Die Basketball-Weltmeisterschaft ist ein Turnier für Basketballnationalmannschaften, das seit 1950 von der FIBA alle vier Jahre veranstaltet wird. In der Geschichte des Turniers wurde das Veranstaltungsjahr mehrfach um ein Jahr (vor und zurück) verschoben. Neben den Wettbewerben für Männer und Frauen werden auch Jugendweltmeisterschaften in den Altersklassen U21, U19 und U17 ausgetragen.

Aktueller Weltmeister der Männer ist Deutschland, das Serbien im Finale der Basketball-Weltmeisterschaft 2023 mit 83:77 besiegen konnte.

Geschichte 1930 wurde auf dem Olympischen Kongress in Berlin beschlossen, Basketball in das Programm der Leichtathletikspiele (zu denen auch Fußball, Tennis, Polo und Hockey gehörten) aufzunehmen. Auf auf Initiative der Schweizerischen Basketball-Liga gründete sich am 18. Juni 1932 in Genf die FIBA. Gründungsmitglieder waren die nationalen Basketballverbände Argentiniens, Griechenlands, Italiens, Litauens, Portugals, Rumäniens, der Tschechoslowakei und der Schweiz. Im Februar 1935 wurde Basketball auf einer Sitzung des IOC-Exekutivkomitees in Oslo als olympische Sportart für die Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin zugelassen. Im selben Jahr organisierte die FIBA die erste Basketball-Europameisterschaft in Genf.

Die Idee einer eigenständigen Weltmeisterschaft entstand während des FIBA-Kongresses 1948 anlässlich der Olympischen Sommerspiele in London. Ziel war es, ein Turnier zwischen den Olympischen Spielen zu etablieren, das ähnlich wie die Fußball-Weltmeisterschaft der FIFA alle vier Jahre ausgetragen wird.

Die erste FIBA Basketball-Weltmeisterschaft fand 1950 in Buenos Aires statt. Argentinien gewann das Turnier und wurde damit erster Basketball-Weltmeister.

In den Anfangsjahren dominierten vor allem Mannschaften aus Nord- und Südamerika sowie Ost-Europa. Vor allem die Sowjetunion und Jugoslawien entwickelten sich ab Mitte der 1960er Jahre zu führenden Basketballnationen. Während dieser Zeit traten die Vereinigten Staaten lange Zeit ohne ihre NBA-Profispieler an.

Die 1990er-Jahre markierten eine prägende Phase im internationalen Basketball. Zu Beginn des Jahrzehnts zerfielen die Sowjetunion und Jugoslawien in mehrere Nachfolgestaaten, wodurch sich für andere Nationen erstmals realistische Chancen auf Titelgewinne eröffneten. Gleichzeitig änderte die FIBA ihre Regeln und erlaubte nun die Teilnahme von Profispielern. Dies ermöglichte den Vereinigten Staaten erstmals mit NBA-Spielern anzutreten, was das Niveau und die Aufmerksamkeit des internationalen Wettbewerbs deutlich steigerte.

2006 fand die WM zum ersten Mal in Asien statt. Japan war Gastgeberland und Spanien sicherte sich seinen ersten Titel.

2019 wurde das Teilnehmerfeld von 24 auf 32 Mannschaften erweitert.

Erstteilnahmen Insgesamt sind in der FIBA 212 nationale Verbände registriert. Bis einschließlich der WM 2023 waren über 60 dieser Verbände bei einer Weltmeisterschafts-Endrunde mit einer eigenen Auswahl vertreten. Die folgende Liste gibt einen Überblick der WM-Premieren aller bisherigen Teilnehmer einschließlich der zum jeweiligen Zeitpunkt gültigen Bezeichnung ihres Staates bzw. Teilstaates.

Fett geschriebene Mannschaften wurden bei ihrer ersten Teilnahme Weltmeister. mit einem * gekennzeichnete Mannschaften waren bei ihrer ersten Teilnahme gleichzeitig Ausrichter. Kursiv geschriebene Mannschaften gehörten zum Rechtsnachfolger aufgelöster Staaten bzw. Verbände und hatten in der offiziellen FIFA-Statistik die vollständigen Ergebnisse und Titel ihrer Vorgänger übernommen (siehe auch Fußnoten).

