Brandenberg ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Brandenberger Tal und gehört zum Bezirk Kufstein in Tirol. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Rattenberg.
Geografie Die Gemeinde Brandenberg umfasst die von der Brandenberger Ache und ihren Nebenflüssen geformten Täler. Im Nordwesten des Gemeindegebiets zählen zudem einige Flurstücke an den Quellen des Filzmoosbaches und des Weißbachls dazu. Das Gemeindegebiet grenzt im Norden an den Landkreis Miesbach im deutschen Freistaat Bayern und im Süden an die Gemeinde Kramsach im Inntal.
Das Gebirge gehört zum Großteil zu den Brandenberger Alpen. Die Täler sind relativ steil und bilden einige Klammen wie die berühmte Kaiserklamm.
Gemeindegliederung Die Gemeinde besteht aus der einzigen Katastralgemeinde Brandenberg und umfasst folgende zwei Ortschaften (Einwohner Stand ) Aschau () Brandenberg ()
Nachbargemeinden Drei von sieben Nachbargemeinden liegen im Bezirk Kufstein, zwei im Bezirk Schwaz (SZ) und zwei im Landkreis Miesbach (MB) in Bayern.
Geschichte In einer Urkunde von 1140–1147 wird der Ortsname als Brantenberch erstmals schriftlich erwähnt. Der Name geht auf das Flurstück bei der Ortschaft Brandenberg zurück, das wohl mit Brandrodung in Verbindung steht. Ursprünglich war für das Tal der Name Valepp o. ä. vorherrschend. Die Brandenberger Ache hieß im Mittelalter Wldeppe (1078/80) bzw. fluvius Vulteppe (1267), und noch heute gibt es eine Siedlung Voldöpp, wo die Ache in den Inn mündet, sowie ein Flurstück Valepp in Bayern, das an die Gemeinde Brandenberg angrenzt. Demnach dürfte der Name erst durch die Brandrodung und die folgende Besiedlung eingeführt worden sein.
Die Gemeinde ist im 20. Jh. vergleichsweise wenig gewachsen, da es kaum Zuzug gab. Die gebirgige Natur ist dafür in Teilen ausschlaggebend.
Bevölkerungsentwicklung
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|hochkant|Pfarrkirche Hl. Georg Bauwerke
Pfarrkirche hl. Georg Filialkirche Schmerzhafte Muttergottes in Aschau Hubertuskapelle bei der Erzherzog-Johann-Klause
Kulinarische Spezialitäten Eine Spezialität des Ortes ist die Prügeltorte.Brandenberger Prügeltorte
Wirtschaft und Infrastruktur Seit dem Hochmittelalter ist eine durchgehende landwirtschaftliche Nutzung feststellbar, und heute haben neben dem Tourismus vor allem Jagd- und Forstwirtschaft große Bedeutung. Relikte aus der Zeit der Holztrift finden sich im gesamten Brandenberger Tal, das bis 1966 ein Zentrum der Holzwirtschaft war. Am bekanntesten sind die Erzherzog-Johann-Klause, die Tiefenbach- und die Kaiserklamm.
Wirtschaftssektoren Von den 113 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 waren 39 Haupterwerbsbauern. Im Produktionssektor arbeiteten zwölf Erwerbstätige in der Bauwirtschaft. Die wichtigsten Arbeitgeber im Dienstleistungssektor waren die Bereiche soziale und öffentliche Dienste (40), freiberufliche Dienstleistungen (27) und Beherbergung und Gastronomie (26 Mitarbeiter). WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige2011200120112001Land- und Forstwirtschaft 1)1131127146Produktion11102319Dienstleistung5139138114 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999
Arbeitsmarkt, Pendeln Im Jahr 2011 lebten 743 Erwerbstätige in Brandenberg. Davon arbeiteten 180 in der Gemeinde, drei Viertel pendelten aus.
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat besteht aus 13 Mandataren. Partei202220162010%Mandate%Mandate%MandateBrandenberger Gemeinschaftsliste - BGL 53,50738,485Liste unabhängiger Brandenberger 38,47544,34646,41Freiheitliche Bauern- und Arbeiterliste8,0317,2919,36Parteifreie und SPÖ Brandenberg9,88113,52Brandenberger Gemeinschaftsliste / Liste des Bürgermeisters30,72
Bürgermeister 1962–1989 Konrad Neuhauser 1989–2010 Albert Ender (Gemeinschaftsliste) 2010–2022 Hans Jürgen Neuhauser (Liste unabhängiger Brandenberger) seit 2022 Johannes Burgstaller (Brandenberger Gemeinschaftsliste)
Wappen Die Tiroler Landesregierung hat mit Beschluss vom 22. Jänner 1974 folgendes Wappen verliehen: „Silbernes Schildhaupt mit drei grünen Spitzen, darunter eine schwarze gestürzte Spitze mit zwei silbernen Balken und einer silbernen Spitze im Schildfuß, begleitet von zwei grünen Feldern.“Landesgesetzblatt für Tirol, Nr. 20/1974. (Digitalisat)
Das Wappen symbolisiert mit der gestürzten Spitze und den Balken die Triftklausen an der Brandenberger Ache, mit dem Grün den Wald und mit den Spitzen den Namensbestandteil „Berg“.
Persönlichkeiten Ludwig Neuhauser (1921–2019), Maler und Restaurator Andrä Rupprechter (* 1961), Politiker (ÖVP), ehemaliger Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Weblinks
Website der Gemeinde
Einzelnachweise
Kategorie:Brandenberger Alpen Kategorie:Ersterwähnung 1140