Die Fichtenohe ist ein etwa 15 km langer, linker Zufluss der Pegnitz in Oberfranken. Sie ist ein Teil von deren hydrologischen Hauptstrang und wird von manchen als Nebenname des Oberlaufs der Pegnitz angesehen. Der längste Weg im Main-System führt über die Fichtenohe, Pegnitz (128,25 km) und Regnitz (63,76 km) in den Main (Mainkilometer 384,07) mit einer Gesamtlänge von 576,08 km.
Name Das Bestimmungswort Fichten- des Gewässernamens rührt vom dichten Fichtenwald in der Region her, das Grundwort -ohe ist eine Form eines weitverbreiteten Flussnamens alten Ursprungs, der fließendes Wasser bedeutet. Als -ohe, -ach und auch als selbständiges Wort Aach, Ach, Ache, Achen tritt er in den Namen zahlreicher Gewässer im deutschsprachigen Raum auf.
Geographie Verlauf mini|hochkant|Bachkreuzung (Düker) von Mühlbach und Pegnitz Sie entspringt im Lindenhardter Forst unweit der Rotmainquelle und des Ursprungs der Püttlach nördlich von Lindenhardt nahe der A 9. Die von dort nach Süden fließende Fichtenohe erreicht etwas oberhalb der Stadt Pegnitz das Tal des Zipser Mühlbaches. An dessen Mündung wechselt sie ihre Fließrichtung nach Westen, knickt dann wieder nach Süden ab und teilt sich in Pegnitz in zwei Arme:
Der rechte Flusslauf fließt am Freibad vorbei und umfließt den historischen Stadtkern in einem Bogen nach Westen. Nach ungefähr einem Kilometer wird er unterhalb des Schlossberges vom etwa 100 m langen und deutlich kleineren Bach aus der Pegnitzquelle verstärkt und heißt von dort an Pegnitz.
Der linke, im Mittelalter angelegte Teilarm, der auch Mühlbach genannt wird, durchfließt Teile der Altstadt und unterquert nach etwa 900 m in einem Düker die von rechts und Westen kreuzende Pegnitz, die den rechten Arm aufgenommen hat. Der Mühlbach knickt danach nach Südosten ab und folgt parallel der Pegnitz. An der Röschmühle wird ein Großteil des Mühlbachwassers der Pegnitz zugeführt, der Rest verschwindet im sogenannten Wasserberg. Während die Pegnitz diesen in einer 1,8 km langen östlichen Schlinge in etwa 15 Minuten umfließt, braucht der unterirdische Durchfluss der Fichtenohe bei 320 m Luftlinie etwa 180 Minuten. Gleich nach dem Wiederaustritt der Rest-Fichtenohe aus dem Berg mündet sie auf einer Höhe von ungefähr von rechts in die Pegnitz.
Einzugsgebiet Das Einzugsgebiet der Fichtenohe beträgt 66,05 km² und bildet den nördlichsten Teil des Einzugsgebietes der Pegnitz. Es liegt nahezu vollständig in der geologischen Formation des Braunen Jura, nur im äußersten Westen gibt es südlich von Trockau einen schmalen Gebietsstreifen, der in der Gesteinseinheit des Weißen Jura liegt.
Zuflüsse Direkte und indirekte Zuflüsse
Direkte Zuflüsse (Eine Auswahl von der Quelle zur Mündung)
Langwiesenbach, von rechts nahe Hummeltal-Weiglathal Käsbrunnengraben, von rechts bei Creußen-Unterhohlmühle Hämmerlesbach, von rechts vor Pegnitz-Leups Gemüsbach, von rechts bei Pegnitz-Kotzenhammer Brunnbach, von links vor Pegnitz-Wolfslohe Wolfslohbach, von links bei Wolfslohe Zipser Mühlbach, von links bei Pegnitz-Haidmühle Erlbach, von rechts in Pegnitz-Buchau Buchauer Bach, von rechts in Buchau
Flusssystem Pegnitz Fließgewässer im Flusssystem Pegnitz
Literatur
Weblinks
Renaturierung der Fichtenohe
Einzelnachweise Nach und Länge des Gewässerabschnitts ab dem Zufluss des Erlbachs bis zum Zusammenlauf des rechten Asts mit dem Abfluss der Pegnitzquelle auf abgemessen. Der längere linke Mühlbach-Zweig ist, da er eine rechte Flussschlinge abkürzt, in offenem Lauf nur gut 0,4 km länger, hinzu kommt für diesen Zweig noch der unterirdische Lauf unbekannter Trasse durch den Wasserberg, welcher in Luftlinie knapp 0,4 km misst.
Kategorie:Fließgewässer im Landkreis Bayreuth Kategorie:Fluss in Bayern Kategorie:Fluss in Europa Kategorie:Gewässer in der Fränkischen Schweiz