Vinhais ist eine Kleinstadt (Vila) und ein Kreis (Concelho) in Portugal mit Einwohnern (Stand ). Der Ortsname leitet sich von einer traditionell bedeutenden Tätigkeit im Kreis ab, dem Weinbau. mini|Verschneite Landschaft des Kreises Vinhais Geschichte Archäologische Funde und Ausgrabungen belegen eine vorgeschichtliche Besiedlung des Kreisgebietes, etwa der Castro Ciradelha oder die Ausgrabung der eisenzeitlichen Siedlung Castrilhão. Der heutige Ort wurde erstmals offiziell im 12. Jahrhundert erwähnt. 1253 erteilte ihm König D.Afonso III. seine ersten Stadtrechte (Foral), die von König Manuel I. im Jahr 1512 erneuert wurden.
Als im Jahr 1384 das erbberechtigte Königreich Kastilien trotz der Portugiesischen Revolution von 1383 das Nachbarland zu vereinnahmen suchte, hisste Vinhais die Flagge Kastiliens und verweigerte dem neuproklamierten portugiesischen König Johann I. die Gefolgschaft.
Nach der Proklamation der Portugiesischen Republik im Jahr 1910 besetzte Paiva Couceiro Vinhais 1911 vorübergehend, im Zuge einer seiner antirepublikanischen Putschversuche.www.verportugal.net, abgerufen am 9. Februar 2013
Verwaltung mini|Blick über Tuizelo Kreis Bis 2013 bestand der Landkreis (Concelho) von Vinhais aus folgenden Gemeinden (Freguesias): mini|hochkant=1.3|Kreis Vinhais
Vinhais ist Sitz eines gleichnamigen Kreises, der im Norden an Spanien grenzt. Die Nachbarkreise sind (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Bragança, Macedo de Cavaleiros, Mirandela, Valpaços sowie Chaves.
Nord: Spanien West: Valpaços und Chaves Vinhais Ost: Bragança Sud: Macedo de Cavaleiros und Mirandela
Bevölkerungsentwicklung Einwohnerzahl im Kreis Vinhais (1801–2011) 1801 1849 1900 1930 1960 1981 1991 2001 2011 6 084 10 697 19 842 19 525 26 577 16 142 12 727 10 646 9 066
Sport Der 1950 gegründete lokale Fußballverein FC Vinhais spielte in den 1980er Jahren zeitweise in der drittklassigen und den 2000er Jahren nach einer zwischenzeitlichen Ligareform viertklassigen Terceira Divisão. Später trat der Klub, der sich unregelmäßig auch für die Taça de Portugal qualifizierte, im viertklassigen Campeonato de Portugal an.
Söhne und Töchter von Vinhais mini|Jorge Lima Barreto im Café Majestic in Porto (1970er Jahre) Pedro Leão Portocarro (1576–?), Reisender und Autor Manuel Pinto de Morais Bacelar (1741–1816), adliger General, Gegner Massénas in den Napoleonischen Invasionen Henrique João de Barahona Fernandes (1907–1992), Rektor der Universität Lissabon, psychiatrischer Arzt und Autor Manuel António Pires (1915–1999), Bischof in Angola Alfredo Margarido (1928–2010), Schriftsteller, Maler und Hochschullehrer Aniceto Afonso (* 1942), Militär und Militärhistoriker Jorge Lima Barreto (1947–2011), Musikwissenschaftler und Experimentalmusiker (u. a. mit Telectu) Armando Vara (* 1954), Bankmanager und Politiker, ehemaliger Jugend- und Sportminister Carlos Magno (* 1955), Journalist, Mitgründer des TSF-Radiosenders
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