Mank ist eine Stadt mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Melk im niederösterreichischen Mostviertel.
Geografie Die Gemeinde Mank liegt im Hügelland des Alpenvorlandes im Tal des ebenfalls Mank genannten Flusses.
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende 36 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):
Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Großaigen, Kälberhart, Loitsdorf, Mank, Strannersdorf und Wolkersdorf.
Mit 1. Jänner 1967 wurden im Zuge der NÖ. Kommunalstrukturverbesserung die Gemeinden Mank und Kälberhart zusammengelegt, mit 1. Jänner 1971 wurde die Gemeinde Großaigen eingemeindet. Mit 1. Jänner 1980 wurde Ritzengrub zwischen Mank und St. Leonhard am Forst aufgeteilt.
Nachbargemeinden
Geschichte Mank wurde 1146 erstmals urkundlich erwähnt. Knapp 550 Jahre danach wurde die erste Schule in der Gemeinde errichtet. 1679 starben 62 Personen an der Pest, woran heute eine Pestsäule am Hauptplatz erinnert. 1851 wurde Mank Marktgemeinde und zählte zehn Jahre später schon annähernd 1000 Einwohner. Am 7. Mai 1987 wurde Mank durch den niederösterreichischen Landtag zur Stadt erhoben.
Die im Gemeindegebiet liegende Ortschaft St. Haus hieß im 15. Jahrhundert noch Sinabelkirchen (Sinawelkirchen, Sinwelkirchen).Sinwelkirchen-St. Haus Siehe auch Sinabelkirchen in der Oststeiermark Die auf Schloss Strannersdorf residierenden Herren von Walsee, die auch Kirchenvögte von Mank waren, schenkten Sinabelkirchen vor ihrem Erlöschen 1483 ihrer Klostergründung Stift Säusenstein.Sinabelkirchen an Säusenstein
Vom 3. Juli 2015 bis 5. Juli 2015 fand der 65. NÖ Landesfeuerwehrleistungsbewerb (LFLB) in Mank statt und vom 4. Juli 2019 bis 7. Juli 2019 wurde das 47. Landestreffen der NÖ Feuerwehrjugend (LFJLB) in Mank abgehalten. mini|Zeltgelände beim 47. Landestreffen der NÖ Feuerwehrjugend in Mank (2019)
Mank ist 2022 die einzige Gemeinde Österreichs, in der eine Verkehrsfläche nach Engelbert Dollfuß benannt ist.
Bevölkerungsentwicklung 2026 lebten hier sogar schon 3343 Menschen.
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche Mank mini|SoleAerium Bauwerke
Schloss Strannersdorf: Das Schloss steht am westlichen Stadtrand. Schloss Kälberhart: Das Schloss steht nordöstlich der Stadt Mank. Katholische Pfarrkirche Mank Mariä Himmelfahrt: Die Wallfahrtskirche Maria Mank am grünen Anger ist seit 1646 das Ziel einer jährlichen Wallfahrt von Einwohnern St. Pöltens nach Mank. Daran erinnert eine denkmalgeschützte Mariensäule, genannt Schlangenkreuz, bei Kälberhart. Mahnmal in Dorna: privat errichtetes Mahnmal am Bauernhof Will zur Erinnerung an die Ermordung von drei KZ-Häftlingen auf deren Überstellung von der Lastwagenfabrik Saurerwerke in Wien-Simmering in das KZ-Außenlager Steyr-Münichholz
Sport ArmbrustschießenSportschützen Mank-TexingBasketballbeim SportplatzBeachvolleyballbeim SportplatzFußballplätzeUnion Sport Club MankKegelbahnenKegelverein Union Raiffeisen MankLaufenLaufclub MankLeichtathletikSportunion MankLuftgewehrschießenSportschützen Mank-TexingReitenSchönlehenhof Buber
Reitverein WasenhofTennisplätzeUnion Tennisclub MankVolleyballUnion Volleyball Club Mank
Vereine
Wirtschaft und Infrastruktur Mank besitzt jeweils eine Filiale der Lebensmitteleinzelhändler Hofer, Eurospar und Billa. Im Jahr 2022 startete der Glasfaserausbau durch die Niederösterreichische Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (NÖGIG).
