Dieser Teil der Liste der Denkmäler in Coburg beschreibt die denkmalgeschützten Objekte in folgenden Coburger Straßen und Plätzen:
Lange Gasse Leopoldstraße Löbelsteiner Straße Lohgraben Lossaustraße Löwenstraße Lutherstraße
Lange Gasse
Adresse Bezeichnung Akten-Nr. Beschreibung Foto Lange Gasse Ehemals Hohlweg auf die Brandensteinsebene und nach Löbelstein verläuft die Lange Gasse etwa parallel zum Pilgramsroth. Der Name ist ein typischer mittelalterlicher Altstraßenname. Im unteren Abschnitt ist sie als Fußweg ausgebildet. Lange Gasse 1 ehem. Gartenhaus D-4-63-000-263 Das Kleinwohnhaus entstand aus einem ehemaligen Waschhaus, das 1910 in ein neuklassizistisches Gartenhaus umgestaltet wurde. Das Gebäude ist durch eine Prostylosfront gekennzeichnet, die vier toskanische Säulen mit einem zweiteiligen Gebälk und einem Dreiecksgiebel mit Thermenfenster aufweist. Davor ist eine sechsstufige Gartentreppe mit Wangenmauern angeordnet. Im Jahr 1940 wurde das Haus an der Ostseite zur Erschließung durch einen Vorbau ergänzt.rahmenlos|hochkant=0.7 Lange Gasse 23 Villa D-4-63-000-264 Im Jahr 1906 beauftragte der Apotheker Julius Weiß den Baumeister Tobias Frommann mit der Errichtung der Jugendstilvilla nach Plänen des Bad Oeynhausener Architekten W. Söhlmann. 1934 erwarb der Kaufmann Wilhelm Liefke das Anwesen und veranlasste 1941 den Umbau zu einem Mehrfamilienhaus.Die zweigeschossige Villa zeichnet sich durch verschieden gestaltete Fassaden aus, die unten aus einem Sockelgeschosse mit Steinquadermauerwerk und im Erd- und Obergeschoss vor allem aus Ziegelmauerwerk, teilweise mit Haustein gegliedert, besteht. Im Dach- und Giebelbereich ist zusätzlich bereichsweise eine Fachwerkkonstruktion sichtbar. Die Südseite mit dem Eingang besteht aus einem Portal und dem darüber stehenden großen segmentbogigen Treppenhausfenster. Beide sind durch eine Rustikaquaderung eingefasst. Links davon ist im ersten Obergeschoss ein flacher dreiseitiger Holzerker angeordnet. Den Abschluss bildet oben im Dachbereich der Giebel mit Zierfachwerk und drei leicht hervortretenden Fenstern. Die Ostseite prägt ein fünfseitiger Eckerker nach Norden, die beiden Gartenseiten eine auf Pfeilern stehende, überdachte Eckveranda. Außerdem ist in der Mitte der Nordseite ein segmentbogig vortretender flacher Erker vorhanden. Das Gartenportal ist gekennzeichnet durch beidseitige Rustikapfeiler mit spitzbogigen stilisierten Palmettenaufsätze, die ein doppelflügeliges Gittertor mit geschwungenen Streben flankieren.rahmenlos|hochkant=0.7
Leopoldstraße Adresse Beschreibung Foto Leopoldstraße Die Straße wurde 1618 erstmals erwähnt. Bis 1850 hieß sie Am Stetzenbach. Die Leopoldstraße führt von der Ehrenburg zum Johann-Strauß-Platz und markiert somit den Verlauf des für die frühere Wasserversorgung der Stadt wichtigen Stetzenbachs, der 1810 verrohrt wurde. Die Bezeichnung Leopoldstraße bezieht sich auf Leopold, den jüngsten Sohn Herzog Franz Antons, der 1831 belgischer König wurde. Am Anfang des trichterförmigen Johann-Strauß-Platzes stand bis 1980 das Coburger Gefängnis. Die ehemalige Vorstadt weist in der Leopoldstraße eine geschlossene, traufseitige Bebauung des 18./19. Jahrhunderts auf. Richtung Osten schließen sich villenartige Vorstadthäuser von etwa 1890 an, rahmenlos|hochkant=0.7 Adresse Bezeichnung Akten-Nr. Beschreibung Foto Leopoldstraße 10 Wohnhaus D-4-63-000-704 Das zweigeschossige und traufständige Wohnhaus wurde um 1700 errichtet. Es weist als Fassade zur Straße eine verputzte Fachwerkkonstruktion mit vier unregelmäßig platzierten Fensterachsen und drei Schleppgauben im Dachbereich auf. Ein schmaler Gang auf der linken Hausseite erschließt den Hinterhof. Aufgrund seiner einfachen und rationellen Gestaltung mit einem seitlich angelegten Vorplatz und der Anordnung der kleinen Stuben, Kammer und Küche im Viereck wird das Gebäude zu den typischen Kleinhandwerkerhäusern Coburgs gezählt.rahmenlos|hochkant=0.7 Leopoldstraße 12 Wohnhaus D-4-63-000-265 Im Jahr 1505 wurde erstmals ein Haus erwähnt. Das heute dreigeschossige Wohnhaus entstand 1704 nach einem Neu- oder Umbau. 