Chelidonis oder Chelidon war eine Mätresse des Gaius Verres. Nach Marcus Tullius Cicero war sie eine Prostituierte; nach einem pseudo-asconischen Cicerokommentar war sie jedoch eine plebejische Klientin des Verres. Sie soll einflussreiche Freier wie den römischen Ritter Gaius Mustius, Marcus Iunius und dessen Vormund Publius Potitius gehabt haben. Während der Prätur des Gaius Verres in Rom im Jahre 74 v. Chr. soll sie direkt oder über ihre Freier Einfluss auf die Gesetzgebung und den Erlass von Dekreten genommen haben. Niemand soll etwas gegen ihren Willen in Rom durchgesetzt haben. Als sie um 72 v. Chr. starb, vererbte sie ihr Vermögen Gaius Verres, der zu dieser Zeit Proprätor auf Sizilien war. Ihr zu Ehren stiftete er im Tempel der Venus auf dem Berg Eryx eine silberne Amor-Statue.
Quellen
Marcus Tullius Cicero, Reden gegen Verres, 2, 1, 40–41; 2, 1, 46; 2, 1, 51–54; 2, 2, 9; 2, 2, 16; 2, 2, 47; 2, 3, 34; 2, 4, 32; 2, 5, 13; 2, 5, 15. Pseudo-Asconius, p. 193.
Literatur
Kategorie:Person (Rom) Kategorie:Mätresse Kategorie:Geboren im 2. Jahrhundert v. Chr. Kategorie:Gestorben im 1. Jahrhundert v. Chr. Kategorie:Frau