Heinrich Bunsen aus Adorf in Waldeck (keine überlieferten Lebensdaten) war ein deutscher Formschneider und Gießer des 16. Jahrhunderts.
Künstlerische Einordnung Urkundlich erwähnt ist Bunsen von etwa 1550 bis 1579.s. Stichwort Heinrich Bunsen, im Bildindex der Kunst und Architektur Marburg. Er zählte zu den berühmtesten Modelbauern für Öfen seiner Zeit.Mila Schrader: Bunsen war ein Schüler von Philipp Soldan,Mainfränkisches Jahrbuch für Geschichte und Kunst 38–39 (1986), S. 80. mit dem er auch einige Öfen gemeinsam gestaltete. Bunsen kopierte seinen Meister in der Folgezeit aber nicht nur, sondern entwickelte eine eigene gestalterische Auffassung und künstlerische Ausgestaltung.Braunschweigisches Jahrbuch 60–62 (1979), S. 81.
Werke (Auswahl) Barmherziger Samariter, um 1558 Anbetung der Heiligen Drei Könige (Gusseiserne Ofenplatte), Ausguss einer ca. um 1575 von Philipp Soldan geschaffenen Form mit Erweiterung um zwei Figuren von Heinrich Bunsen, Kunstgewerbemuseum Schloss Köpenick Ofen aus Gusseisen aus dem Rathaus von Grebenstein, 1579.
Quellen Karl Schäfer: Geschichte der Eisenindustrie in der ehemaligen Grafschaft Waldeck im 16. und 17. Jahrhundert, Korbach 1977. Martin Rudolph: Waldecker Eisenguß. Alte Grabtafeln und Ofenplatten, in: Geschichtsblätter für Waldeck, 61. Band, 1969/70, S. 5–45
Weblinks Heinrich Bunsen, Eintrag und Werkfotos im Bildindex der Kunst und Architektur Marburg.
Einzelnachweise
Kategorie:Bildhauer der Renaissance Kategorie:Gießer Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren im 16. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 16. oder 17. Jahrhundert Kategorie:Mann Kategorie:Person (Diemelsee, Gemeinde)