Die Saison 2009/10 war die 74. reguläre Saison der American Hockey League (AHL). Während der regulären Saison bestritten die 29 Teams der Liga jeweils 80 Begegnungen. Die jeweils acht besten Mannschaften der Eastern Conference und der Western Conference spielten anschließend in einer Play-off-Runde um den Calder Cup.

Teamänderungen Folgende Änderungen wurden vor Beginn der Saison vorgenommen: Die Quad City Flames aus Moline, Illinois wurden nach Abbotsford, British Columbia, umgesiedelt und nehmen jetzt unter dem Namen Abbotsford Heat am Spielbetrieb der Western Conference teil. Die Philadelphia Phantoms wurden aufgrund des Abrisses des Wachovia Spectrums nach Glens Falls, New York, umgesiedelt und nehmen jetzt unter dem Namen Adirondack Phantoms am Spielbetrieb der Eastern Conference teil. Die Texas Stars wurden als neues Franchise in die Liga aufgenommen, in der sie als Farmteam der Dallas Stars aus der National Hockey League aktiv sein werden. Die Iowa Chops wurden am 7. Juli 2009 vom AHL Board of Governors für die Saison 2009/10 vom Spielbetrieb ausgeschlossen, nachdem sie mehrere Bedingungen der Liga nicht hatten erfüllen können.

Reguläre Saison Abschlusstabellen Abkürzungen: GP = Spiele, W = Siege, L = Niederlagen, OTL = Niederlage nach Overtime, SOL = Niederlage nach Shootout, GF = Erzielte Tore, GA = Gegentore, Pts = Punkte Erläuterungen: In Klammern befindet sich die Platzierung innerhalb der Conference;     = Playoff-Qualifikation,     = Division-Sieger,     = Conference-Sieger

Eastern Conference Atlantic Division GP W L OTL SOL GF GA Pts Worcester Sharks (2) 80 49 25 3 3 275 239 104 Portland Pirates (3) 80 45 24 7 4 244 214 101 Manchester Monarchs (4) 80 43 28 3 6 213 200 95 Lowell Devils (6) 80 39 31 4 6 239 232 88 Bridgeport Sound Tigers (8) 80 38 32 4 6 201 220 86 Hartford Wolf Pack (10) 80 36 33 6 5 231 251 83 Providence Bruins (12) 80 36 38 5 1 207 226 78 Springfield Falcons (15) 80 25 39 12 4 207 296 66

East Division GP W L OTL SOL GF GA Pts Hershey Bears (1) 80 60 17 0 3 342 198 123 Albany River Rats (5) 80 43 39 3 5 244 231 94 Wilkes-Barre/Scranton Penguins (7) 80 41 34 2 3 239 229 87 Norfolk Admirals (9) 80 39 35 3 3 208 214 84 Binghamton Senators (11) 80 36 35 6 3 251 260 81 Syracuse Crunch (13) 80 34 39 4 3 227 272 75 Adirondack Phantoms (14) 80 32 41 3 4 199 251 71

Western Conference North Division GP W L OTL SOL GF GA Pts Hamilton Bulldogs (1) 80 52 17 3 8 271 182 115 Rochester Americans (5) 80 44 33 2 1 253 247 91 Abbotsford Heat (7) 80 39 29 5 7 217 231 90 Manitoba Moose (8) 80 40 33 5 2 204 232 87 Toronto Marlies (12) 80 33 35 6 6 193 261 78 Lake Erie Monsters (13) 80 34 37 1 8 234 257 77 Grand Rapids Griffins (14) 80 34 39 3 4 244 265 75

West Division GP W L OTL SOL GF GA Pts Chicago Wolves (2) 80 49 24 1 6 264 214 105 Texas Stars (3) 80 46 27 3 4 238 198 99 Rockford IceHogs (4) 80 44 30 3 3 226 226 94 Milwaukee Admirals (6) 80 41 30 2 7 237 220 91 Peoria Rivermen (9) 80 38 33 2 7 233 248 85 San Antonio Rampage (10) 80 36 32 5 7 235 244 84 Houston Aeros (11) 80 34 34 7 5 206 224 80

Beste Scorer Mit 106 Punkten führte Keith Aucoin die Scorerliste der AHL an. Seine 71 Assists waren der Bestwert dieser Saison, während Alexandre Giroux als bester Torschütze mit 50 Treffern erfolgreich war. In der Plus/Minus-Wertung führte Artūrs Kulda mit einem Wert von +47. Die meisten Powerplay-Tore erzielte Andrew Gordon, der 19 Mal in Überzahl traf. Jérôme Samson war mit 332 Schüssen der Spieler, der am häufigsten aufs Tor schoss. In Unterzahl waren Josh Hennessy, Derek MacKenzie, Steve Pinizzotto und Dale Weise mit fünf Toren am häufigsten erfolgreich. Mit 311 Strafminuten war Zack Fitzgerald in dieser Saison der böse Bube. Danny Groulx war mit 52 Torvorlagen und 66 Punkten der erfolgreichste Verteidiger. Tyler Ennis war mit 65 Punkten der erfolgreichste Rookie.

