Basisdaten Bezirk der DDR Neubrandenburg Kreisstadt Neustrelitz Fläche 1.243 km² (1989) Einwohner 54.076 (1989) Bevölkerungsdichte 44 Einwohner/km² (1989) Kfz-Kennzeichen C (1953–1990)CI und CJ (1974–1990)NZ (1991–1994) 250px Der Kreis Neustrelitz im Bezirk Neubrandenburg
Der Kreis Neustrelitz lag im Bezirk Neubrandenburg der DDR. 1946 gebildet, wurde er 1990 Landkreis und bestand bis 1994 als Landkreis Neustrelitz fort. Sein Gebiet gehörte ab 1994 zum Landkreis Mecklenburg-Strelitz und gehört seit 2011 zum Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Der Sitz der Kreisverwaltung befand sich in Neustrelitz.
Geographie
Lage Der Kreis Neustrelitz lag im südlichen Teil des ehemaligen Freistaates Mecklenburg-Strelitz und umfasste unter anderem einen großen Teil des Neustrelitzer Kleinseenlandes. Er war flächenmäßig der drittgrößte Kreis der DDR.
Größte Gemeinden Die größten Orte des Kreises neben der Kreisstadt Neustrelitz waren die Städte Feldberg, Mirow und Wesenberg sowie die Gemeinden Blankensee, Carpin, Rechlin und Wustrow.
Nachbarkreise Die Nachbarkreise des Kreises Neustrelitz waren im Uhrzeigersinn im Nordwesten beginnend die Kreise Waren, Stadtkreis Neubrandenburg (ab 1969), Neubrandenburg-Land, Strasburg, Prenzlau, Templin, Gransee, Neuruppin, Wittstock und Röbel/Müritz.
Geschichte In der Sowjetischen Besatzungszone wurde am 1. April 1946 im Land Mecklenburg der Landkreis Stargard aufgelöst. Aus seinem südwestlichen Teil wurde unter Einschluss der bis dahin kreisfreien Stadt Neustrelitz der Kreis Neustrelitz gebildet. 1950 wurde der Fürstenberger Werder mit der Stadt Fürstenberg in den Landkreis Ruppin im Land Brandenburg umgegliedert.
Am 25. Juli 1952 kam es in der DDR zu einer weiteren Kreisreform, bei der unter anderem die Länder aufgelöst wurden. Der Kreis Neustrelitz wurde um Teile des Landkreises Waren vergrößert und dem Bezirk Neubrandenburg der DDR zugeordnet.
Am 17. Mai 1990 wurde aus dem Kreis der Landkreis Neustrelitz.Durch Gesetz über die Selbstverwaltung der Gemeinden und Landkreise in der DDR (Kommunalverfassung) vom 17. Mai 1990, im Gesetzblatt der DDR 1990, Band I, S. 255, Online (PDF). Bei der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten wurde der Kreis dem wiedergegründeten Land Mecklenburg-Vorpommern zugesprochen. Sein Gebiet ging bei der ersten Kreisgebietsreform in Mecklenburg-Vorpommern, die am 12. Juni 1994 in Kraft trat, in den neuen Landkreisen Mecklenburg-Strelitz und Müritz auf, die 2011 wiederum Teile des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte wurden.
Einwohnerentwicklung Kreis Neustrelitz Jahr 1946 1960 1971 1981 1989 Einwohner 70.972 63.092 60.659 55.852 54.076
Wirtschaft Bedeutende Betriebe waren unter anderem VEB Maschinelles Rechnen Neustrelitz VEB Fahrzeugbau Mirow VEB Elektroanlagenbau Neustrelitz VEB Getreidewirtschaft Feldberg VEB Schiffswerft Rechlin Bahnbetriebswerk Neustrelitz der Deutschen Reichsbahn VEB Eisengießerei Neustrelitz KIB Neustrelitz VEB Kraftverkehr Neustrelitz
Verkehr Dem überregionalen Straßenverkehr dienten die F 96 von Stralsund über Neustrelitz nach Berlin, die F 193 von Neustrelitz nach Penzlin und die F 198 von Plau am See über Neustrelitz nach Prenzlau.
Das Kreisgebiet wurde durch die Eisenbahnstrecken Berlin–Neustrelitz–Stralsund und Neustrelitz–Rostock in das Bahnnetz der DDR eingebunden. Daneben führten die Nebenbahnen Wittenberge–Neustrelitz–Strasburg und Thurow–Feldberg durch das Kreisgebiet.
