Waldweiler ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell an.
Geographische Lage Waldweiler liegt am Schwarzwälder Hochwald und im Naturpark Saar-Hunsrück. Es befindet sich am Nordwestfuß des Teufelskopfs () und am quellnahen Oberlauf des Burkelsbachs.
Zu Waldweiler gehören auch die Wohnplätze Haus Bilstein und Mühlscheid sowie ein paar Häuser des Weilers Niederkell, der ansonsten auf der Gemarkung der Gemeinde Mandern liegt.
Durch den nördlichen Teil der Gemarkung verlief früher die Strecke der Hochwaldbahn, heute verläuft dort der Ruwer-Hochwald-Radweg.
Geschichte Die Vorgeschichte des Lebens um den Teufelskopf reicht bis zur Zeit der Kelten zurück, die in dieser Gegend Eisenerz abbauten. Die ersten Nachweise einer Besiedlung der heutigen Ortslage von Waldweiler stammen aus der Römerzeit, aus der bisher sieben römische Siedlungsstellen lokalisiert wurden.
Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Ort zur reichsunmittelbaren Herrschaft Schillingen des Trierer Domkapitels.Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz. Die Karte von 1789 (2. Band), Bonn 1898. S. 168, 491. Im Jahr 1794 wurde das Linke Rheinufer von französischen Revolutionstruppen eingenommen. Von 1798 bis 1814 gehörte Waldweiler zum Kanton Hermeskeil im Saardepartement. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen kam die Region zum Königreich Preußen. Die Gemeinde war der Bürgermeisterei Kell im 1816 errichteten Landkreis Trier zugeordnet und gehörte von 1822 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs zur Rheinprovinz. Seit 1946 ist Waldweiler Teil des Landes Rheinland-Pfalz.
Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Waldweiler, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen: Jahr Einwohner 1815 242 1835 425 1871 503 1905 433 1939 616 1950 629 Jahr Einwohner 1961 714 1970 844 1987 874 2005 900 2011 838 2017 806
Politik Gemeinderat Der Ortsgemeinderat in Waldweiler besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.
Die Sitzverteilung im Ortsgemeinderat: Wahl SPD CDU WGV FBL WG1 WG2 Gesamt 2024 – – 5 7 – – 12 Sitze 2019 1 – 4 7 – – 12 SitzeDer Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: 2014 5 – – – 3 4 12 SitzeDer Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: 2009 7 – – – 5 – 12 Sitze 2004 3 5 – – 4 – 12 Sitze
Bürgermeister Manfred Rauber wurde 2002 Ortsbürgermeister von Waldweiler. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 72,14 % und am 9. Juni 2024 als einziger Bewerber mit 80,3 % jeweils für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.
Sehenswürdigkeiten Die Kirche St. Willibrord wurde in den Jahren 1969 bis 1973 nach Plänen des Architekten Heinz Bienefeld als Ziegelbau auf einem vieleckigen Grundriss errichtet. Der gotische Chor der Vorgängerkirche wurde beim Neubau integriert. Die Kirche wurde im Jahr 1977 mit dem Preis für vorbildliches Bauen in Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.Waldweiler St. Willibrord, abgerufen am 12. September 2022
Sender Teufelskopf 1962 erbauter, 120 m hoher Mast des Senders Teufelskopf zur Verbreitung von Fernsehprogrammen auf dem Teufelskopf
Literatur Ernst Wackenroder: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. Band 15, Abt. 2. L. Schwann, Düsseldorf 1936 (Die Kunstdenkmäler des Landkreises Trier), Nachdruck vom Verlag der Akademischen Buchhandlung Interbook, Trier 1981, S. 383–384.
Weblinks
Waldweiler auf der Website der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell
Einzelnachweise
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