mini|Kapelle in Zückshut

Zückshut ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Breitengüßbach im oberfränkischen Landkreis Bamberg in Bayern. Die Gemarkung Zückshut hat eine Fläche von 1,544 km². Sie ist in 478 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 3230 m² haben.

Geografie Das Kirchdorf liegt am Kesselgraben, dem linken Oberlauf des Güßbachs. Im Süden grenzt der Zückshuter Forst an. Die Kreisstraße BA 16 führt nach Laubend (1,4 km südöstlich) bzw. nach Breitengüßbach zur Bundesstraße 4 (2,9 km westlich).

Geschichte Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Zückshut aus 16 Anwesen (1 Söldenhaus, 9 Häuser mit Stadel, 2 Söldenhäuslein, 2 Tropfhäuser, 2 Halbhäuser) und einem Gemeindehirtenhäuslein. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Hallstadt aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Amt Hallstadt.W. Weiß: Bamberg, S. 189. Die Viehzucht, der Obst- und Getreidebau reicht nur für die Eigenversorgung aus.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, Sp. 540f.

Im Jahre 1802 kam Zückshut an das Kurfürstentum Bayern. Im Zuge des Gemeindeedikts wurde 1811 der Steuerdistrikt Zückshut gebildet, zu dem Laubend gehörte. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt 1818 entstanden die Ruralgemeinde Zückshut, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Scheßlitz zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Scheßlitz (1919 in Finanzamt Scheßlitz umbenannt, ab 1928 Finanzamt Bamberg-Land). Ab 1862 war das neu gebildete Bezirksamt Bamberg I für die Verwaltung zuständig, mit dessen Auflösung im Jahr 1929 ist es das Bezirksamt Bamberg (1939 in Landkreis Bamberg umbenannt). Die Gerichtsbarkeit lag weiterhin beim Landgericht Scheßlitz (1880 in Amtsgericht Scheßlitz umbenannt, seit 1932 Amtsgericht Bamberg).W. Weiß: Bamberg, S. 280. Am 1. Mai 1949 wurde Laubend nach Memmelsdorf umgemeindet. Dadurch verringerte sich die Fläche der Gemeinde von 3,392 km² auf 1,548 km².

Am 1. Mai 1978 wurde Zückshut im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Breitengüßbach eingegliedert.

Baudenkmäler Hauptstraße 27: Katholische Kapelle Marienkrönung

Einwohnerentwicklung Gemeinde Zückshut Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 158 240 216 223 236 226 236 242 256 253 262 273 260 265 256 261 272 307 296 453 253 260 290 325HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 40 41 44 45 45 48 34 51 Quelle

Ort Zückshut Jahr 1799 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2020 2026Einwohner 61 80 133 126 132 128 143 253 290 325 329 362 380Häuser 17 23 25 25 27 34 51 83 Quelle

Religion Zückshut ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Leonhard (Breitengüßbach) gepfarrt.

Die Kirche wurde 1772 errichtet und im Jahre 1926 durch einen Blitzeinschlag zerstört, danach wieder aufgebaut und 1943 an die Gemeinde Breitengüßbach verkauft. 2006 wurde die Kirche renoviert.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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