Ethylen-Propylen-Copolymer (Kurzzeichen E/P, früher auch EPM, auch EPR von engl. Ethylen-Propylen-Rubber)Compendium of Polymer Terminology and Nomenclature, IUPAC Recommendations, RSC Publishing, Cambridge, 2008, S. 403f. ist ein Copolymer, das aus Ethen und Propen hergestellt wird. Einsatzgebiete sind zum Beispiel Schmelzklebstoffe und Dichtstoffe.

Eigenschaften und Herstellung Die Einpolymerisation von Ethylen erhöht die Zähigkeit des Polymers gegenüber reinem Polypropylen. Die Herstellung kann in homogener Phase mittels Ziegler-Natta-Katalysatoren oder Metallocen-Katalysatoren stattfinden. Die verwendete Menge an Ethylen liegt im Bereich von 40 bis 80 %.Bernd Tieke, Makromolekulare Chemie, 3. Auflage, Wiley-VCH, Weinheim, 2014, S. 173.

Der Kunststoff ist mit vielen Additiven verarbeitbar und relativ resistent gegenüber Oxidationsmitteln. Er wird als Kabelisolierung eingesetzt. Hierbei ist unter anderem seine Resistenz gegenüber Ozon (entsteht bei Teilentladungen) von Bedeutung.

Weiterhin können funktionalisierte Olefine wie Maleinsäureanhydrid oder Diolefine einpolymerisiert werden, um die Funktionalität des Kunststoffs zu erhöhen. Die Diolefine können gegebenenfalls eine Vernetzung des Polymers erlauben.

Einzelnachweise

Kategorie:Copolymer Kategorie:Thermoplast Kategorie:Polyolefin Kategorie:Kohlenwasserstoff