Bildungseinrichtungen NÖ Landeskindergarten Volksschule Mank Allgemeine Sonderschule Mank Neue NÖ Mittelschule Mank Polytechnische Schule Musikschule Alpenvorland Volkshochschule
Verkehr Mank war bis zur Einstellung des Verkehrs im Dezember 2010 Endstation der in Ober-Grafendorf von der Mariazellerbahn abzweigenden Zweiglinie, der so genannten Krumpe, die die Stadt mit St. Pölten verband und vor allem dem Schüler- und Pendlerverkehr diente. Seither gibt es verstärkt Busangebote. In Mank befindet sich mit dem Dr. Dollfuß-Platz die letzte nach Engelbert Dollfuß benannte Verkehrsfläche in Österreich.
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat hat 23 Mitglieder. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 17 ÖVP, 3 SPÖ und 1 FPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP, 3 SPÖ, 2 FPÖ und 2 Partei Unabhängige Manker Liste. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 ÖVP, 4 SPÖ und 2 FPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 16 ÖVP, 4 SPÖ und 1 FPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 18 ÖVP, 3 SPÖ und 2 FPÖ. (21 Mitglieder) Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 18 ÖVP, 3 SPÖ und 2 FPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 18 ÖVP, 2 SPÖ, 2 GRÜNE und 1 FPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2025 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 17 ÖVP, 3 FPÖ, 2 SPÖ, 1 GRÜNE.
Bürgermeister
Quelle: Homepage der Stadtgemeinde Mank.Stadtgemeinde Mank: Stadtgemeinde Mank – Geschichte/Bürgermeister AmtszeitBürgermeister 1850–1870 Leopold Aigner, Josef Jesch, Gottfried Jesch 1871–1872 Michael Watzek 1873–1878 Anton Wiletal 1878–1880 Ignaz Hofreiter 1880–1882 Leopold Anderle 1883–1888 Anton Wiletal 1889–1890 Moritz Schwinner 1891–1892 Michael Schweizer 1892–1893 Anton Wiletal 1894–1897 Wilhelm Wiletal 1898–1911 Franz Teufl 1912–1938 Anton Luger 1938–1945 Thomas Schubert 1945 Anton Luger 1945 Franz Strassberger 1945–1950 Johann Steindl 1950–1960 Anton Zeller 1960–1984 Leopold Eigenthaler 1984–2004 Hans Oliver Godderidge seit 2004 Martin Leonhardsberger
Wappen Am 31. Juli 1957 wurde vom Amt der Niederösterreichischen Landesregierung der Marktgemeinde Mank folgendes Wappen verliehen:
„Ein gespaltener Schild zeigt im rechten Felde auf blauem Grund ein goldenes Ypsilon, im linken Felde auf goldenem Grund vier blaue Querbalken, durch Wellenschnitt geteilt. Die Marktfarben sind blau-gold.“
Das Goldene Y ist das Wappen des Chorherrnstiftes St. Pölten, welches Grundherrschaft von Mank gewesen ist. Die blau-goldenen Wellenlinien deuten auf die Bedeutung des Flussnamens Mank („die Unterwaschende“) hin.
Persönlichkeiten Ehrenbürger der Stadt Engelbert Dollfuß (1892–1934), Ehrenbürger bis 2022 Kurt Schuschnigg (1897–1977), Ehrenbürger bis 2022 Ernst Rüdiger Starhemberg (1899–1956), Ehrenbürger bis 2022 Söhne und Töchter der Stadt
Helene Oldenburg, geb. Helene Maria Anna Aichinger (1868–1922), Afrikaforscherin, Autorin und Fotografin Fanny Harlfinger-Zakucka (1873–1954), Malerin, Grafikerin und Kunstgewerblerin Rudolf Freinberger (1939–2019), Politiker (SPÖ) Mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten
Raimund Duellius (1693/94–1769), Augustinerchorherr und Historiker; lebte 33 Jahre in Mank und starb dort Thomas Schubert (* 1899), vom Volksgericht wegen Hochverrats durch illegale Betätigung in der NSDAP sowie Denunziation des Franz Trimmel verurteilt zur Strafe des schweren Kerkers für die Dauer von zweieinhalb Jahren
Kontroversen Im Frühjahr 2024 setzen sich Kontroversen über den einzigen Platz in Österreich, der noch nach dem 1934 ermordeten Diktator Engelbert Dollfuß benannt ist, fort.
Weblinks
www.mank.at
Film von Thomas Zeller über Manker Zeitzeugen
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1146 Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1987