1871 folgte ein Anbau für eine Schreinerwerkstatt, der 1887 zur Nutzung als Wohnraum umgebaut wurde.1877 kam es auf der rechten Seite zum Einbau eines Erdgeschossladens. Das traufständige Satteldachhaus ist in den Obergeschossen durch eine regelmäßig gegliederte 10-achsige Fassade gekennzeichnet. Die holzgerahmten Fenster sitzen unter der Geschossoberkante, was für eine Fachwerkkonstruktion typisch ist. Drei Fenster im Erdgeschoss, das durch ein Kehlprofil vom Obergeschoss getrennt ist, sind durch Nutungen eingefasst. Ein weiteres Fenster und die Haustür weisen Portale mit geohrten Rahmen, Profilstürzen und Keilsteinen, über der Tür mit der Bezeichnung 1704, auf. Der Ladenzugang mit zwei schmalen seitlichen Fenstern ist analog mit einem repräsentativen Rahmen gestaltet.rahmenlos|hochkant=0.7 Leopoldstraße 13 Bürgerhaus D-4-63-000-1285 Das dreigeschossige Bürgerhaus entstand Mitte des 17. Jahrhunderts und wurde Mitte des 19. Jahrhunderts aufgestockt und umgebaut. Es ist ein traufständiger Satteldachbau. Im ersten Obergeschoss befinden sich Reste einer aufwendigen wandfesten Ausstattung.rahmenlos|hochkant=0.7 Leopoldstraße 18 Wohn- und Geschäftshaus D-4-63-000-705 Das zweigeschossige Wohn- und Geschäftshaus steht an der Ecke zur Queckbrunngasse. Nach dem Häuserforscher Ernst Cyriaci existierte an der Stelle im Jahr 1700 ein alter Bau mit zwei Stockwerken, zwei Stuben und einem Keller. Das Satteldachhaus entstand wohl im 17. Jahrhundert, eventuell aus einem Stadel. Umbauten für eine Bäckerei sind seit 1898 dokumentiert, unter anderem 1926 im Rahmen eines Ladeneinbaus und 1956 nach dem Abbruch westlich anschließender Häuser. Eine umfassende Instandsetzung, unter anderem mit dem Abbruch der Rückgebäude verbunden, wurde 1999/2000 durchgeführt. Das dreiachsige, zweigeschossige und schmale Traufseithaus besitzt einen tiefen Grundriss weist dementsprechend ein hohes Satteldach auf, das wohl früher zur Vorratshaltung genutzt wurde. Wie Haus Nr. 10 entspricht es in seiner einfachen Gestaltung der Coburger Form eines Kleinhandwerkerhauses. Das Obergeschoss besitzt als Fassade eine Fachwerkkonstruktion, die auf der Giebelseite paarweise unregelmäßig durchfenstert ist. Das Erdgeschoss ist modern ausgebaut.rahmenlos|hochkant=0.7 Leopoldstraße 22 a Wohnhaus D-4-63-000-706 Das zweigeschossige, traufständige Wohnhaus wurde um 1850 als Rückgebäude zu Haus Nr. 22 errichtet. Die Hauptfassade auf der Nordseite des Satteldachbaus zeichnet sich durch einen mittig angeordneten Risalit mit Zwerchhaus, beidseitig durch eine Fensterachse flankiert, aus. Im Obergeschoss weist der Risalit drei Fenster mit einem gemeinsamen Sturzprofil auf, die Trennung zwischen Erd- und Obergeschoss erfolgt durch ein Profilgesims.rahmenlos|hochkant=0.7 Leopoldstraße 24 Wohnhaus D-4-63-000-707 Das zweigeschossige Wohnhaus wurde 1730 erstmals als Haus mit zwei Geschossen, vier Stuben und einem Keller beschrieben. Seine Bauzeit war wohl im 17. Jahrhundert. 1869 folgte an der Westseite der Umbau der Fenster zu einer regelmäßigen Anordnung. 1893 wurde für den Metzgermeister Eduard Puff ein Laden eingebaut, der 1955 große Schaufenster und einen mittigen Eingang erhielt. 