2014, ISBN 978-3-86984-502-9 19th Biennale of Sydney 2014. You imgine what you desire, Ausst.-Kat. / exh. Cat. hrsg. von / ed. By 19th Biennale of Sydney 2014, ISBN 978-0-9578023-1-5 Nonstoppainting. Christine Streuli, Ausst.-Kat. / exh. Cat. Haus am Waldsee Berlin, hrsg. von / ed. by Dr. Katja Blomberg, Berlin, mit Texten von / with texts by Katja Blomberg, Barbara von Flüe, Walther König Verlag, Köln 2014, ISBN 978-3-86335-472-5 Christine Streuli, Fanni Fetzer (Hrsg.), Terry R. Myers, Michele Robecchi: CS. Christine Streuli. Kunstmuseum Luzern, 2013, ISBN 978-3-7757-3555-1. Sven Drühl, »Neue Abstraktion in der aktuellen Malerei, Christine Streuli«, in: Kunstforum International, 206, 2011, S. / p. 70 Konrad Tobler, »Christine Streuli«, in: Künstler – Kritisches Lexikon der Gegenwartskunst, 93, 7, München / Munich 2011 Wir sind Orient. Zeitgenössische Arabesken, Ausst.-Kat. / exh. cat. Museum Marta Herford, Herford hrsg. von / ed. by Museum Marta Herford 2011 Felicità. Freude, Glück und Emotionen in der zeitgenössischen Kunst, Ausst.-Kat. / exh. cat. CentrePasquArt, Biel, Verlag für moderne Kunst Nürnberg 2010, ISBN 978-3-86984-120-5 Stefan Wagner, »Interview mit Christine Streuli«, in: Artcollector, 3, 2010, S. / pp. 30–33 Im Schatten der Pyramiden. Kunstschaffende aus der Schweiz in Kairo, Ausst.-Kat. / exh. cat. Haus für Kunst Uri, Uri 2009 Boden und Wand / Wand und Fenster / Zeit, Ausst.-Kat. / exh. cat. Helmhaus Zürich, hrsg. von / ed. by Roman Kurzmeyer, Edition Fink Zürich / Zurich 2009, ISBN 978-3-03746-136-5 Christine Streuli. Fusion Food, Ausst.-Kat. / exh. cat. Aargauer Kunsthaus, Aarau, mit einem Text von / with an essay by Stefan Kunz, Aarau, 2008 Album – On and Around. Urs Fischer, Yves Netzhammer, Ugo Rondinone, and Christine Streuli, Participating at the 52nd Venice Biennale 2007, hrsg. von / ed. by Daniel Kurjakovic, Bundesamt für Kultur, Bern & Zürich, 2007, ISBN 978-3-905770-70-4 Christine Streuli, Hendrik Schwantes (Hrsg.), Beat Wismer, Roman Kurzmeyer: Christine Streuli: colour distance, Swiss Pavilion at the 52nd Biennale in Venice. Eigenverlag, Burgdorf 2007. Christine Streuli, Fanni Fetzer (Hrsg.): Christine Streuli. Erholungsgebiet 1-16. Kunsthaus Langenthal 2007, ISBN 978-3-905817-01-0. Heinz-Norbert Jocks, »Entweder Rot oder Gelb. Interview mit Christine Streuli«, in: Kunstforum International, 188, 2007, S. / pp. 190–194 Claudia Spinelli, »Es geht um Behauptungen und Sich-Behaupten-Können«, in: Kunstbulletin, 6, Juni / June 2007, S. / pp. 42–51 Christine Streuli, Hendrik Schwantes (Hrsg.), Isabel Zürcher, Madeleine Schuppli, Roman Kurzmeyer: Christine Streuli: Bumblebeee. Verlag für moderne Kunst, Nürnberg 2006, ISBN 978-3-938821-66-4. Bruno Steiger, »Ein Bild wie Weihnachten in Las Vegas. Christine Streulis Jackpot«, in: Du, 5, Juni / June 2006, S. / pp. 20–21 Beat Wismer, »Die Schatten des Hintergrundes, oder: Malerei als latenter Ort, in dem die Bilder aufgehoben sind«, in: Dorothea-von-Stetten-Kunstpreis 2004, Ausst.-Kat. / exh. cat. Kunstmuseum Bonn, Bonn 2004, S. / pp. 92–111

Weblinks Website von Christine Streuli

auf eiskellerberg.tv (2011) Prof. Christine Streuli bei der Universität der Künste Berlin

Einzelnachweise

Christine Streuli auf artfacts

Kategorie:Teilnehmer einer Biennale di Venezia Kategorie:Maler (Schweiz) Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1975 Kategorie:Frau