Marainville-sur-Madon () ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand: ) im Département Vosges in der Region Grand Est. Sie gehört zum Arrondissement Neufchâteau (bis 2024 Épinal) und ist Mitglied im Gemeindeverband Communauté de communes de Mirecourt Dompaire. Die Bewohner werden Marainvillois und Marainvilloises genannt.
Geografie mini|links|Lage der Gemeinde Marainville-sur-Madon im Département Vosges Die Gemeinde Marainville-sur-Madon liegt etwa 30 Kilometer südlich von Nancy und 35 Kilometer nordwestlich von Épinal an der Grenze zum Département Meurthe-et-Moselle. Die nächstgelegenen Kleinstädte sind Mirecourt und Charmes in jeweils zwölf Kilometern Entfernung.
Marainville liegt am linken Ufer des Mosel-Zuflusses Madon, der die östliche Gemeindegrenze bildet. Nördlich des Dorfkerns mündet der Ruisseau le Beaulong, von Westen aus dem Saintois kommend, in den mäandrierenden Madon und unterbricht die sonst das Flussbett um 50 bis 100 Meter überragenden Hänge am linken Madonufer. Im Süden des Gemeindegebietes ist ein Uferhang auf einer Länge von 1500 Metern bewaldet, größtenteils besteht das 4,88 km² große Gemeindeareal aus Äckern und Wiesen.
Nachbargemeinden von Marainville-sur-Madon sind Jevoncourt im Norden, Bralleville im Nordosten, Battexey im Osten, Xaronval und Pont-sur-Madon im Süden sowie Diarville im Westen.
Geschichte Nahe Marainville-sur-Madon wurden 1977 Grabhügel entdeckt. Man fand Reste eines Streitwagens, in dem ein Würdenträger beerdigt wurde. Zu den Grabbeigaben gehörten ein Schwert mit einer Eisenklinge und einem bernsteinverzierten Elfenbeinknauf, des Weiteren Pferdegeschirr und ein bronzener Becher. Die Funde wurden auf das sechste vorchristliche Jahrhundert datiert und zeigen die umfangreichen Handelsbeziehungen des lothringischen Gebietes mit Ostsee- und Mittelmeerraum zu dieser Zeit.Thème: Âge du fer In: thierry.koltes.free.fr, abgerufen am 24. Mai 2019
1932 wurde der Gemeindename mit dem Zusatz -sur-Madon versehen, um sich besser von der Gemeinde Marainviller zu unterscheiden.Ortsname auf cassini.ehess.fr
Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2014 2021 Einwohner 90 96 81 68 76 85 87 93 97 Im Jahr 1836 wurde mit 284 Bewohnern die bisher höchste Einwohnerzahl ermittelt. Die Zahlen basieren auf den Daten von cassini.ehessMarainville-sur-Madon auf cassini.ehess und INSEE.Marainville-sur-Madon auf INSEE
Sehenswürdigkeiten mini|links|Kirche St. Martin mini|hochkant|Chopin-Wasserturm Kirche Saint-Martin aus dem 19. Jahrhundert Wasserturm mit der Aufschrift „Marainville sur Madon. Village natal du père de Chopin“ (Geburtsort des Vaters von Chopin) und einem Bild desselben
Wirtschaft und Infrastruktur Marainville-sur-Madon ist ein typisches Bauerndorf. So sind im Ort sieben landwirtschaftliche Betriebe ansässig (Getreideanbau, Milchwirtschaft, Pferdezucht).Landwirtschaftsbetriebe auf annuaire-mairie.fr (französisch)
Die Departementsstraßen 33, 14 und 14g führen von Marainville-sur-Madon in die umliegenden Gemeinden. Der Anschluss Gripport der autobahnartig ausgebauten Route nationale 57 (Metz–Nancy–Épinal) liegt sieben Kilometer nordöstlich Marainvilles. Der nächste Bahnhof befindet sich in der drei Kilometer entfernten Gemeinde Diarville an der Bahnlinie Nancy–Dijon.
Persönlichkeiten Aus Marainville stammt Nicolas Chopin (polnisch Mikołaj Chopin; 1771–1844), französisch-polnischer Sprachlehrer, der Vater des polnischen Komponisten, Pianisten und Pädagogen Frédéric Chopin.
Belege
Weblinks
Kategorie:Ort in Grand Est Kategorie:Gemeindegründung 1793