Dieser Teil der Liste der Denkmäler in Coburg beschreibt die denkmalgeschützten Objekte in folgenden Coburger Straßen und Plätzen: Malmedystraße Marienberg Marienstraße Markt Marschberg Mauer Melanchthonstraße Metzgergasse Mittleres Kirchgässlein Mohrenstraße Mohrenweg Mühldamm Mühlgasse
Malmedystraße Adresse Bezeichnung Akten-Nr. Beschreibung Foto Malmedystraße Die steile Straße erhielt 1927 ihren Namen nach dem Ort Malmedy, der nach dem Ersten Weltkrieg 1920 an Belgien abgetreten wurde. Sie verbindet Pilgramsroth mit der südlich gelegenen Seidmannsdorfer Straße. Die Wohnbebauung stammt aus den 1920er und 1930er Jahren. Malmedystraße 2 Villa D-4-63-000-718 Die Villa an der Ecke zu Pilgramsroth errichtete der Maurermeister Eduard Amend im Jahre 1911. 1952 wurde die Loggia mit einer großen korbbogigen Öffnung durch eine Mauerwerkswand, mit einem Fenster, geschlossen. Der Eingang des zweigeschossigen Satteldachhauses, das giebelständig zu Pigramsroth steht, ist in der Malmedystraße angeordnet und in einen Mittelrisalit mit einem bauzeitlichen Vordach integriert. Dahinter befindet sich das Treppenhaus mit seinen buntverglasten Fenstern. Die Hausecke im Erdgeschoss wird von zwei Eckfenstern mit einem Eckpfeiler gebildet. Der Eckpfeiler trägt, wie die an der anderen Hausecke stehenden Erkerpfeiler, ein Eierstabband. Der zweigeschossige Erker im Erdgeschoss besitzt ein großes Rundbogenfenster und im Obergeschoss eine Fachwerkkonstruktion. Der Giebel, über einem Fußwalm zurückgesetzt, weist einen dreiachsigen, verschindelten Segmentbogenerker auf, darüber befindet sich eine vorspringende, verschindelte Giebelspitze.rahmenlos|hochkant=0.7
Marienberg Adresse Bezeichnung Akten-Nr. Beschreibung Foto Marienberg Namenspatron der Straße ist seit 1904 Herzogin Marie, die von 1874 bis 1900 mit Herzog Alfred verheiratet war. Die steile Straße, vom Baumeister Carl Otto Leheis angelegt, verbindet die Ketschendorfer Straße mit der Hohen Straße und ist durch eine offene Bebauung gekennzeichnet. Marienberg 3 Villa D-4-63-000-719 Im Jahre 1903 beauftragte der Fabrikant Carl Kessler den Maurermeister Max Frommann mit dem Bau der Villa an der Südwestseite des Marienberges. Eine zweigeschossige Veranda wurde 1910 an der Südostseite errichtet und ein nordwestlicher Anbau aufgestockt. Die dreigeschossige Villa am Anstieg des Marienberges besitzt eine Putzfassade mit Sandsteingliederungen auf einem Sockel aus bossiertem Quadermauerwerk. Die Straßenfront in Richtung Südwesten ist gekennzeichnet durch einen links stehenden polygonalen Eckturm, der unten in Sandstein ausgeführt ist und oberhalb eines Profilgesimses im Obergeschoss eine Verkleidung aus Faserzement aufweist. Ursprünglich war er wohl verschiefert. Den Abschluss bildet eine welsche Haube. In der Mitte ist dem Gebäude über einem großen segmentförmigen Loggiabogen eine hölzerne Veranda vorgesetzt. Rechts ist ein Risalit mit verzahnt gequaderten Kanten angeordnet, der im Erdgeschoss ein Segmentbogenfenster und im Obergeschoss zwei profilgerahmte Fenster aufweist. An der Nordwestseite befindet sich ein schmaler Treppenhausrisalit mit dem Eingang.rahmenlos|hochkant=0.7
Marienstraße
Adresse Bezeichnung Akten-Nr. Beschreibung Foto Marienstraße Die Benennung der Straße erfolgte 1904, wie beim Marienberg, nach Herzogin Marie. Sie zweigt als Sackgasse von der Oberen Anlage ab und verläuft in Richtung Süden parallel zur Alexandrinenstraße. Die Bebauung der Marienstraße besteht aus Jugendstilvillen von Otto Leheis auf der westlichen und Gustav Keßler auf der östlichen Straßenseite. Marienstraße 1 Villa D-4-63-000-296 Die Jugendstilvilla ließ der Architekt Gustav Keßler im Jahr 1905 errichten. Das dreigeschossige, traufständige Haus zeichnet sich durch