Dieser Teil der Liste der Denkmäler in Coburg beschreibt die denkmalgeschützten Objekte in folgenden Coburger Straßen und Plätzen: Adamiberg Adamistraße Ahorner Straße Albertsplatz Alexandrinenstraße Alfred-Sauerteig-Anlage Allee Am Hofbräuhaus Am Lokomotivschuppen Am Viktoriabrunnen

Adamiberg

Adresse Bezeichnung Akten-Nr. Beschreibung Foto Adamiberg Im 14. und 15. Jahrhundert wurde der Höhenzug im Westen Coburgs „Mulberg“ oder „Kleiner Mühlberg“ genannt. Johann Andreas Adami kaufte 1741 den zur Stadt hin gelegenen Hang. Sein Schwiegersohn Johann Georg Waldsachs ließ 1774 das Areal zum ersten Coburger Gesellschaftsgarten umgestalten. Es bürgerte sich die Bezeichnung Adamiberg ein, die auch nach dem Verkauf des großen Grundstücks an die Stadt 1808 erhalten blieb.rahmenlos|hochkant=0.7 Adami­berg  Ehemaliger Schnürsgarten D-4-63-000-618 Den von den Familien Adami-Waldsachs in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts angelegten Gesellschaftsgarten ließ Albert Friedrich Schnür Mitte des 19. Jahrhunderts parkähnlich ausbauen. In der Schnürsgarten genannten Anlage befinden sich die Gebäude Adamiberg 1–8 und Adamistraße 2a sowie ein Gedenkstein für Friedrich Schnür. rahmenlos|hochkant=0.7 Adami­berg 1 Dreyers Villa D-4-63-000-915Im Jahre 1902 beauftragte der Hofbuchdruckereibesitzer Gustav Besser den Architekten und Maurermeister Paul Schaarschmidt am Judenberg an Stelle eines Gartenhauses ein viergeschossiges Wohnhaus mit Vorhalle und Wintergarten zu errichten. Die Hangvilla mit einem dreiachsigen Balkonvorbau erwarb 1926 der Facharzt Karl Dreyer, der 1924 in der Bahnhofsstraße eine Privatklinik für Gynäkologie mit Entbindungsanstalt eröffnet hatte. Dreyer veranlasste einige Umgestaltungen. Nach einem Dachstuhlbrand 1977 folgte der Neubau des Daches als flaches Walmdach ohne die ursprünglichen Ziergiebel und Dacherker. Von der im Jugendstil gestalteten Inneneinrichtung sind noch Treppenhaus, Fenster, Türen und Decken vorhanden. rahmenlos|hochkant=0.7 Adami­berg 2 Gasthaus D-4-63-000-619 Ein erstmals 1808 erwähntes Gartenhaus am Fuß des Adamiberges ließ sich der Bäckermeister Georg Andreas Fischer 1820 zur Nutzung als Wirtshaus vergrößern. Neben dem Bierausschank, der sich zu einem Gesellschaftsgarten entwickelte, betrieb Fischer dort auch eine Kegelbahn. Der Gesellschaftsgarten wurde mit der Zeit Treffpunkt der mit den politischen Zuständen unzufriedenen Bürger, vom September 1832 bis Mai 1833 kam es zur Schließung durch die Landesbehörden. 1848 ließ Fischer das Wirtshaus zu einem Wohnhaus erweitern. Zusätzlich entstand ein hölzerner Querbau mit einem Saal. Allerdings schon 1851 verschwand Fischer und das Anwesen wurde versteigert. 1924 erwarb die Freimaurerloge zur Fränkischen Leuchte das Haus und veranlasste einen Umbau und eine Erweiterung mit einer hölzernen Laube zu einem Logenheim. Im Oktober 1933 kaufte die Kindergärtnerin Frieda Böhm das Gebäude zur Nutzung als „Privat-Kindergarten“. Das ehemalige Wirtshaus ist ein giebelständiger Satteldachbau mit drei Fensterachsen. Der Querbau besitzt im Erdgeschoss zwischen vier dorische Säulen hölzerne Wände mit Rundbogenfries und Rautengitter. Das Obergeschoss ist durch ein Flugdach, getragen von vier Säulen, gekennzeichnet. rahmenlos|hochkant=0.7 Adami­berg 6 Gartenhaus, Jean-Paul-Haus D-4-63-000-1 Das erste Gartenhaus im Garten auf dem kleinen Judenberg wurde 1778 für den Hoftrompeter Johann Georg Waldsachs errichtet. In den Jahren 1803/04 diente das Anwesen dem Dichter Jean Paul während seiner Coburger Zeit 1803/04 als Refugium. Hiervon zeugt eine an der Fassade angebrachte Büste des Dichters aus dem Jahr 1816, gefertigt von Johann Conrad Wilhelm Hildebrand. 1844 erwarb der Geheime Oberfinanzrat Albert Friedrich Schnür den Garten und um 1870 ließ der Bruder, der Kreisgerichtsdirektor Georg Ottilius Gottfried Schnür, einen neuen, eingeschossigen Gartenpavillon errichten. Der Fachwerkbau hat ungefähr einen quadratischen Grundriss mit einem großen Raum und drei kleinen Nebenräumen. Das Gebäude ist gekennzeichnet durch eine zeltförmige Dachkonstruktion und Segmentbogenfenster mit Holzläden. Im Garten steht ein Gedenkstein für Albert Friedrich Schnür aus dem Jahre 1867. Um 1889 erwarb das Anwesen der Hoftheatermaler Friedrich Lütkemeyer, 1916 die Niederfüllbacher Stiftung und 1917 die Stadt Coburg. rahmenlos|hochkant=0.7 Adami­berg 8 Gartenhaus, Schnürs Pavillon D-4-63-000-2 Das neuromanische Gartenhaus ließ sich 1862 der Geheime Oberfinanzrat Albert Friedrich Schnür für gesellschaftliche Zwecke durch den Maurermeister Paul Gehrlicher errichten. Das Gebäude wurde auch Tusculum oder Sommerschlösschen genannt. Um 1889 erwarb es der Hoftheatermaler Friedrich Lütkemeyer, 1916 die Niederfüllbacher Stiftung und 1917 die Stadt Coburg. Seit 2004 wird das Gebäude von einer Coburger Schülerverbindung als Versammlungsort genutzt. Der in den Hang gebaute zweigeschossige Pavillon ist Teil des ehemaligen Schnürsgartens. Das Untergeschoss des blockhaften Gebäudes besitzt diagonal gestellte Eckpfeiler, die an drei Seiten drei Rundbogenarkaden auf Vierkantpfeilern einrahmen. Im Obergeschoss, ursprünglich mit dem großen Festraum, sind jeweils drei Zwillingsarkaden angeordnet. Nach einem mit tropfenförmigen Blendarkaden gestalteten Attikagesims schließt oben ein flaches Zeltdach den Pavillon ab. rahmenlos|hochkant=0.7