Jahr Erstteilnehmer 1950 * Die jugoslawische Nationalmannschaft bestand bis 1991. Zwischen 1995 und 2001 trat die Bundesrepublik Jugoslawien als Nachfolger an. Beide Nationalmannschaften repräsentierten „Jugoslawien“. Die Medaillen und Titeln werden daher zusammengerechnet, obwohl es sich nicht um die Nationalmannschaft desselben Staates handelt. Von 2003 bis 2005 trat die Basketballmannschaft von Serbien und Montenegro an, die völkerrechtlich identisch war, von der FIBA jedoch nicht als Nachfolger Jugoslawiens betrachtet wurde. Serbien und Montenegro nahm 2006 an der Basketball-Weltmeisterschaft teil, etwa zwei Monate nach dem Ende der Union. Die Mannschaft bestand überwiegend aus serbischen Spielern, ergänzt durch einen montenegrinischen Spieler. 1954 1959 1958 vereinten sich Ägypten und Syrien zur Vereinigten Arabischen Republik (VAR). Unter diesem Namen nahm das Team 1959 an der Basketball-Weltmeisterschaft teil. 1961 verließ Syrien die Union, Ägypten behielt jedoch den Namen VAR bis 1971 bei und trat 1970 unter diesem Namen erneut bei der WM an. Nach einer längeren Pause qualifizierte sich Ägypten 1990 wieder für die WM und nimmt seitdem erneut als Ägypten in den Weltmeisterschaften teil. 1963 1967 1970 1974 1978 1982 * 1986 Die Bundesrepublik Deutschland nahm erstmals 1986 an einer Basketball-Weltmeisterschaft teil. Aufgrund der deutschen Teilung trat das Team damals als BR Deutschland (engl. West Germany) an. Seit der Wiedervereinigung 1990 startet die Nationalmannschaft unter dem Namen Deutschland (engl. Germany) und wird vom Deutschen Basketball Bund (DBB) vertreten. Die DDR qualifizierte sich nie für eine Basketball-Weltmeisterschaft; ihr Basketballverband ging nach der Wiedervereinigung im DBB auf. Die FIBA erkennt das wiedervereinigte Deutschland als Kontinuität der westdeutschen Mannschaft an. 1990 1958 vereinten sich Ägypten und Syrien zur Vereinigten Arabischen Republik (VAR). Unter diesem Namen nahm das Team 1959 an der Basketball-Weltmeisterschaft teil. 1961 verließ Syrien die Union, Ägypten behielt jedoch den Namen VAR bis 1971 bei und trat 1970 unter diesem Namen erneut bei der WM an. Nach einer längeren Pause qualifizierte sich Ägypten 1990 wieder für die WM und nimmt seitdem erneut als Ägypten in den Weltmeisterschaften teil. 1994 Die Bundesrepublik Deutschland nahm erstmals 1986 an einer Basketball-Weltmeisterschaft teil. Aufgrund der deutschen Teilung trat das Team damals als BR Deutschland (engl. West Germany) an. Seit der Wiedervereinigung 1990 startet die Nationalmannschaft unter dem Namen Deutschland (engl. Germany) und wird vom Deutschen Basketball Bund (DBB) vertreten. Die DDR qualifizierte sich nie für eine Basketball-Weltmeisterschaft; ihr Basketballverband ging nach der Wiedervereinigung im DBB auf. Die FIBA erkennt das wiedervereinigte Deutschland als Kontinuität der westdeutschen Mannschaft an. 1998 Die jugoslawische Nationalmannschaft bestand bis 1991. Zwischen 1995 und 2001 trat die Bundesrepublik Jugoslawien als Nachfolger an. Beide Nationalmannschaften repräsentierten „Jugoslawien“. Die Medaillen und Titeln werden daher zusammengerechnet, obwohl es sich nicht um die Nationalmannschaft desselben Staates handelt. Von 2003 bis 2005 trat die Basketballmannschaft von Serbien und Montenegro an, die völkerrechtlich identisch war, von der FIBA jedoch nicht als Nachfolger Jugoslawiens betrachtet wurde. Serbien und Montenegro nahm 2006 an der Basketball-Weltmeisterschaft teil, etwa zwei Monate nach dem Ende der Union. Die Mannschaft bestand überwiegend aus serbischen Spielern, ergänzt durch einen montenegrinischen Spieler. 2002 2006 Die jugoslawische Nationalmannschaft bestand bis 1991. Zwischen 1995 und 2001 trat die Bundesrepublik Jugoslawien als Nachfolger an. Beide Nationalmannschaften repräsentierten „Jugoslawien“. Die Medaillen und Titeln werden daher zusammengerechnet, obwohl es sich nicht um die Nationalmannschaft desselben Staates handelt. Von 2003 bis 2005 trat die Basketballmannschaft von Serbien und Montenegro an, die völkerrechtlich identisch war, von der FIBA jedoch nicht als Nachfolger Jugoslawiens betrachtet wurde. Serbien und Montenegro nahm 2006 an der Basketball-Weltmeisterschaft teil, etwa zwei Monate nach dem Ende der Union. Die Mannschaft bestand überwiegend aus serbischen Spielern, ergänzt durch einen montenegrinischen Spieler. 2010 2014 2019 2023