die Verwendung von Rustikamauerwerk und Ziegel im Erdgeschoss, glatt verputzte Mauerwerksflächen in den Obergeschossen und rechteckiges Fachwerk mit enger Ständerstellung und wenigen Riegeln im Dachbereich aus. Unter einem Halbwalmdach zeigt das Gebäude auf der nördlichen Seite als Fassadengestaltungselemente einen Zwerchgiebel mit Eckerker, Filialgiebel und seitliche Veranden. Die Straßenfront ist gekennzeichnet durch einen polygonalen Eckturm mit Spitzdach auf der linken Seite, eine überdachte Holzfenstergruppe, darüber eine geschlossene Veranda, in der Mitte und ein Zwerchhaus mit Filialgiebel über einem flachen dreiseitigen Erker auf der rechten Seite. Auf der rückwärtigen Seite ist der überdachte Eingang vor einem Treppenhausrisalit, erschlossen über eine Hangtreppe, vorhanden.rahmenlos|hochkant=0.7 Marienstraße 2 Villa D-4-63-000-297 Der Baumeister Otto Leheis baute 1904 die zweigeschossige Jugendstilvilla, mit Anleihen von der englischen Architektur in Hanglage zwischen Oberer Anlage und Marienstraße. Die äußeren Giebelflächen mit Fachwerk in rechteckiger, enger Ständerstellung, die darunter liegenden Fassadenflächen mit aufgeputztem Quadermauerwerk, unterschiedliche Fenstergrößen und -formen und eine Vielzahl von verschieden hohen Giebeln bestimmen das Erscheinungsbild des Hauses. Die östliche Straßenfassade zeigt einen zweigeschossigen Giebel mit einem dreiseitigen, flachen Erker über einem Fußwalm und im Obergeschoss einen dreiseitigen Eckerker. Die linke Südseite besitzt zwei höhenversetzte, parallele Giebel, wobei der rechte mit einem Pyramidendach und einer Schleppgaube ausgestattet ist und das Treppenhaus mit dem Eingang beherbergt. Die zugehörigen Fenster sind entsprechend dem Treppenlauf gestaffelt. Die Richtung Westen orientierte Hangseite hat einen hohen, verschieferten Giebel, die Nordseite ein fünfseitiges Zwerchhaus.rahmenlos|hochkant=0.7 Marienstraße 3 Villa
D-4-63-000-298 In den Jahren 1909/10 wurde in Hanglage die Jugendstilvilla mit einem Bezug zum Barock durch Gustav Keßler errichtet. Die Fassade des traufständigen, dreigeschossigen Mansarddachhauses steht auf einem Mauerwerk aus bossierten Quadern und enthält eine Vielzahl schmaler Fenster. Sie weist im Gegensatz zu den Nachbarhäusern kaum Fachwerk auf. Die Straßenfront ist in der Tiefe zweifach gestaffelt und besitzt als Vorbau einen dreiachsigen, von Konsolen getragenen Risalit, der beidseitig von einer Fensterachse flankiert wird. Darüber ist ein verschieferter Mansardzwerchgiebel mit einem Spornerker angeordnet. Links befindet sich ein runder Turm, im Dachbereich ebenfalls verschiefert und von einem doppelten Kegeldach abgeschlossen. Auf der Nordseite steht ein polygonaler Treppenhausturm mit dem Hauseingang. Die in Richtung Süden weisende rechte Seite des Vorbaus zeigt eine Fachwerkkonstruktion und im Hauptbau eine abgeschrägte Hausecke sowie einen Schwalbennesterker im Traufbereich.rahmenlos|hochkant=0.7 Marienstraße 4 Villa D-4-63-000-299 Die 1902 geplante Jugendstilvilla mit Formen der deutschen Spätgotik beziehungsweise Renaissance erbaute Otto Leheis im Jahre 1904. Für die Fassade wurde in den Giebel- und Erkerbereichen Fachwerk verwendet, die übrigen Flächen zeigen aufgeputztes Quadermauerwerk. Die Straßenfront des zweigeschossigen, traufständigen Satteldachhauses wird geprägt durch ein überstehendes Zwerchhaus mit einem engen Fachwerkraster, das im Obergeschoss bereichsweise von zwei dreiseitigen Erkern gestalterisch fortgesetzt wird. Zwerchhaus und Erker werden außen von Schräghölzern auf Konsolen gestützt. Auf der rechten Seite befindet sich der Eingang mit einem spitzgiebeligen Holzschutzdach. Die Südfassade ist gekennzeichnet durch einen Filialgiebel über einem links angeordneten