Städte und Gemeinden Am 3. Oktober 1990 gehörten folgende 32 Gemeinden zum Landkreis Neustrelitz: Schlüssel-Nr. Gemeinde Schlüssel-Nr. Gemeinde 13 0 26 030 Blankensee 13 0 26 310 Lichtenberg 13 0 26 040 Blumenholz 13 0 26 320 Lüttenhagen 13 0 26 080 Carpin 13 0 26 330 Mirow, Stadt 13 0 26 100 Conow 13 0 26 340 Möllenbeck 13 0 26 110 Dabelow 13 0 26 360 Neustrelitz, Stadt 13 0 26 120 Diemitz 13 0 26 370 Priepert 13 0 26 130 Dolgen 13 0 26 390 Rechlin 13 0 26 140 Feldberg, Stadt 13 0 26 400 Rödlin-Thurow 13 0 26 150 Fürstensee 13 0 26 410 Roggentin 13 0 26 160 Godendorf 13 0 26 430 Schwarz 13 0 26 210 Grünow 13 0 26 440 Strasen 13 0 26 220 Hohenzieritz 13 0 26 480 Userin 13 0 26 230 Klein Trebbow 13 0 26 500 Watzkendorf 13 0 26 240 Klein Vielen 13 0 26 510 Wesenberg, Stadt 13 0 26 250 Kratzeburg 13 0 26 520 Wokuhl 13 0 26 280 Lärz 13 0 26 540 Wustrow Ehemalige Gemeinden Ahrensberg, am 1. Januar 1973 zu Wesenberg Blankenförde-Kakeldütt, am 1. Januar 1973 zu Roggentin Boek, am 1. Januar 1973 zu Rechlin Buschhof, am 15. Juni 1965 zu Schwarz Canow, am 1. Januar 1969 zu Wustrow Cantnitz, am 1. Juli 1974 zu Lüttenhagen Carwitz, am 1. Januar 1969 zu Feldberg Drosedow, am 15. Juni 1965 zu Canow Fleeth, am 1. Januar 1957 zu Diemitz Gaarz, am 1. Juli 1961 zu Lärz Goldenbaum, am 1. Januar 1973 zu Carpin Granzin, am 1. Januar 1969 zu Kratzeburg Groß Quassow, am 1. Januar 1973 zu Userin Groß Schönfeld, am 1. Januar 1973 zu Blankensee Hasselförde, am 1. Januar 1962 zu Dolgen Koldenhof, am 1. Januar 1957 zu Dolgen Krumbeck, am 1. Januar 1973 zu Lichtenberg Krümmel, am 1. Januar 1973 zu Lärz Laeven, am 1. Januar 1969 zu Feldberg Leussow, am 1. Januar 1973 zu Roggentin Liepen, am 15. Juli 1965 zu Klein Vielen Mechow, am 15. Juli 1965 zu Dolgen Neugarten, am 1. Januar 1968 zu Lichtenberg Peckatel, am 1. Juli 1961 zu Klein Vielen Peetsch, am 1. Juli 1961 zu Mirow Pieverstorf, am 1. Januar 1957 zu Kratzeburg Prillwitz, am 1. Juli 1964 zu Hohenzieritz Quadenschönfeld, am 1. Januar 1973 zu Möllenbeck Retzow, am 15. Juli 1965 zu Rechlin Rödlin, am 1. Januar 1973 zu Rödlin-Thurow Schlicht, am 1. Januar 1974 zu Feldberg Strasen, am 1. Januar 1969 zu Strasen-Piepert Thurow, am 1. Januar 1973 zu Rödlin-Thurow Triepkendorf, am 1. Januar 1973 zu Dolgen Usadel, am 1. Januar 1973 zu Blumenholz Warbende, am 1. Januar 1973 zu Möllenbeck Wittenhagen, am 1. Januar 1968 zu Conow Wrechen, am 1. Januar 1968 zu Lichtenberg Zachow, am 1. Juli 1961 zu Groß Nemerow Zirtow, am 1. Januar 1968 zu Wesenberg
Kfz-Kennzeichen Den Kraftfahrzeugen (mit Ausnahme der Motorräder) und Anhängern wurden von etwa 1974 bis Ende 1990 dreibuchstabige Unterscheidungszeichen, die mit den Buchstabenpaaren CI und CJ begannen, zugewiesen. Die letzte für Motorräder genutzte Kennzeichenserie war CT 60-01 bis CT 99-99.
Anfang 1991 erhielt der Landkreis das Unterscheidungszeichen NZ. Es wurde bis zum 11. Juni 1994 ausgegeben. Aufgrund der Kennzeichenliberalisierung ist es seit dem 18. März 2013 im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte erhältlich.
Einzelnachweise
Neustrelitz Neustrelitz Kategorie:Bezirk Neubrandenburg Kategorie:Geschichte (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Neustrelitz Landkreis Neustrelitz