Adamistraße

Adresse Bezeichnung Akten-Nr. Beschreibung Foto Adamistraße Die Adamistraße beginnt am Judenberg und endet an der Rodacher Straße. Sie verläuft östlich unterhalb des Adamibergs entlang der Gleisanlagen der Werrabahn. Vorgänger der seit 1974 vierspurig ausgebauten Straße war der Kürengrunder Fahrweg, der 1861 zur Erschließung neuer Wohngebiete als Adamistraße ausgebaut wurde. Adami­straße 2 a Gasthaus D-4-63-000-620 Im Jahre 1896 beauftragte der Buchdruckereibesitzer und damalige Besitzer des Schnürsgartens Gustav Besser den Baumeister Otto Leiheis mit der Errichtung des zweigeschossigen historistischen Wohnhauses. Bis zum Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude unter anderem als Spielwarenfabrik und Geschäftshaus genutzt. Später folgte der Umbau des Kellergeschosses zu einer Gaststätte mit einem Biergarten. Die Fassade des Mietshauses am Fuß des Adamiberges ist im Stil der Neurenaissance mit Ziegeln und Sandsteingliederungen (Eckeinfassungen und Fensterrahmungen) gestaltet. Die nach Osten gerichtete Straßenfassade besitzt einen Mittelrisalit, der oben von einem reich verzierten Zwerchhaus abgeschlossen ist. An der Nordostecke steht ein Erkerturm mit einer hohen Polygonalhaube. Die Dachkonstruktion ist ein Mansardwalmdach mit stehenden Zeltdachgauben. rahmenlos|hochkant=0.7 Adami­straße 6 b Villa D-4-63-000-3 Im Jahre 1904 errichtete der Baugewerksmeister Paul Schaarschmidt die reich dekorierte Jugendstilvilla in Hanglage als sein Wohnhaus mit Nebengebäude. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Haus teilweise überformt und das Rückgebäude als Haus Nr. 6a abgetrennt. Die Fassade des Walmdachbaus besitzt eine geritzte Putzquaderung. Die Straßenfassade zeichnet sich durch einen tiefen dreiachsigen Risalit aus grob behauenem Sandsteinmauerwerk mit einem aufwändig gestalteten Ziergiebel aus. Die Altane auf der linken Seite wird getragen von Rundbögen, deren Pfeiler auf einer Veranda enden. An der Rückseite steht ein Eckturm mit einem dreifach gestuften Dach, ähnlich einer welschen Haube. Die Bekrönung des Giebelfirsts mit einer Eule, einem Adler mit Spruchband an der rechten Ecke des Risalits und an der Verandabrüstung die Symbole Hammer, Kelle und Senkblei links, Bienenkorb in der Mitte und Winkelmaß rechts beziehen sich auf den Baumeisterberuf des Bauherrn und seine Mitgliedschaft bei den Freimaurern. rahmenlos|hochkant=0.7 Adami­straße 6 c/d Wohnhaus D-4-63-000-4 Das Doppelwohnhaus erbaute Paul Schaarschmidt 1904 auf einem 1903 erworbenen Grundstück. Die beiden Haushälften verkaufte er getrennt in den Jahren 1919 und 1920. Das dreigeschossige Gebäude, teilweise im Heimatstil und mit englischer Architektur gestaltet, hat einen Sockel aus grob behauenen Steinen und eine Fassade aus Sichtziegelmauerwerk mit Sandsteingliederungen, im Ober- und Dachgeschoss aus Fachwerk. Die Seiten sind oben verschiefert. Die Straßenfront besitzt zweiachsige Eckrisalite mit dreiseitigen Erkern. Das Doppelhaus ist spiegelbildlich gebaut. Die seitlich angelegten bauzeitlichen Treppenhäuser mit Jugendstilbrüstungen erschließen je Etage eine Wohnung. rahmenlos|hochkant=0.7 Adami­straße 10 a Stellwerk D-4-63-000-936 Das nördliche Personenbahnhofstellwerk Cn wurde am 20. Juni 1916 in Betrieb genommen. Es war bis zum 16. Dezember 2007 in Betrieb und wurde durch ein elektronisches Stellwerk in Coburg Güterbahnhof ersetzt. Das Erdgeschoss des zweigeschossigen Gebäudes mit Sandsteinsockel hat Rundbogenfenster. Der Bedienraum hat zu den Gleisen hin rechteckige Fenster und einen Eckerker in expressionistischen Formen. Den oberen Abschluss bildet ein Walmdach. Im Zwischengeschoss war ein Großteil der elektromechanischen Stellwerkstechnik vom Typ Siemens & Halske 1912 eingebaut. rahmenlos|hochkant=0.7

