Der Wahlkreis Biberach (Wahlkreis 66) ist ein Landtagswahlkreis im Südosten von Baden-Württemberg. Er umfasste bei der Landtagswahl 2021 die Gemeinden Achstetten, Alleshausen, Allmannsweiler, Altheim, Attenweiler, Bad Buchau, Bad Schussenried, Betzenweiler, Biberach an der Riß, Burgrieden, Dürmentingen, Dürnau, Eberhardzell, Erlenmoos, Ertingen, Gutenzell-Hürbel, Hochdorf, Ingoldingen, Kanzach, Langenenslingen, Laupheim, Maselheim, Mietingen, Mittelbiberach, Moosburg, Ochsenhausen, Oggelshausen, Riedlingen, Schemmerhofen, Schwendi, Seekirch, Steinhausen an der Rottum, Tiefenbach, Ummendorf, Unlingen, Uttenweiler, Wain und Warthausen aus dem Landkreis Biberach. Wahlberechtigt waren bei der Landtagswahl 2021 130.761 Einwohner des Wahlkreises.
Die Grenzen der Landtagswahlkreise wurden nach der Kreisgebietsreform von 1973 zur Landtagswahl 1976 grundlegend neu zugeschnitten und seitdem nur punktuell geändert. Der Wahlkreis Biberach war zunächst identisch mit dem Landkreis Biberach,Wahlkreiseinteilung von 1975 (PDF; 344 kB) musste aber infolge stark überdurchschnittlichen Bevölkerungswachstums zur Landtagswahl 2006 erstmals verkleinert werden. Deswegen wurden die Gemeinden Berkheim, Kirchdorf an der Iller und Tannheim dem Wahlkreis Wangen zugeordnet. Zur Landtagswahl 2011 an wurden auch die Gemeinden Dettingen an der Iller, Erolzheim, Kirchberg an der Iller und Rot an der Rot an den Wahlkreis Wangen angegliedert.Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: (Abgerufen am 7. April 2011)
Wahl 2026
Wahl 2021
Die Landtagswahl 2021 hatte folgendes Ergebnis: Direktkandidat Partei Stimmen in % Landtagswahl 2016Stimmen in %Robert WiestGrüne28,929,4Thomas DörflingerCDU34,135,9Volker KörnerAfD10,015,0Bettina WeinrichSPD5,87,3Hildegard OstermeyerFDP8,17,2Ralph HeidenreichDIE LINKE2,21,9Norbert Huchlerödp2,31,0Samuel SchmidPiratenpartei0,6–Wolfram PfeiferDie PARTEI1,6–Oliver LangFreie Wähler3,3–Marianne MüllerdieBasis1,3–Georg Nuoffer-WagnerKlimalisteBW0,6–Jan-Christopher ZubelWiR20200,6–Kasimir RomerVolt0,5––Sonstige–2,3
Wahl 2016
Die Landtagswahl 2016 hatte folgendes Ergebnis:Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: (Abgerufen am 7. April 2011)Innenministerium Baden-Württemberg: S. 69. (PDF, 180 kB, abgerufen am 7. April 2011)
Direktkandidat Partei Stimmen in % Landtagswahl 2011Stimmen in %umgerechnet auf die Wahlkreiseinteilung 2011 Thomas Dörflinger CDU35,950,7 Josef Weber Grüne29,418,8 Stefan Gretzinger SPD7,317,0 Tim Hundertmark FDP7,24,5 Ralph Heidenreich DIE LINKE1,92,4 Michael Vogel AfD15,0– Werner Knörle ALFA0,9– Karl-Ludwig Lechner REP0,41,8 Gudrun Diebold ödp1,01,7 Siegfried Härle NPD0,50,9 Hermann Steinwander Einzelbewerber0,5– – Sonstige−0,8
Wahl 2011 Die Landtagswahl 2011 hatte folgendes Ergebnis:Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: (Abgerufen am 7. April 2011)Innenministerium Baden-Württemberg: S. 69. (PDF, 180 kB, abgerufen am 7. April 2011)
Direktkandidat Partei Stimmen in % Landtagswahl 2006Stimmen in %umgerechnet auf die Wahlkreiseinteilung 2011 Peter Schneider CDU50,750,6 Eugen Schlachter Grüne18,817,0 Franz Lemli SPD17,016,1 Oliver Lukner FDP4,58,3 Ulrich Widmann DIE LINKE2,4 WASG: 2,3 Robert Conin Piraten2,3– Armin Ernst REP1,82,6 Gudrun Diebold ödp1,71,0 Siegfried Herle NPD0,91,2 – Sonstige−0,8
Abgeordnete seit 1976 Seit der Landtagswahl 2026 wird ein Direktmandat durch die relative Mehrheit der Erststimmen bestimmt. Bis zur Wahl 2021 hatte jeder Wähler bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg nur eine Stimme, mit der sowohl der Direktkandidat als auch die Gesamtzahl der Sitze einer Partei im Landtag ermittelt werden.Landtag Baden-Württemberg: Erläuterung des Wahlrechts Dabei gab es keine Landes- oder Bezirkslisten, stattdessen wurden zur Herstellung des Verhältnisausgleichs unterlegenen Wahlkreisbewerbern Zweitmandate zugeteilt. Bis zur Wahl 2006 wurden diese Mandate nach absoluter Stimmenzahl auf Ebene der Regierungsbezirke zugeteilt; bei den Wahlen 2011 bis 2021 erfolgte die Zuteilung nach den relativen Stimmenanteilen.
Den Wahlkreis Biberach vertraten seit 1976 folgende Abgeordnete im Landtag: Partei Art des Mandats Gewählte CDU Direktmandat Wilfried Steuer 1976, 1980, 1984, 1988Gerd Scheffold 1992, 1996Peter Schneider 2001, 2006, 2011Thomas Dörflinger 2016, 2021, 2026 Zweitmandat Franz Baum 1976, 1980, 1984 Grüne Zweit-/Listenmandat Oswald Metzger 2006 (ab 2007 parteilos), Mandat niedergelegt zum 8. Februar 2008Eugen Schlachter, nachgerückt am 18. Februar 2008Berat Gürbüz 2026 REP Zweitmandat Josef Huchler 1996
Da der CDU im Regierungsbezirk Tübingen 1976, 1980 und 1984 mehr Sitze zustanden, als es dort Wahlkreise gibt, wurden ihr ein bzw. zwei zusätzliche Zweitmandate für Ersatzbewerber in den Wahlkreisen mit der höchsten Zahl absoluter Stimmen zugeteilt. Der Wahlkreis Biberach war dabei jeweils der Wahlkreis mit der höchsten Stimmenzahl für die CDU.
Einzelnachweise
Biberach Kategorie:Politik (Landkreis Biberach)