Linksnet, ein Projekt von über 50 Zeitschriften, ist eine deutschsprachige Website für Politik und Wissenschaft. Ziel des Kooperationsprojektes ist es, Inhalte linker Zeitschriften und Netzwerke zu bündeln und dauerhaft im Internet verfügbar zu machen. Da die Printausgaben der Zeitschriften teilweise vergriffen und Artikel nicht immer im Internet abrufbar sind, sieht sich Linksnet auch als ArchivStefan Kühn: Auswertung der Linksnet LeserInnenbefragung 12/2006, Linksnet 2007In der Leser-Befragung 2006 wurde als eine der wichtigsten Funktionen das Archiv genannt., das als Quelle wissenschaftlicher Literaturz. B. Bag Shi e. V. (Hrsg.): Existenzgeld reloaded, Neu-Ulm: AG SPAK Bücher 2008, ISBN 978-3-930830-96-1, S. 85. Ulf von Krause: Mehrebenengovernance in der EU: Deutsche Mitwirkung an der Rechtsetzung, Wiesbaden: VS Verlag 2008, ISBN 978-3-531-16089-4, S. 85. B. Wilhelm Hofmann: Bildpolitik, Sprachpolitik: Untersuchungen zur politischen Kommunikation in der entwickelten Demokratie, Berlin-Hamburg-Münster: LIT Verlag 2006, ISBN 978-3-8258-9416-0, S. 3. Sabine Stövesand: Doppelter Einsatz: Gemeinwesenarbeit und Gouvernementalität In: Roland Anhorn, Frank Bettinger, Johannes Stehr (Hrsg.): Foucaults Machtanalytik und soziale Arbeit: Eine kritische Einführung und Bestandsaufnahme (Perspektiven kritischer sozialer Arbeit, Bd. 1), Wiesbaden: VS Verlag 2007, ISBN 978-3-531-15020-8, S. 293. und ArbeitenJon Griebler: (PDF; 438 kB), Diplomarbeit, Graz 2006, S. 82. Raimund Hofbauer: (PDF; 1,4 MB), Diplomarbeit, Wien 2008, S. 210. Thomas Löding: Das bedingungslose Grundeinkommen – Eine neoliberale Forderung? (PDF; 2,4 MB), Diplomarbeit, Göttingen 2007, S. 24., sowie in der schulischen Bildung Verwendung findet.
Das Projekt umfasst ein Spektrum der politischen Linken im Umfeld der parlamentarischen Parteien SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke. Einige der an Linksnet beteiligten Projekte, wie „marx21“ und die „Marxistischen Blätter“, werden im Verfassungsschutzbericht 2014 in der Rubrik Linksextremismus aufgeführt.Verfassungsschutzbericht 2014 S. 179, 192
Bis 2009 veröffentlichten 40 Zeitschriften (Stand 09/2009) aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Artikel von Autoren auf Linksnet. Zudem werden auch Beiträge von Einzelautoren publiziert.Aktuelle Liste der Autoren in Linksnet Ende 2009 waren über 4000 Artikel und Rezensionen von über 2000 Autoren im Volltext auf Linksnet abrufbar.
Geschichte
Gegründet wurde Linksnet im Herbst 1999 auf Initiative von Rainer Rilling, Kai Wagner, Markus Lauber und Gerd Siebecke. Das Projekt wurde von Beginn an durch den Verein LinksNet e. V. getragen und von der Rosa-Luxemburg-Stiftung gefördert. Im Herbst 2000 ging das Portal online, zunächst auf Basis eines selbstentwickelten Content-Management-Systems, das 2008 durch Drupal ersetzt wurde.Rainer Rilling: Linksnet: Ein Unikat – von links. In: Z. Zeitschrift für marxistische Erneuerung, Nr. 87, September 2011, online.
Neben Artikeln aus den Printausgaben der beteiligten Zeitschriften wurde zunächst auch ein Webverzeichnis erstellt, das auf der politischen Linksammlung Wissenschaft plus Politik von Rainer Rilling basierte.Tim Klein, Markus Lauber: Yahoo & Co. von links: www.LinksNet.de In: Michael Heinrich: Die Wissenschaft vom Wert: die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie zwischen wissenschaftlicher Revolution und klassischer Tradition, Münster: Westfälisches Dampfboot 2000, ISBN 978-3-89691-454-5, S. 12.
Aufgrund des redaktionellen Aufwandes und des Wachstums des World Wide Web wurde das Verzeichnis 2001 wieder eingestellt.
Ende 2003 wurde Linksnet um das Weblog Linkslog erweitert, das sein Ziel, zu einem politischen Gruppenblog unterschiedlicher linker Richtungen zu werden, nicht erreichte. Im Dezember 2009 wurde Linkslog eingestellt.
Themen Nach Rainer Rilling, der selbst an der Gründung des Portals beteiligt war, nehmen im Artikelbestand des Portals „Beiträge zu allgemeinen Fragen der Gesellschafts- und Politikentwicklung eine herausragende Rolle“ ein. Während es bei den Themen „Ökonomie, Krieg & Frieden sowie internationale Beziehungen“ ähnlich aussehe, seien „Gender und Feminismus, Kultur, Medien- und Kommunikation sowie Ökologie“ zwar „wesentliche, aber deutlich geringer präsente Themen“. Die Gründungsakteure hätten sich „zumeist dem linken, linksliberalen oder gewerkschaftlichen Feld“ zugerechnet und seien im Gegensatz zu Versuchen aus der linksradikalen Szene wie Nadir „linkspluralistisch“ orientiert gewesen. Die anfängliche Fokussierung auf „Gewerkschaftsnähe“ und die fehlende Vertretung von „Grüne[n] und feministische[n] Positionen“ habe sich mit durch das Hinzustoßen weiterer Akteure aus anderen Spektren der Linken aufgehoben. Mittlerweile komme das durch Linksnet repräsentierte Spektrum „eher dem Nahe, was üblicherweise als Mosaiklinke bezeichnet wird.“
Beteiligte Zeitschriften Antifaschistisches Infoblatt alaska (nicht mehr aktiv) analyse & kritik an.schläge arranca! Ausdruck BIG Business Crime Bildpunkt Blätter für deutsche und internationale Politik Bürgerrechte & Polizei/CILIP Das Argument Das Blättchen Der Rechte Rand Direkte Aktion Fantômas Forum Recht Forum Wissenschaft Gen-ethischer Informationsdienst (GID) Graswurzelrevolution grundrisse. zeitschrift für linke theorie & debatte Berliner Debatte Initial Inamo isw – sozial-ökologische Wirtschaftsforschung Iz3w Kurswechsel Lateinamerika Nachrichten Lotta Lunapark21 Luxemburg MALMOE. Gute Seiten, schlechte Zeiten marx21 Memo-Forum Marxistische Blätter Ossietzky Peripherie Perspektiven Prager Frühling PROKLA SoZ Sozialismus spw – Zeitschrift für sozialistische Politik und Wirtschaft Streifzüge sul serio tendenz utopia UTOPIEkreativ ver.di Perspektiven W&F Wissenschaft & Frieden WeltTrends Widerspruch Widersprüche Z. Zeitschrift Marxistische Erneuerung ZAG
Literatur Rainer Rilling: Linksnet: Ein Unikat – von links. In: Z. Zeitschrift Marxistische Erneuerung, Nr. 87, September 2011, online.
Weblinks www.linksnet.de
Fußnoten Anmerkungen
Einzelnachweise
Kategorie:Politik-Website Kategorie:Deutschsprachiges Medium Kategorie:Antifaschistisches Medium Kategorie:Online seit 2000