miniatur|links|Burg von Sabugal
Sabugal ist eine Gemeinde und Stadt (Cidade) in Portugal mit Einwohnern (Stand ). Es gehört zur Rede de Judiarias, einem Verbund von Orten mit historisch bedeutenden jüdischen Gemeinden, die u. a. ein gemeinsames touristisches Marketing betreiben. Mit dem Ort Sortelha liegt zudem eines der historischen Dörfer (Aldeias Históricas de Portugal) im Kreis von Sabugal.
Geschichte Die Stadt liegt im Gebiet des Flusses Côa mit seinen Ausgrabungsstätten des Parque Arqueológico do Vale do Côa. Im Stadtgebiet gibt es Spuren menschlicher Besiedlung bis in die Jungsteinzeit. Zahlreich sind die Funde aus der Bronzezeit, und aus der Eisenzeit sind verschiedene Befestigungsanlagen, Metall- und Keramikgegenstände erhalten.
Die ganze Gegend erlebte in den Jahrhunderten nach dem Ende der römischen Besatzung eine wechselhafte Geschichte und war mal maurisch, mal gehörte es zum Königreich León, und mal war es portugiesisch, was es seit dem Vertrag von Alcañices 1297 formal und nach zahlreichen kastilischen Angriffen bis 1393 dann faktisch geblieben ist.
Im Zuge der Verwaltungserneuerungen erhält Sabugal von König Manuel Verwaltungsrechte ("Foral") und modernisierte Befestigungsanlagen.
Am 3. April 1811 besiegten britische und portugiesische Truppen hier die napoleonische Invasionsarmee und vertrieben die Franzosen mit diesem Sieg endgültig aus Portugal.
Mit den Verwaltungsreformen Mitte des 19. Jahrhunderts wurde 1855 der Kreis (Concelho) von Sabugal geschaffen, in dem 40 Gemeinden (Freguesias) zusammengefasst wurden, darunter die zuvor eigenständigen Kreise Alfaiates, Vila do Touro, Sortelha und Vilar Maior., abgerufen am 30. Dezember 2012
Die Gemeinde ist Namensgeberin für das Mineral Sabugalit, das in der nahe gelegenen Grube Bica entdeckt und 1951 von Clifford Frondel erstbeschrieben wurde.
Verwaltung Der Kreis Sabugal ist Sitz eines gleichnamigen Kreises, der im Osten an Spanien grenzt. Die Nachbarkreise sind (im Gegen-Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Almeida, Guarda, Belmonte, Fundão, sowie Penamacor.
Mit der Gebietsreform im September 2013 wurden mehrere Gemeinden zu neuen Gemeinden zusammengefasst, sodass sich die Zahl der Gemeinden von zuvor 41 auf 30 verringerte.Veröffentlichung der administrativen Neuordnung im Gesetzesblatt Diário da República vom 28. Januar 2013, abgerufen am 16. März 2014
Die folgenden Gemeinden (freguesias) liegen im Kreis Sabugal: mini|hochkant=1.3|Kreis Sabugal
Bevölkerungsentwicklung Einwohnerzahl im Kreis Sabugal (1801–2011) 1801 1849 1900 1930 1960 1981 1991 2001 2011 7157 11.669 33.047 33.774 38.062 18.927 16.919 14.871 12.544
Söhne und Töchter José Francisco Sanches Alves (* 1941), Erzbischof von Évora Manuel António Pina (1943–2012), Journalist und Schriftsteller Joaquim Sapinho (* 1964), Filmregisseur und -produzent
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Einzelnachweise
Kategorie:Namensgeber für ein Mineral