Kurt Vetterlein (* 21. August 1910 in Hof; † 6. September 1990 in Mühltal) war ein deutscher Diplom-Ingenieur und Kryptologe.

Vetterlein studierte in München und war seit 1929 Mitglied der Studentenverbindung Polytechnischer Club München (seit 1931 Münchener Burschenschaft Franco-BavariaWilly Nolte (Hrsg.): Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934. Berlin 1934, S. 1082. bzw. nach Fusion 1970 der Münchener Burschenschaft P.C. Apollo).Unsere Toten. In: Burschenschaftliche Blätter, 106. Jg. (1991), H. 2, S. 55. Er war ab 1940 als Oberpostrat Referatsleiter der Forschungsanstalt der Deutschen Reichspost in Kleinmachnow bei Berlin, die im Dritten Reich unter anderem mit nachrichtendienstlichen Aktivitäten betraut war.

Leistungen Vetterlein brach im Zweiten Weltkrieg die Verschlüsselung transatlantischer Telefonate durch sogenannte Zerhacker (vgl. Gellermann 1991). So war es möglich, Telefonate über die transatlantische Fernsprechverbindung, die seit 1926 bis zur Inbetriebnahme des ersten transatlantischen Telefonkabels 1956 über Funk abgewickelt wurde, abzuhören, den Gesprächsinhalt aufzunehmen und mittels Schallspektrografen wieder zu rekonstruieren.

Literatur

Weblinks Google Books Eintrag – Hightech für Hitler: die Hakeburg - vom Forschungszentrum zur Kaderschmiede Google Books Eintrag – Informationstechnik, Geschichte & Hintergründe

Einzelnachweise

Kategorie:Kryptologe Kategorie:Ingenieur Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1910 Kategorie:Gestorben im 20. oder 21. Jahrhundert Kategorie:Mann