mini|320px|Der Isthmus von , eine Karte des von Ferdinand von Hochstetter (1829–1884) und August Petermann (1822–1878) aus dem Jahr 1863
Das ist ein bis zu 250.000 Jahre altes monogenetisches Vulkanfeld im Stadtgebiet von in Neuseeland, auf dem sich nach letzten Erkenntnissen aus dem Jahr 2011 53 ehemals aktive Vulkane befinden. Zuvor ging man noch von 49 Vulkanen aus.
Geographie Das erstreckt sich über eine Fläche von rund 360 km2 und einer Länge von rund 30 km über einen Teil des Stadtgebiets von , angefangen von dem Stadtteil im Norden der City bis zur ehemaligen Stadt im Süden, inklusive der beiden Inseln und im und der Insel im .
Der größte und höchste Vulkan des stellt der mit einer Höhe von dar. Im Stadtgebiet von gilt mit der / als höchster Vulkan.
Entstehung Das elliptische Vulkanfeld entstand in einer Anomalie des Erdmantels in rund 70 bis 90 km Tiefe unterhalb von . Erste Eruptionen fanden vor rund 250.000 Jahren statt. Die meisten Vulkane des sind kleiner Natur und reichen über 150 m nicht hinaus. Sie entstanden durch kleinere Eruptionen, die nur einige Monate oder wenige Jahre dauerten. Die Vulkane des sind als monogenetisch klassifiziert, was bedeutet, dass sie nur einmal über eine Magmakammer eruptierten und danach erkalten.
Einzige Ausnahme bildete hier der , der in zwei Eruptionen, die sich um 1400 und 1450 n. Chr. ereigneten und die letzten und größten Eruptionen waren, die das Vulkanfeld erlebte. Durch sie entstand der als größter Vulkan des Feldes. Sein Materialauswurf wurde auf rund zwei Kubikkilometer geschätzt, was rund 60 % des gesamten eruptierten Materials des gesamten Vulkanfeldes ausmacht.
Von den ehemals bekannten 49 Vulkanen weiß man, dass 19 von ihnen in den letzten 20.000 Jahren ausgebrochen sind. Bei 21 Vulkanen liegen die Ausbrüche zwischen vor 20.000 und 100.000 Jahren und bei nur neun Vulkanen liegen ihre Ausbrüche vor diesem Zeitraum.
Geologische Erforschungen Erste geologische Erforschungen und Kartierungen fanden ab Dezember 1858 bis Ende Februar 1859 durch den deutsch-österreichischen Geologen Ferdinand von Hochstetter in Begleitung des deutschen Geologen Julius von Haast statt. Hochstetter, für geologische Untersuchungen in Neuseeland von dem Rest der Novara-Expedition befreit, blieb vom 23. Dezember 1858 bis zum 2. Oktober 1859 in Neuseeland. Zusammen mit Julius von Haast und unternahm er in den ersten drei Monaten eine Expedition zu den Kohlelagern südlich von und in die Vulkanfeldern von , bevor er sich zur ins Innere der Nordinsel vorwagte.
Bei seinen geologischen Untersuchungen der Vulkanfelder von zählte er „… nicht weniger als einundsechzig erloschene Eruptionspunkte in einem Umkreis von nur zehn englischen Meilen von …“ (rund 16 km). Da das ihm zur Verfügung gestellte Kartenmaterial vom Vermessungsamt der Provinzialregierung im Maßstab von 1 Zoll = 1 Seemeile keine Terrainzeichnungen enthielt und damit unvollkommen war, bildete Hochstetter neben den geologischen Formationen auch das Terrain in der neu erstellten Karte ab. Zwei seiner Karten sind seit der Veröffentlichung seiner Arbeiten in den Werken Neu-Seeland und Geologisch-topographischer Atlas von Neu-Seeland (beide aus dem Jahr 1863) bekannt geworden. Die Karte aus dem Werk Neu-Seeland ist als Ausschnittskarte konzipiert, einfach und klar gezeichnet, mit einer einfachen Kolorierung der Küstenlinien. Die Karte aus dem Werk Geologisch-topographischer Atlas von Neu-Seeland hingegen ist flächig koloriert, mit detaillierten Darstellungen der Lavaflüsse und insgesamt etwas detaillierter in ihren Darstellungen. Hochstetter unterschied in seinen Erläuterung bei den vulkanischen Gesteinen in den Basaltlaven enthaltene Tuffe und Olivin.