Risalit, rechts befindet sich im Obergeschoss eine überstehende Fachwerkkonstruktion, von Schräghölzern auf Konsolen getragen. Die Westseite zeigt hangabwärts einen zweiachsigen Mittelteil mit einem verschieferten Zwerchhaus. Die Nordseite weist einen Filialgiebel und einen Fußwalm auf.rahmenlos|hochkant=0.7 Marienstraße 6 Villa D-4-63-000-300 Die zweigeschossige Jugendstilvilla aus dem Jahre 1904 stammt von Otto Leheis. Wie bei den Nachbarbauten zeigt die Fassade des giebelständigen Satteldachhauses aufgeputztes Quadermauerwerk und rechteckiges Fachwerk. Die Ostfassade in der Marienstraße ist im Erdgeschoss durch zwei segmentbogige Erker mit vier Fenstern gekennzeichnet, über denen im Obergeschoss ein Kastenerker aus Fachwerk mit zweimal drei Fenstern angebracht ist. Den Abschluss bilden im Dachgeschoss zwei kleinere dreiseitige Erker und darüber ein kleines Zwerchgiebelfeld des überstehenden Daches. Die Nordseite zeigt links einen Schweifgiebelrisalit mit nur einer Fensterreihe im Dachgeschoss und rechts einen zweiachsigen Treppenhausturm mit einer welschen Haube. Auf der Südseite ist ein Schweifgiebelrisalit, wie auf der Nordseite, sowie ein oben verbreiterter Giebelerker mit Satteldach vorhanden. Die Westseite besitzt einen hohen Schopfwalmgiebel und einen seitlichen Balkon unter einem Fußwalm.rahmenlos|hochkant=0.7 Marienstraße 8 Villa D-4-63-000-301 Im Jahre 1904 beauftragte der Maurermeister Hermann Weber aus Schmalkalden Otto Leheis mit dem Bau der Jugendstilvilla. Die Straßenfront des traufständigen, zweigeschossigen Satteldachhauses zeigt mittig Fenster mit Steinpfostenteilung in Zweier- und Dreiergruppen. Rechts steht ein Eckturm mit einem achteckigen Obergeschoss und einem Spitzhelm, dessen Balkon 1910 geschlossen wurde. Die linke Seite kennzeichnen geschlossene Ecklauben, im Obergeschoss mit Holzbalustern ausgebildet. Das Dachgeschoss, für Wohnzwecke ausgebaut, besitzt eine Vielzahl von Dachaufbauten, die mit Fachwerkflächen gestaltet sind. Mittig ist ein hohes dreiachsiges Zwerchhaus und beiderseits davon jeweils eine zweiachsige Schleppgaube vorhanden. Die Giebelflächen auf der Nord- und Südseite sind mit Fachwerk in enger Stellung gestaltet, wobei in den Brüstungen der Pfostenabstand verdichtet wurde. Die Südfassade weist außerdem links einen runden Eckerker und die Nordfassade einen Filialgiebel und das Treppenhaus mit gestuften Fenstern auf. Die talseitige Westfassade zeichnet sich durch das sichtbare Kellergeschoss aus Ziegel, einen dreiseitigen Erker und einen auskragenden, verschieferten Zwerchhausgiebel aus.rahmenlos|hochkant=0.7 Marienstraße 9 Villa D-4-63-000-302Der Architekt Gustav Keßler ließ 1906 die Villa mit Jugendstilelementen errichten. 1909 folgte für den Fleischer Friedrich Dinkel ein rückwärtiger, zweigeschossiger Anbau mit Dachterrasse und Balkon. Bei der Fassade kam bei dem zweigeschossigen Mietshaus auf einem Sockel aus Rustikamauerwerk und Ziegel im Erdgeschoss verputztes Mauerwerk mit Quaderritzung zur Anwendung. Das Haus mit einem hohen Mansarddach besitzt einen L-förmigen Grundriss, wobei die kürzere Seite die Straßenfront ist. Die zeigt unter anderem in der Mitte einen Risalit mit Schweifgiebel mit verdoppelten Gebälkstücken an den Kanten im Dachgeschoss, eine Dreiergruppe von Fenstern mit gestufter Verdachung im Obergeschoss und Rustikamauerwerk im Erdgeschoss. Links steht ein zweigeschossiger, runder Eckerker und rechts ein erkerartiger Turm. Die Südfassade besitzt ebenfalls einen Schweifgiebel sowie doppelte, großflächige Fenster. Die ursprüngliche Innenausstattung mit Buntglas-Jugendstilfenstern, Treppengeländern mit Brettbalustern und stuckierten Jugendstildecken ist teilweise noch erhalten.rahmenlos|hochkant=0.7
Markt