Siegmund Freiherr von Schacky auf Schönfeld (* 12. Oktober 1850 in Thierlstein; † 12. März 1913 in München) war ein bayerischer Verwaltungsbeamter.

Leben Herkunft Siegmund war ein Sohn des bayerischen Kämmerers sowie Herrn auf Thierlstein und Traubenbach Karl Freiherr von Schacky auf Schönfeld (1823–1872) und dessen Ehefrau Klementine, geborene Freiin von Hertwich (1832–1895).

Karriere Nach dem Abitur in Regensburg studierte er ab 1869 Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit 1870 war er Mitglied der Studentenverbindung Corps IsariaKösener Korpslisten 1910, 173. 538., wo er sich besonders mit dem Bayreuther Philipp Zorn anfreundete. Seine Studien wurde 1870/71 durch die Teilnahme am Deutsch-Französischen Krieg beim 6. Infanterie-Regiment der Bayerischen Armee unterbrochen.

Ab 1874 wirkte Schacky auf Schönfeld als Rechtspraktikant in München, Traunstein und Tölz. 1878 schloss er das Studium mit der Juristischen Staatsprüfung ab. 1880 trat er im Bezirksamt Mallersdorf als Assessor in den bayerischen Staatsdienst. Weitere Stationen seiner Beamtenlaufbahn waren die Bezirksämter Dachau, Kötzting und Neuburg an der Donau. 1892 wurde er zum Amtmann und 1901 zum Regierungsrat befördert. 1903 ernannte ihn Prinzregent Luitpold zum Vorstand des Bezirksamtes München. 1904 verlieh er ihm den Verdienstorden vom Heiligen Michael IV. Klasse mit der Krone.Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Bayern für das Jahr 1912. Lindauersche, München 1912, S. 58.

Wegen seiner Verdienste um die Eingemeindung der Landgemeinde Moosach in die Königliche Haupt- und Residenzstadt München wurde in Moosach 1913 die „Siegmund-Schacky-Straße“ nach ihm benannt.

Schacky auf Schönfeld am 12. März 1913 in München. An der Trauerfeier im Münchner Waldfriedhof nahmen u. a. die Bürgermeister Wilhelm Ritter von Borscht und Philipp von Brunner teil. Danach wurde der Leichnam in der Familiengruft von Schloss Thierlstein beigesetzt.

Familie Schacky auf Schönfeld hatte sich am 3. Mai 1880 in Tölz mit Babette Lettinger (1860–1883) verheiratet. Nach ihrem Tod heiratete er am 30. August 1884 in Mallersdorf Marie Baudrexler (* 1864). Aus den Ehen gingen vier Kinder hervor, darunter der spätere deutsche Generalleutnant Siegmund von Schacky auf Schönfeld (1886–1956).

Literatur Stefanie Hornung, Horst Rückert: Moosacher Straßen und Straßennamen. In: Moosacher Geschichtsblätter. Geschichtsverein Moosach e.V. (Hrsg.), Heft 3 (2020), S. 65–67. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. 1921. Einundsiebzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1920, S. 813–814. (Digitalisat)

Einzelnachweise

Kategorie:Landrat (Landkreis München) Kategorie:Regierungsrat Kategorie:Ritter IV. Klasse des Verdienstordens vom Heiligen Michael Kategorie:Leutnant (Bayern) Kategorie:Person im Deutsch-Französischen Krieg Kategorie:Infanterist (Bayern) Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Kategorie:Freiherr Kategorie:Person (München) Kategorie:Bayer Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1850 Kategorie:Gestorben 1913 Kategorie:Mann