Die Vulkanregion beschrieb Hochstetter wie folgt:
In seinem Werk Neu-Seeland ging Hochstetter nicht nur auf die einzelnen größeren Vulkane ein, sondern beschrieb auch die Verwendung von Basalten als Baumaterial, wie sie in Auckland verwendet wurden, oder die ursprüngliche Bestimmung einzelner Vulkanberge durch die oder durch frühere Stämme der , in denen sie in den Kratern der Berge Feste und Rituale abgehalten haben, oder als Festung benutzt haben, wie seinerzeit noch an / und als Beispiel zu erkennen war.
Mit seinen Aufzeichnungen, Beschreibungen und Kartierungen setzte Hochstetter seinerzeit Maßstäbe für die geologischen Untersuchungen in Neuseeland und wird seither für seine erbrachte Leistung verehrt.
In den Jahren 1964 und 1992 führten die Untersuchungen (Bohrungen und Grabungen) von den Geologen und zu der Erkenntnis, dass die Anzahl von 61 Vulkanen, die Hochstetter ermittelt hatte, nicht zu halten war. Einige sumpfartige Gebiete wurden als nicht-vulkanischen Ursprungs klassifiziert und einige Vulkankerne sollten den neuen Erkenntnissen entsprechend den gleichen Ursprung haben. So reduzierte sich in den 1990er Jahren die der Öffentlichkeit mitgeteilte Anzahl der Vulkane im auf 48, um schon 1994 von zwei weiteren Geologen und wegen ihrer Aufteilung von / und in zwei Vulkane, auf die Anzahl 49 erhöht zu werden.
2011 wurden dann in einer Felduntersuchung in Hochstetters Tuff-Krater noch einmal untersucht. Dabei entdeckten die Geologen der (GSNZ) vier Maar-Krater, von denen drei bisher nicht bekannt waren. Seither beschäftigen 53 Krater die öffentliche Wahrnehmung.
Mögliche zukünftige Vulkanausbrüche Geologen gehen davon aus, dass Vulkanausbrüche im jederzeit möglich sind.
Die Stadt weist auf ihrer Webseite darauf hin, dass aufgrund der geologischen Verhältnisse angenommen wird, dass die alten erloschenen Vulkane nicht wieder ausbrechen können, Eruptionen aber jederzeit an einer anderen Stelle des Vulkanfeldes möglich sind. In einem solchen Fall wird erwartet, dass das aufsteigende Magma mit Meerwasser in Kontakt kommen wird, was bei einem Ausbruch erfahrungsgemäß zuerst zu einer phreatomagmatischen Explosion führt. 73 % aller Vulkane des waren dieses Typs. Eine derartige Explosion würde einen großen Krater formen, der sich dann mit Meerwasser füllen könnte. Weiterführende Eruptionen könnten dann einen Vulkankegel bilden, mit entsprechenden Lavaflüssen an den Hängen. Viele der bestehenden Vulkane weisen entsprechende Flüsse bis zu 10 km Länge auf.
Die Wahrscheinlichkeit, mit der mit einem Vulkanausbruch im zu rechnen ist, wird mit 1:1000 pro Jahr angegeben. Statistiker geben an, dass bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von rund 80 Jahren für im Jahr 2008 geborenen Kindern, die Wahrscheinlichkeit bei 8 % liegt, dass sie einen Vulkanausbruch in erleben werden.
Selbstverständlich können auch die weiter entfernten größeren Vulkane, wie der , / und weitere, erhebliche Auswirkungen auf den Großraum von haben. Für all diese Fälle wird die Bevölkerung von vorbereitet und auf mögliche Folgen hingewiesen sowie Verhaltensregeln vermittelt.
