mini|hochkant|Berg mit Infotafel zum 8 Millionen Jahre jungen Vulkankegel mini|hochkant|Poröser Phonolith mit Natrolith-Kristallen vom Hohenkrähen.

Der Hohenkrähen („Krayen“) ist ein Berg vulkanischen Ursprungs nördlich von Singen im Hegau, gelegen im Landkreis Konstanz in Baden-Württemberg, Deutschland.

Lage und Umgebung Der Berg liegt zwischen den Dörfern Duchtlingen, Schlatt unter Krähen und Mühlhausen auf der Gemarkung Duchtlingen der Gemeinde Hilzingen.

Höhe Der Gipfel des Hohenkrähen befindet sich auf einer Höhe von und ragt als circa 200 Meter hoher Phonolith-Kegel Johannes Baier & Armin Scherzinger (2021): Das Vulkanfeld im Hegau. Aufschluss, 72(2): 58–69., auf dem sich die Burgruine Hohenkrähen befindet, aus der Umgebung heraus. Die wissenschaftliche Erforschung des Hohenkrähenss reicht bis ins späte 18. Jahrhundert zurück.Johannes Baier & Armin Scherzinger (2024): Geohistorische Bemerkungen zum Vulkanfeld im Hegau. Jh. Ges. Naturkde. Württemberg, 180, 277–301. Der Berg bietet eine gute Aussicht nach Nordwesten auf Hohenstoffeln, Mägdeberg und Hohenhewen sowie nach Südosten auf das westliche Bodenseegebiet, den Hohentwiel und bei entsprechendem Wetter bis zu den Alpen.

Geschichte Durch Einzelfunde lässt sich für den Hohenkrähen eine Besiedlung seit der Jungsteinzeit belegen. Römer – im Hangschutt des Hohenkrähen wurden in den Jahren 1983/84 insgesamt dreizehn römische Münzen aus der Zeit von der ersten Hälfte des 2. bis zur Mitte des 4. Jahrhunderts gefundenHans Stather: Hohenkrähen. In: Der römische Hegau, Kapitel „Alphabetischer Fundstellennachweis“, Seite 144f – und Alemannen nutzten den Berg als Kultstätte.

Zwischen 1180 und 1190 wird die Errichtung der Burg Hohenkrähen datiert – sie wurde von den Herren von Friedingen errichtet, die ab 1191 auch mit „de Craien“ bezeichnet wurden. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg vom Festungskommandanten des Hohentwiel Konrad Widerholt niedergebrannt. Seit diesem Zeitpunkt ist die Burg Hohenkrähen eine Ruine und wird nicht mehr genutzt.

Auch der geologisch interessierte Johann Wolfgang von Goethe hielt seine geologischen Reiseeindrücke zum Hohenkrähen in seinem Tagebuch fest, als er 1797 den Hegau durchreiste.Johannes Baier (2024): Goethes Aufenthalt im „vorschweizerischen“ Hegau. Aufschluss, 75(3): 182–191.

Nach vielen Besitzerwechseln pachtete die Pfadfinderschaft Grauer Reiter die Ruine ab 1956 von Graf Douglas Freiherr von Reischach.schlatt-unter-kraehen.de, abgerufen am 24. August 2023 Die Burg Hohenkrähen wird seither als „Jugendburg“ genutzt.

Botanisches An botanischen Raritäten beherbergt der Phonolithkegel unter anderem folgende Pflanzen: Graues Fingerkraut, Bleicher Schöterich (Erysimum crepidifolium), Berg-Steinkraut, Gefingerter Lerchensporn (Corydalis solida), Finger-Zahnwurz (Dentaria pentaphyllos), Klebriger Salbei (Salvia glutinosa) und Berg-Lauch (Allium senescens). Der Berg war komplett und ist heute noch teilweise mit Lindenwald bedeckt.

Seit 1983 ist der Berg als Naturschutzgebiet „Hohenkrähen“ ausgewiesen.

Literatur Arthur Hauptmann: Burgen – einst und jetzt. Burgen und Burgruinen in Südbaden und angrenzenden Gebieten. Band 1. Verlag Südkurier, Konstanz 1984, ISBN 3-87799-040-1 (4. Auflage 1990). (S. 11–14)

Siehe auch Liste von Vulkanen in Deutschland

Weblinks

Private Seite rund um Burg und Berg Hohenkrähen Virtueller Hohenkrähen-Rundgang

Einzelnachweise

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