Ahorner Straße

Adresse Bezeichnung Akten-Nr. Beschreibung Foto Ahorner Straße Parallel zu Ketschenanger und Casimirstraße verläuft die Ahorner Straße, seit 1873 unter diesem Namen. Bis 1875 führte sie von der Ketschendorfer Straße über die Ketschenbrücke bis zur Weichengereuth. Der westliche Teil wurde 1905 abgetrennt und zum Schillerplatz ausgebaut. Ahorner Straße 2 Wohn- und Garagen­gebäude D-4-63-000-929 Im Jahre 1957 wurde das zweigeschossige Wohn- und Garagengebäude nach Plänen des Architekten Otto Behrens erbaut. Das nicht unterkellerte Gebäude besitzt im Erdgeschoss neun Garagen sowie Wirtschaftsräume mit sechs Kellerabteilen. Im Obergeschoss sind sechs Einraumwohnungen vorhanden, die zur Straße schräg ausgestellte große Fenster besitzen. Seitliche Außentreppen und ein Außengang auf der Rückseite erschließen die Wohnungen. Ein zum Schutz der Zugänge weit überstehendes Pultdach bildet den oberen Hausabschluss.rahmenlos|hochkant=0.7 Ahorner Straße 6 Wohnhaus D-4-63-000-621 Der Zimmermaler Christian Steinkopf beauftragte 1905 den Maurermeister Paul Schaarschmidt mit dem Bau des historistischen Wohnhauses. Die kleine Villa entstand im Stil des englischen Cottage mit einer verputzten Fassade, teilweise gebändert im Erdgeschoss und an den Hauskanten. Markant sind an der Straßenfront zwei Fachwerkerker, links vor einem Giebel ein breiter Kastenerker unter einem vorspringenden Satteldach und rechts an der anschließenden Traufseite ein kleinerer polygonaler Erker mit einem Helm. Ein Balken an der Unterseite des Giebelerkers weist die Inschrift „Is nich grot – is man lütt – äwer min Hütt“ auf. Die Fassadenostseite besitzt einen Schweifgiebel mit Rundbogenfenstern. rahmenlos|hochkant=0.7 Ahorner Straße 7 Villa D-4-63-000-5 Das Wohnhaus errichtete sich im Jahre 1872 der Maurermeister Bernhard Kleemann auf einem ehemaligen Stockmar-Opitz’schen Gartengrundstück im Stil der Neurenaissance. Die anderthalbgeschossige Villa hat einen etwa quadratischen Grundriss. Die Ziegelfassade steht auf einem halbgeschossigen Hausteinsockel und wird durch einen mittigen, zweiachsigen Zwerchgiebelrisalit aus Sandstein geprägt, der unter anderem Blattmotive auf den Architraven zeigt. Den oberen horizontalen Abschluss bilden eng gesetzte Konsolen unter einem profilierten Traufgesims. Darüber stehen Zwerchgauben mit kräftig profilierten gesprengten Giebeln, die das kreuzförmig gestaltete Dach durchdringen. 1911 entstand auf der Rückseite zusätzlich ein traufständiges, zweigeschossiges Fachwerkhaus mit Ziegelausfachung und einem mittig angeordneten Zwerchhaus.rahmenlos|hochkant=0.7 Ahorner Straße 9 Turnhalle D-4-63-000-882 siehe Schützenstraße 1a

Albertsplatz