Fritz Walter (* 21. Juli 1960 in Heidelberg, abgerufen am 22. Oktober 2011) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Um Verwechslungen mit dem gleichnamigen Spieler, Kapitän der Weltmeistermannschaft von 1954, zu vermeiden (die beiden sind nicht verwandt), wurde Walter während seiner aktiven Karriere in den Medien oft als Fritz Walter der Jüngere bezeichnet.
Sportliche Laufbahn Vereinskarriere Fritz Walter begann seine Laufbahn 1965 bei der SG Hohensachsen aus dem Weinheimer Ortsteil Hohensachsen, in dem damals auch der Alt-Bundestrainer Sepp Herberger wohnte. 1976 wechselte er zum FV 09 Weinheim, für den er bis zu seinem Wechsel zu SV Waldhof Mannheim im Jahr 1981 spielte. Mit Mannheim stieg er 1983 in die Fußball-Bundesliga auf, auch dank seiner 21 Treffer.
Er spielte von 1983 bis 1997 in der Fußball-Bundesliga für den SV Waldhof Mannheim, den VfB Stuttgart und Arminia Bielefeld. In 348 Spielen erzielte er 157 Tore, 102 davon für den VfB Stuttgart. 55 seiner 87 Tore für Mannheim konnte er in der 1. Bundesliga erzielen, dies ist bis heute Vereinsrekord in der 1. Bundesliga für die Kurpfälzer. Mit dem VfB wurde er 1992 Deutscher Meister und stand 1989 im Endspiel des UEFA-Pokals. 1999 beendete er seine Karriere beim SSV Ulm 1846.
Auswahleinsätze Beim olympischen Fußballturnier 1988 in Südkorea gewann Fitz Walter mit der deutschen Auswahl die Bronzemedaille. In der Qualifikation hatte er in vier Spielen mitgewirkt und einen Treffer erzielt. Für den ursprünglichen 20er-Kader von Coach Hannes Löhr wurde der Stuttgarter Angreifer nicht nominiert,Drei waren schon vor vier Jahren dabei. In: kicker Sportmagazin. 5. September 1988, Seite 39. aber er schaffte dann als Nachrücker den Sprung in das DFB-Aufgebot.Mit Fritz Walter nach Seoul. In: kicker Sportmagazin. 15. September 1988, Seite 2. Bei seinem einzigen Endrundenspiel gelang ihm bei der 1:2-Niederlage gegen Schweden das bundesdeutsche Tor. Trotz seiner oft herausragenden Torquoten in der 1. Bundesliga blieb ihm ein A-Länderspiel in seiner Karriere verwehrt.
Statistik Einsätze nach Sprung in den Profifußball 1981 Liga Saison Verein Spiele Tore 2 1981/82 SV Waldhof Mannheim 32 11 2 1982/83 SV Waldhof Mannheim 35 21 1 1983/84 SV Waldhof Mannheim 34 16 1 1984/85 SV Waldhof Mannheim 31 7 1 1985/86 SV Waldhof Mannheim 31 9 1 1986/87 SV Waldhof Mannheim 33 23 1 1987/88 VfB Stuttgart 33 16 1 1988/89 VfB Stuttgart 33 13 1 1989/90 VfB Stuttgart 31 13 1 1990/91 VfB Stuttgart 26 12 1 1991/92 VfB Stuttgart 38 22 1 1992/93 VfB Stuttgart 28 13 1 1993/94 VfB Stuttgart 27 13 3 1994/95 Arminia Bielefeld 14 4 2 1995/96 Arminia Bielefeld 33 21 1 1996/97 Arminia Bielefeld 3 0 3 1997/98 SSV Ulm 1846 6 6 2 1998/99 SSV Ulm 1846 3 0
Erfolge Im Verein Deutscher Meister: 1992 Deutscher Supercupsieger: 1992 Aufstieg in die erste Bundesliga: 1983, 1996, 1999 Aufstieg in die zweite Bundesliga: 1995
Nationalmannschaft Bronzemedaille beim Olympischen Fußballturnier 1988 in Seoul
Individuelle Auszeichnungen Torschützenkönig der Bundesliga: 1992 Torschützenkönig der 2. Bundesliga: 1996 Torschützenkönig des DFB-Pokals: 1992
Trivia In drei deutschen Fußballwettbewerben krönte sich Fritz Walter zum erfolgreichsten Torjäger: 1992 wurde er Torschützenkönig sowohl im DFB-Pokal als auch in der 1. Bundesliga. 1996 gelang ihm dies dann in der 2. Bundesliga.
Das Vereinsmaskottchen des VfB Stuttgart, Fritzle, wurde nach ihm benannt. Heute ist Fritz Walter Repräsentant des Sportversicherungsunternehmens 3er sports und wohnt in Wolfschlugen.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1988 Kategorie:Fußballspieler (TSG Weinheim) Kategorie:Fußballspieler (SV Waldhof Mannheim) Kategorie:Fußballspieler (VfB Stuttgart) Kategorie:Fußballspieler (Arminia Bielefeld) Kategorie:Fußballspieler (SSV Ulm 1846) Kategorie:Deutscher Meister (Fußball) Kategorie:Deutscher Supercupsieger (Fußball) Kategorie:Olympiateilnehmer (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1960 Kategorie:Mann