Turniere im Überblick Jahr Ausrichter Finale Spiel um Platz 3 Land Spielorte Weltmeister Ergebnis Zweiter Platz Dritter Platz Ergebnis Vierter Platz 1950Details Argentinien Buenos Aires Argentinien 64:50 USA Chile 51:40 Brasilien 1954Details Brasilien Rio de Janeiro USA 62:41 Brasilien Philippinen 66:60 Frankreich 1959Details Chile Antofagasta, Concepción,Santiago de Chile, Temuco, Valparaíso Brasilien 81:67 USA Chile 86:85 Taiwan 1963Details Brasilien Belo Horizonte, Curitiba,Petrópolis, Rio de Janeiro, São Paulo Brasilien 90:71 Jugoslawien Sowjetunion 69:67 USA 1967Details Uruguay Córdoba, Mercedes,Montevideo, Salto Sowjetunion 71:59 Jugoslawien Brasilien 80:71 USA 1970Details Jugoslawien Karlovac, Ljubljana,Sarajevo, Skopje, Split Jugoslawien 74:68 Brasilien Sowjetunion 62:58 Italien 1974Details Puerto Rico Caguas, Ponce,San Juan Sowjetunion 82:79 Jugoslawien USA 83:70 Kuba 1978Details Philippinen Manila, Quezon City Jugoslawien 82:81 n. V. Sowjetunion Brasilien 86:85 Italien 1982Details Kolumbien Bogotá, Bucaramanga,Cali, Cúcuta, Medellín Sowjetunion 95:94 USA Jugoslawien 119:117 Spanien 1986Details Spanien Barcelona, Ferrol,Madrid, Málaga, Oviedo, Saragossa,Teneriffa USA 87:85 Sowjetunion Jugoslawien 117:91 Brasilien 1990Details Argentinien Buenos Aires Jugoslawien 92:75 Sowjetunion1 USA 107:105 Puerto Rico 1994Details Kanada Hamilton, Toronto USA 137:91 Russland Kroatien 78:60 Griechenland 1998Details Griechenland Marousi, Piräus BR Jugoslawien 64:62 Russland USA 84:61 Griechenland 2002Details USA Indianapolis BR Jugoslawien 84:77 n. V. Argentinien Deutschland 117:95 Neuseeland 2006Details Japan Hamamatsu, Hiroshima,Saitama, Sapporo,Sendai Spanien 70:47 Griechenland USA 96:81 Argentinien 2010Details Türkei Ankara, Istanbul,Izmir, Kayseri USA 81:64 Türkei Litauen 99:88 Serbien 2014Details Spanien Barcelona, Barakaldo,Granada, Las Palmas,Madrid, Sevilla USA 129:92 Serbien Frankreich 95:93 Litauen 2019Details Volksrepublik China Peking, Nanjing, Suzhou, Wuhan, Guangzhou, Shenzhen, Foshan, Dongguan Spanien 95:75 Argentinien Frankreich 67:59 Australien 2023Details Philippinen, Indonesien, Japan Bocaue, Quezon City, Pasay, Jakarta, Okinawa Deutschland 83:77 SerbienKanada 127:118 n. V. USA 2027Details Katar Doha 1Die UdSSR spielte ohne Spieler aus Litauen, Lettland und Estland.

Medaillenspiegel Stand: 2023 Rang Land 25px|Goldmedaillen 25px|Silbermedaillen 25px|Bronzemedaillen 45px|Gesamt 1 USA 5 3 4 12 2 (davon )(davon ) 5(3)(2) 3(3)(–) 2(2)(–) 10 3 Sowjetunion 3 3 2 8 4 Brasilien 2 2 2 6 5 Spanien 2 0 0 2 6 Argentinien 1 2 0 3 7 Deutschland 1 0 1 2 8 Russland 0 2 0 2 Serbien 0 2 0 2 10 Griechenland 0 1 0 1 Türkei 0 1 0 1 12 Chile 0 0 2 2 Frankreich 0 0 2 2 14 Kroatien 0 0 1 1 Philippinen 0 0 1 1 Litauen 0 0 1 1 Kanada 0 0 1 1

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Einzelnachweise

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