mini|350px|Stern der Völkerfreundschaft: Großer Stern, Stern in Gold, Stern in Silber mini|Verleihung des Großen Sterns der Völkerfreundschaft an Edgar Miles Bronfman durch Erich Honecker, 1988

Der Stern der Völkerfreundschaft war eine staatliche Auszeichnung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), welche in Form eines Verdienstordens verliehen wurde.

Geschichte Er wurde am 20. August 1959 gestiftetFrank Bartel: Auszeichnungen der Deutschen Demokratischen Republik von den Anfängen bis zur Gegenwart. Berlin: Militärverlag der DDR 1979 und diente der „Würdigung außerordentlicher Verdienste um die Deutsche Demokratische Republik, um die Verständigung und die Freundschaft der Völker und um die Erhaltung des Friedens“.Meyers Neues Lexikon in acht Bänden, VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1964, Band 7, S. 770

Stufeneinteilung Der Stern der Völkerfreundschaft wurde in drei Klassen verliehen: 80px Großer Stern der Völkerfreundschaft 60px Stern der Völkerfreundschaft in Gold 60px Stern der Völkerfreundschaft in Silber

Der Große Stern wurde mindestens 163 Mal verliehen und ist damit einer der am seltensten verliehenen Orden der DDR.Deutsche Gesellschaft für Ordenskunde: https://www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de/DGOWP/wp-content/uploads/2013/06/VL-GSdV-1964-1989.pdf Stand: 10/2015

Aussehen und Trageweise mini| „Stern der Völkerfreundschaft“ in den Klassen Silber und Gold, daneben „Großer Stern der Völkerfreundschaft“. (v.l.n.r.) Das Ordenszeichen besteht aus einem fünfzackigen Stern mit dem DDR-Emblem im Zentrum, auf dem Ährenkranz befindet sich eine symbolische Friedenstaube nach Pablo Picasso.

Die Sterne der Völkerfreundschaft in Gold sowie in Silber waren Steckauszeichnungen, die auf der linken Brust zu tragen waren, und zwar oberhalb aller anderen Auszeichnungen der DDR mit Ausnahme der Medaille „Goldener Stern“ zum Ehrentitel „Held der DDR“.

Der Große Stern der Völkerfreundschaft wurde ähnlich einem Großkreuz als Insigne an einem 2,50 m langen SchulterbandAnsichten des Ordens, der Spange und des Schulterbandes bei einer e-bay-Versteigerung; abgerufen am 16. Dezember 2009 plus einem goldenen Bruststern getragen, für weibliche Empfänger gab es auch eine Damenmasche.

Für jede der drei Stufen gab es eine eigene Interimsspange.

Träger des Ordens (Auswahl) 1963: Eva Schmidt-Kolmer (Großer Stern) 1964: Manfred Gerlach 1965: Otto Winzer (Gold), Josip Broz Tito 1967: Hermann Matern 1968: Lothar Bolz 1969: Ernst Goldenbaum, Paul Scholz, Emil Fuchs 1970: Franz Dahlem, Anna Seghers, Paul Wandel 1972: Greta Kuckhoff (Gold), Dmitri Schostakowitsch (Gold), Kollektiv der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft (Großer Stern) 1974: Albert Norden, Carlos Contreras Labarca (Gold) 1975: Otto Winzer (Großer Stern), Kollektiv der MS Völkerfreundschaft 1976: Paul Scholz, Hermann Budzislawski, Hans Mahle 1976: Walter Hollitscher 1977: Franz Dahlem, Karl Mewis, Erwin Kramer, Harry Thürk, Genia Nobel (Silber) 1978: Auguste Cornu, Willy Rumpf, Kurt Seibt 1979: Jürgen Kuczynski, Albert Norden (Großer Stern), Paul Dessau (Gold), Hans Pischner (Gold) 1980: Käthe Kern, Otto Funke 1981: Heinz Oelzner (Silber) 1982: Hilde Benjamin, Harald Hauser (Gold), Arnold Zimmermann (Gold) 1983: Kurt Seibt, Erich Arendt, Paul Roscher, Günter Nobel (Silber), Wolfgang Vogel 1984: Walter Bartel, Wolfgang Junker (Gold), Arthur Ploog (Silber), Alexander Schalck-Golodkowski (Großer Stern), Erich Rost (Gold), Roswitha Trexler (Silber) 1985: Peter Florin, Alfred Lemmnitz, Kurt Liebknecht, Dean Reed, Patricio Bunster (Gold), Günter Nobel (Gold), Herbert Süß (Silber) 1986: Eberhard Heinrich, Paul Verner, Dr. Klaus Löblich (Gold) 1986: Otto Prokop (Gold), Petar Tantschew, Aleksi Iwanow, Angel Dimitrow 1987: Klaus Gysi (Großer Stern), Karl Kleinjung (Gold), Walter Heynowski (Gold), Otmar Suitner, Annelie Löblich (Gold), Klaus G. Beyer (Silber) 1988: Lotte Ulbricht (Großer Stern), Edgar Miles Bronfman (Großer Stern), Paula Acker, Heinz Galinski, Birgit Fischer (Großer Stern), Lutz Heßlich (Großer Stern), Martin Flämig, Nelson Mandela, Marie Torhorst (Großer Stern) 1989: Theo Adam (Großer Stern), Peter Schreier (Großer Stern), Wolfgang Junker (Großer Stern), Arthur Ploog (Gold), Leonard Bernstein (Großer Stern)

Rangfolge der staatlichen Auszeichnungen der DDR (Ausschnitt) Für das Tragen von Auszeichnungen galt eine per Verordnung im Gesetzblatt der DDR festgelegte Rangfolge, in der sich auch die Wertigkeit der jeweiligen Ehrung widerspiegelte. An der der linken oberen Brustseite waren in folgender Reihenfolge zu tragen:Verordnung über das Tragen der Ehrenzeichen zu staatlichen Auszeichnungen vom 19. April 1978, Sonderdruck Nr. 952 des Gesetzblattes der DDR (zit. n. Günter Tautz: Orden und Medaillen. Staatliche Auszeichnungen der Deutschen Demokratischen Republik. 2. Aufl., VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1983, S. 188). Medaille zum Ehrentitel Held der DDR Karl-Marx-Orden Medaille zum Ehrentitel Held der Arbeit Stern der Völkerfreundschaft Vaterländischer Verdienstorden Banner der Arbeit Scharnhorst-Orden Blücher-Orden Kampforden „Für Verdienste um Volk und Vaterland“

Siehe auch Liste der staatlichen Auszeichnungen der DDR

Weblinks

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Einzelnachweise

Kategorie:Orden und Ehrenzeichen (DDR)

Kategorie:Erstverleihung 1959