Horst Peter Schlotter (* 1949 in Stuttgart) ist ein deutscher Maler, Bildhauer und Objektkünstler.

Leben Schlotter studierte von 1970 bis 1976 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Peter Grau, Christoff Schellenberger und Gunter Böhmer in der Fachklasse für freie Graphik. In dieser Zeit setzte er sich intensiv mit Tiefdrucktechniken auseinander und studierte Radierung bei Roland Winkler. 1972/73 Studien in Großbritannien am Exeter College of Art und an der Universität in Exeter. Von 1971 bis 1975 absolvierte er Studien der Kunstgeschichte und Anglistik an der Universität Stuttgart. Sein Studium schloss er 1976 mit dem Staatsexamen ab und war von 1978 bis 2018 als Kunstlehrer am Gymnasium Korntal-Münchingen tätig.

Schlotter ist Mitglied im Künstlerbund Baden-Württemberg sowie in verschiedenen Kunstvereinen der Region Stuttgart. Er war langjähriges Mitglied im Verwaltungsrat des Württembergischen Kunstvereins und ist Mitglied im Verband Bildender Künstler und Künstlerinnen Württemberg (VBKW), wo er ebenfalls viele Jahre aktives Ausschussmitglied war. Zudem ist er Gründungsmitglied beim Kunstforum Weil der Stadt und seither aktives Vorstandsmitglied.

Horst Peter Schlotter ist mit Veronika Schlotter geb. Cernek verheiratet und hat zwei Kinder. Seit 1982 lebt und arbeitet er künstlerisch in Weil der Stadt-Münklingen.

Werk Schlotter arbeitet vorwiegend in den bildnerischen Bereichen Malerei, Zeichnung, Mischtechnik/Collage und Druckgrafik. Daneben schuf er auch Kleinplastiken aus Bronze, Skulpturen aus Holz, Objekte aus verschiedenen Materialien, sowie Rauminstallationen. Ein wichtiger Werkaspekt sind seit den 1990er Jahren seine Künstlerbücher.

Bei den Werken seiner Malerei handelt es sich um Pigmente, die mit Acrylbinder auf Leinwand oder Nessel verarbeitet werden, oft werden die Bildtafeln geteilt. Er arbeitet ebenso auf Papier, wobei auch Collagen und Bildübermalungen eine häufig verwendete Technik sind. In neuerer Zeit werden bei den sogenannten Hybridbildern auch Entwürfe bzw. kleine Bildformate mit digitalen Verfahren auf Bildträger gebracht und weiter übermalt. Motive bei Bildern auf Leinwand oder Papier sind meist dinghafte Formen und vorgefundene Objekte, die oft stilllebenhaften Charakter haben, in den Plastiken und Skulpturen dominiert die menschliche Figur.

Schlotters Werke werden seit 1976 in über fünfzig Einzelausstellungen und zahlreichen Gruppenausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen gezeigt. Seine Arbeiten befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen.

Ausstellungen (Auswahl) 1980: „Drei Atelier Portraits“: Grunert, Schlotter, Stockhus, Galerie der Stadt Sindelfingen 1991: Ausstellung in der Städtischen Galerie im Kornhaus, Kirchheim/TeckIrene Ferchl, Katalog zur Ausstellung in der Städtischen Galerie im Kornhaus, Kirchheim/Teck, 1991. 1995: Ausstellung in der Städt. Galerie am Laien, DitzingenGötz Heim: Katalog zur Ausstellung in der Städt. Galerie am Laien, Ditzingen, 1995 1997: Ausstellung im Kunstverein Korntal-MünchingenGötz Heim, Katalog zur Ausstellung im Kunstverein Korntal-Münchingen, 1997. 1998: „Dinge und Undinge“, Galerie Keim„Dinge und Undinge“, Galerie Keim, 1998 (galerie-keim.de) 1999 Städtische Galerie Contact, Böblingen 2005: Ausstellung in der Städtischen Galerie/Galerieverein WendlingenHeiderose Langer: Stolen Images. Katalog zur Ausstellung in der Städtischen Galerie/Galerieverein Wendlingen, 2005

Bibliografie mit Michael Wenger (Text): Bilder in den Neunziger Jahren. Selbstverlag, 1999.

Literatur

Günther Wirth: Kunst im deutschen Südwesten von 1945 bis zur Gegenwart. Hajte, Stuttgart 1982. ISBN 978-3-7757-0175-4 (d-nb.info). Irene Ferchl, „Malertagebücher“ in: Nachtcafé 25, 1986. Helge Bahtelt, Heinz Hüer: Kunst im Landkreis Böblingen, Stadt Böblingen, 1993. Irene Ferchl, Zsuzsanna Gahse, „Von Tag zu Tag“, Malerbücher 1987–1999, 1999

Weblinks

Website von Horst Peter Schlotter

Einzelnachweise

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