1999 kam es zu einer umfassenden Instandsetzung mit Entkernung, Neugestaltung der Erdgeschossfassade und Abbruch der Rückgebäude. Das Giebelhaus, eine Fachwerkkonstruktion mit vier Fensterachsen, entspricht in seinem schlichten Typus, wie andere Häuser in der Leopoldstraße auch, dem typischen Coburger Kleinhandwerker- oder Kleinkaufmannshaus.rahmenlos|hochkant=0.7 Leopoldstraße 28 Wohn- und Geschäftshaus D-4-63-000-708 Im Jahr 1819 ließ der Hofmusiker Johann Friedrich Hofmann das zweigeschossige Wohnhaus sanieren. 1881 folgte der Einbau eines Ladens, der 1929 im Rahmen der Verlegung des Treppenaufgangs erweitert und 1946 nochmals vergrößert wurde. Rückwärtig wurde 1937 ein Anbau errichtet und später aufgestockt sowie zu einem Lagerhaus umgebaut. Ende der 1980er Jahre veranlasste der Eigentümer Fenstererneuerungen und Fassadenänderungen Das Traufseithaus weist eine Fachwerkkonstruktion mit einem Satteldach auf. Das in der Fensteranordnung zweigeteilte Obergeschoss trennt ein Profilgesims vom Erdgeschoss mit dem links angeordneten Hauseingang. Aufgrund seiner einfachen Gestaltung wird das Gebäude zu den typischen Kleinhandwerker- oder Kleinkaufmannshäusern Coburgs gezählt. Eine 1988 angebrachte Gedenktafel erinnert an den Schriftsteller Friedrich Hofmann, der 1813 in dem Haus zur Welt kam.rahmenlos|hochkant=0.7 Leopoldstraße 30 Wohnhaus D-4-63-000-709 Das zweigeschossige Wohnhaus stammt aus dem 18. Jahrhundert und wird zu dem Typus der Kleinhandwerker- oder Kleinkaufmannshäuser in der Leopoldstraße gezählt. Die sechsachsige Straßenfassade des traufständigen Satteldachhauses ist allerdings durch aufwändigere Gestaltungselemente wie Brüstungsfelder, Profilstürze und ein Profilgesims gekennzeichnet. 1892 erfolgte zur Nutzung als Wohnraum ein Dachgeschossausbau mit einem zweiachsigen Zwerchhaus, flankiert von Hausgauben mit Pilasterrahmung. Die östliche Giebelfront weist unregelmäßig angeordnete, einzelne Fenster auf.rahmenlos|hochkant=0.7 Leopoldstraße 31 Wohnhaus D-4-63-000-710 Der Ökonom Johann Path beauftragte im Jahre 1832 Johann Nicol Heyn mit dem Ersatzbau für einen Stadel von 1730, der zu einer Hofstatt gehörte. 1937 ließ Ernst Kuhn das zweigeschossige Fachwerkhaus mit einem etwa quadratischen Grundriss zur Wohn- und Gewerbenutzung umgestalten, wobei wohl die regelmäßig gegliederte Fassade entstand. Das Traufseithaus zeichnet sich durch einen markanten Sprung aus der Bauflucht zur Straße aus. Es besitzt ein hohes Satteldach, das auf seine ursprüngliche Verwendung zur Vorratshaltung hindeutet.rahmenlos|hochkant=0.7 Leopoldstraße 36 c Grenzstein D-4-63-000-711 Neben einem Neubau des Bayerischen Landesvermessungsamtes stehen die zwei Grenzsteine. Der Standort der Marksteine war ursprünglich im Callenberger Forst. Die Grenzsteine zeichnen sich durch den Coburger Mohrenkopf aus, einer besitzt die Jahreszahl 1549 und auf seiner Oberseite die Grenzlinie als Nut.rahmenlos|hochkant=0.7 Leopoldstraße 37 Wohnhaus D-4-63-000-712 Im 18. Jahrhundert entstand das dreigeschossige Wohnhaus. 1815 veranlasste der Ökonom Johann Path größere Umbauten, die bis 1947 ein Schlussstein mit der Bezeichnung B 1815 dokumentierte. 1847 folgte für Path der Anbau eines zweigeschossigen Rückgebäudes. Um 1890 kam es im Erdgeschoss zu einer Umgestaltung mit einem Ladeneinbau für den Klempnermeister Nicolai Desoye.Das schmale Traufseithaus steht auf einem tiefen Grundstück und weist ein entsprechend hohes Satteldach sowie zwei Fensterachsen auf. Die Erdgeschossfassade besitzt eine exakte Sandsteinquaderstruktur auf der, durch ein Bandgesims getrennt, die Obergeschossfassade, eine verputzte Fachwerkkonstruktion, ruht. Die Fenster des ersten Obergeschosses weisen Sturzprofile auf, das Traufgesims ist stark profiliert.rahmenlos|hochkant=0.7 Leopoldstraße 39 Wohnhaus, [abgebrochen]