UNESCO-Welterbe Am 30. März 2007 reichte das neuseeländische für die Weltkulturerbe-Vorschlagsliste bei der UNESCO das als Vorschlag ein. Weitere Aktivitäten hat es seither aber nicht gegeben.
Liste der Vulkane im Auckland Volcanic Field 300px|rechts| mini|Krater des / mit der Skyline von mini|Postkarte vom mini| / mini| / mini| mini| Vulkan Māori-Name Höhe Krater ø Alter Stadtteil/Ort Koordinaten Bemerkung 1 1–1,37 km 200.000-260.000 Jahre Takapuna Tuff-Ring mit ungleichförmigem Kratersee ( ) 2 425–555 m Northcote Tuff-Ring mit Krater 3 490–600 m > 248.000 Jahre Northcote Tuff-Ring mit Krater 4 Devonport Vulkankegel, kein Krater 5 Devonport Krater 6 Devonport Vulkankegel, kein Krater 7 ~ 150 m 504 u. 552 Jahre Rangitoto Island Krater, zwei Eruptionen 8 125–160 m Browns Island Krater 9 Parnell Parklandschaft, Vulkan nicht mehr erkennbar 10 > 60.000 Jahre Auckland Domain Parklandschaft, Vulkan nicht mehr erkennbar 11 / 135–145 m 28.000 Jahre Mt. Eden Krater 12 13 > 30.000 Jahre Krater, Fußballfeld und Parklandschaft im Krater 14 Vulkankegel, kein Krater 15 28.500 Jahre Tuff-Ring mit Vulkankegel, kein Krater 16 / 122–150 m Vulkankegel und Krater 17 150–155 m > 28.500 Jahre Krater 18 ~ 100 m durch landschaftliche Gestaltung deformierte Vulkankegel und deformierter Krater 19 Parklandschaft, Vulkan nicht mehr erkennbar 20 ~ 740 m > 85.500 Jahre Tuff-Ring mit Kratersee 21 > 45.000 Jahre Tuff-Ring mit Krater, Sportanlage im Krater (Glover Park) 22 32.000-34.000 Jahre deformierter Vulkankegel 23 / 10.000 Jahre Vulkankegel, kein Krater 24 11.000 Jahre 25 640–995 m 31.500-32.500 Jahre Tuff-Ring mit Kratersee 26 640–995 m 31.500-32.500 Jahre In den Krater wurde das gebaut 27 > 29.000 Jahre 28 50–60 m 32.000-34.000 Jahre Krater 29 42.500-55.000 Jahre 30 31 halbkreisförmiger Krater im Mündungsgebiet eines Flusses, teilweise zur Parklandschaft gestaltet 32 45–50 m 26.500-55.000 Jahre ungleichförmiger Krater 33 34 20.000 Jahre 35 36 Vulkankegel, kein Krater 37 300–360 m 22.000-35.000 Jahre Māngere Der Vulkan hat zwei Krater, kleinerer 128–146 m 38 Tuff-Ring mit Kratersee 39 60–85 m 30.000-34.000 Jahre Puketutu Island Vulkankegel und Krater 40 41 32–39 m 42 165–180 m 43 350–545 m Krater, wird als Steinbruch verwendet 44 560–670 m > 65.000 Jahre Tuff-Ring mit Krater 45 720–870 m 32.000-34.000 Jahre Tuff-Ring mit ungleichförmigen Krater und kleinem Kratersee 46 > 32.000 Jahre Parklandschaft, Vulkan nicht mehr erkennbar 47 170–310 m ~ 110.000 Jahre Ungleichförmiger Kratersee, Vulkan auch unter oder bekannt 48 27.000-33.000 Jahre Vulkankegel, Steinbruch neben dem Vulkankegel 49 32.000 Jahre 50* Tuff-Ring, liegt im stark bebauten Stadtteil Grafton, Vulkan nicht mehr erkennbar 51* 250 m , Vulkan nicht mehr erkennbar 52* 300–400 m Parkanlage, Vulkan nicht mehr erkennbar 53* 80–120 m95–123 m und Quelle: 1-2009.02 vom Juni 2009 und vom November 2011
Die Vulkane der Positionen 50 bis 53 wurden erst 2011 entdeckt.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
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