Der Romero-Preis wird in Österreich seit 1980 von der Katholischen Männerbewegung (KMB) verliehen. Daneben gibt es in Deutschland den Oscar-Romero-Preis, der seit 2003 vom Förderverein des Bonner Oscar-Romero-HausesOscar-Romero-Haus Bonn: https://www.oscar-romero-haus.de/ verliehen wird. Beide Preise beziehen sich auf den Erzbischof von San Salvador Oscar Romero, der sich in seiner salvadorianischen Heimat entschieden auf die Seite der Armen und Entrechteten gestellt hatte und deshalb 1980 von einem Kommando der Militärdiktatur am Altar erschossen worden war.
Der Romero-Preis der Katholischen Männerbewegung Österreichs
Der Romero-Preis ist ein österreichischer Menschenrechtspreis, der seit 1980 von der Katholischen Männerbewegung Österreichs (KMBÖ) in jährlichem Turnus verliehen wird. Ausgezeichnet werden Personen oder Gruppen, die sich in besonderer Weise für Gerechtigkeit, Menschenrechte und Entwicklung in Ländern der Dritten Welt einsetzen. Der Preis ist mit € 10.000,-- dotiert.
Der Oscar-Romero-Preis gilt als eine der bedeutendsten Auszeichnungen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit in Österreich. 2015 wurde die Vergabe des Preises nach KMBÖ-Angaben mit Blick auf das 35-Jahr-Jubiläum bewusst ausgesetzt. Künftig will man die Auszeichnung noch stärker im Bewusstsein der Öffentlichkeit verankern.http://www.kmb.or.at/site/wirueberuns/news
Preisträger 1981: P. Franz von Tattenbach SJ, Costa Rica 1982: Sr. Maria Herlinde Moises und Segismundo Acosta Castano, Kolumbien 1983: Bischofsvikar Josef Heissenberger, Ecuador 1984: Kapläne Helmut Buchegger und Josef Pretz, Zentralafrikanische Republik 1985: Hans Hafner, Ruanda 1986: Bischof Pedro Casaldáliga, Brasilien 1987: James Wainaina, Kenia 1988: Bischof Erwin Kräutler, Brasilien 1989: Ludwig Sitter, Peru 1990: Jesuitenkommunität UCA, El Salvador 1991: P. Adrian Mejia Ixcoy, Guatemala 1992: P. Hans Schmid und Janira Jesus Souza de Franca, Brasilien 1993: Msgr. Herbert Leuthner, Ecuador 1994: Sr. Lise Alarie, Uganda 1995: Das Volk vom Rio San Francisco 1996: Sr. Maria Wachtler, Ecuador 1997: Elisabeth Kibuywa, Kenia 1998: Gruppe CEDAL, Kolumbien 1999: Bischof Samuel Ruiz, Mexiko 2000: Vitalino Cuca, Guatemala 2001: Pater Richard Flatz, Ecuador 2002: Bischof Charles Palmer-Buckle und Pfarrer Josef Pichler 2003: Heribert Hrusa 2004: Waris Dirie, Somalia 2005: Günther Zgubic, Brasilien 2006: Pat Patten, Tansania 2007: P. José Hehenberger, Brasilien 2008: P. Gabriel Mejía, Kolumbien 2009: Sr. Marco Gneis, Österreich 2010: Saria Amillen Anderson, Tansania 2011: Sr. Maria Pacis Irene Vögel (posthum) 2012: Pfr. Martin Römer, MexikoOrientierung (Fernsehsendung): Romero Preis 2012 Pfr. Martin Römer Mexiko SEI SO FREI KMB youtube, 9.07 min 2013: Helmut Nagorziansky, Ecuador Wiener Priester Helmut Nagorziansky erhält den Romero-Preis 2013 canisius.at, 20. September 2013 2014: Sr. Veronica Petri, Diözese Morogoro, Tansania und Frei Anastácio Ribeiro, BrasilienRomero-Preis 2014 http://kmb.graz-seckau.at/?d=romero-preis-2014-2#.VWM4x1IQ-Uk 2015: wurde nicht verliehen, anstelle dessen wurde die Fiesta Romero gefeiert.„35 Jahre Romero-Preis“ auf APA vom 19. November 2015, abgerufen am 26. November 2016. 2016: Maria SchiestlTiroler Ärztin Maria Schiestl mit Romero-Preis ausgezeichnet auf kathpress vom 26. November 2016, abgerufen am 26. November 2016. 2018: Francisco Jose San Martin BaldwinRomero-Preis 2018 geht an Kleinbetriebeförderer in Peru. Artikel vom 4. Oktober 2018, abgerufen am 4. Oktober 2018. 2021: Bernhard-Michel Schelpe und Milo Ambros 2022: Mayra Orellana 2023: P. Sen Vellakada MSFS, Tschad
Der Oscar-Romero-Preis des Fördervereins des Bonner Oscar-Romero-Hauses
Mit dem Oscar-Romero-Preis zeichnet der Bonner Förderkreis Oscar-Romero-Haus e.V. Einzelpersonen und Initiativen aus dem Köln-Bonner Raum aus, die sich in überzeugender Weise mit Ausgegrenzten und Entrechteten unserer Gesellschaft für eine gerechte, solidarische und in Übereinstimmung mit der Schöpfung lebende Welt einsetzen und durch ihren Einsatz und ihr Vorbild auch unsere Region menschlicher machen. Der Preis ist mit € 1000,-- dotiert.
Preisträger
2003 Siegfried Pater (Journalist, Buchautor und Filmemacher, Bonn, † 7. Februar 2015) 2006 die Sozialistische Selbsthilfe Mülheim (SSM, Köln)https://www.ssm-koeln.org/start/start.htm 2010 MediNetzBonn (Medizinische Beratungs- und Vermittlungsstelle für Flüchtlinge)https://www.medinetzbonn.de 2013 die Informationsstelle Lateinamerika (ila, Bonn) 2019 die antifa Bonn/Rhein-Sieg und Jugend Rettet (Teilung des Preises)Pressemitteilung FörderkreisOscar-Romero-Hause.V. vom 15. Juni 2019; abgerufen am 17. Juni 2019
Einzelnachweise
Weblinks Webseite des Romero-Preises Oscar-Romero-Haus Bonn: ila (Informationsstelle Lateinamerika):
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