Steinersdorf (fränkisch: Schdaanasch-dorfE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 177. Dort folgendermaßen transkribiert: „schdānəschdorf“.) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Steinersdorf liegt in der Gemarkung Schalkhausen.
Geografie 0,5 km nordwestlich des Dorfes im Süßfeld entspringt das Erlbächlein, 0,3 km südöstlich der Schollenbach, beides rechte Zuflüsse der Fränkischen Rezat. Im Südwesten liegt der Neudorfer Mühlranken und der Onolzbach. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Neudorf (1 km westlich), nach Schmalenbach (1,2 km nordöstlich), nach Wasserzell zur Bundesstraße 13 (2 km östlich) und nach Schalkhausen zur Staatsstraße 2246 (1,7 km südlich).
Geschichte Im Jahre 1288 wurde der Ort in dem Testament des Wolfram von Dornberg als „Steinhartsdorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist Stainhard, der Personenname des Siedlungsgründers.E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 177.
Im 16-Punkte-Bericht des Oberamtes Ansbach von 1684 wurden für Steinersdorf 11 Mannschaften verzeichnet (4 Höfe, 6 Güter und 1 Gütlein). Außerdem gab es ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht, die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus.Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 128, 3205. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 692.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Steinersdorf 12 Anwesen (1 Hof, 2 Halbhöfe, 9 Söldengüter). Das Hochgericht, die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen übte weiterhin das Hofkastenamt Ansbach aus. Neben den Anwesen gab es noch kommunale Gebäude (Hirtenhaus, Brechhaus).M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 913. Es gab zu dieser Zeit 11 Untertansfamilien.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 433. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1008f.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Steinersdorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Schalkhausen und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Schalkhausen zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. Diese wurde am 1. Juli 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Ansbach eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 59 70 71 77 68 82 76 98 76 60 61HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 13 14 14 15 13 13 15 15Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Nikolaus (Schalkhausen) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort in der kreisfreien Stadt Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1288