Abkürzungen: GP = Spiele, G = Tore, A = Assists, Pts = Punkte, +/- = Plus/Minus, PIM = Strafminuten; Fett: Saisonbestwert Spieler Team GP G A Pts PIM Keith Aucoin Hershey 72 35 71 106 49 Alexandre Giroux Hershey 69 50 53 103 34 Corey Locke Hartford 76 31 54 85 44 Jérôme Samson Albany 74 37 41 78 66 David Desharnais Hamilton 60 27 51 78 34 Brock Trotter Hamilton 75 36 41 77 56 Jason Krog Chicago 78 14 61 75 34 Mark Mancari Portland 74 28 46 74 55 Charles Linglet Springfield 75 19 55 74 36 Martin St. Pierre Binghamton 77 24 48 72 50

Beste Torhüter Abkürzungen: GP = Spiele; TOI = Eiszeit (in Minuten); W = Siege; L = Niederlagen; OTL = Overtime/Shootout-Niederlagen; GA = Gegentore; SO = Shutouts; Sv% = gehaltene Schüsse (in %); GAA = Gegentorschnitt; Fett: Playoffbestwert Spieler Team GP TOI W L OTL GA SO Sv% GAA Cédrick Desjardins Hamilton 47 2576 29 9 4 86 6 .919 2.00 Jonathan Bernier Manchester 58 1823 30 21 6 116 9 .936 2.03 Curtis Sanford Hamilton 41 935 23 11 3 79 4 .916 2.13 Braden Holtby Hershey 37 1000 25 8 2 83 2 .917 2.32 Mark Dekanich Milwaukee 49 1266 27 16 4 109 4 .914 2.33

Calder-Cup-Playoffs Modus Für die Playoffs qualifizieren sich in der Western Conference je die vier besten Mannschaften der North Division und der West Division. In der Eastern Conference funktioniert die Verteilung der Playoffplätze anders, da die Atlantic Division mit einer Mannschaft stärker besetzt ist, als die East Division. Qualifiziert sind die vier besten Mannschaften der Atlantic Division und die drei besten Mannschaften der East Division. Den achten Playoffplatz in der Eastern Conference erhält entweder die viertplatzierte Mannschaft der East Division oder die fünftplatzierte Mannschaft der Atlantic Division. Diejenigen der beiden Mannschaften mit den meisten Punkten ist qualifiziert.

In den ersten beiden Runden spielt jede Division ihren eigenen Sieger aus, ehe im Conference Halbfinale die Sieger der Conferences ausgespielt werden, die im Calder-Cup-Finale aufeinander treffen. Dabei trifft die auf der Setzliste am höchsten befindliche Mannschaft immer auf die niedrigst gesetzte. Der Teilnehmer, der entweder der viertplatzierte der East Division oder der fünftplatzierte der Atlantic Division sein wird, nimmt dabei den letzten Platz der Setzliste in der East Division ein. Alle Serien jeder Runde werden im Best-of-Seven-Modus ausgespielt, das heißt, dass ein Team vier Siege zum Erreichen der nächsten Runde benötigt. Das höher gesetzte Team hat dabei die ersten beiden Spiele Heimrecht, die nächsten beiden das gegnerische Team. Sollte bis dahin kein Sieger aus der Runde hervorgegangen sein, wechselt das Heimrecht von Spiel zu Spiel. So hat die höhergesetzte Mannschaft in Spiel 1, 2, 5 und 7, also vier der maximal sieben Spiele, einen Heimvorteil.

Bei Spielen, die nach der regulären Spielzeit von 60 Minuten unentschieden bleiben, folgt die Overtime, die im Gegensatz zur regulären Saison mit fünf Feldspielern gespielt wird. Die Drittel dauern weiterhin 20 Minuten und es wird so lange gespielt bis ein Team das erste Tor schießt.

Playoff-Baum

Calder-Cup-Sieger Calder-Cup-SiegerHershey BearsTorhüter: Jason Bacashihua, Braden Holtby, Michal Neuvirth

Verteidiger: Karl Alzner, Greg Amadio, John Carlson, Sean Collins, Bryan Helmer, Johann Kroll, Grant Lewis, Grant McNeill, Patrick McNeill, Zach Miskovic, Patrick Wellar, Dylan Yeo

Angreifer: Keith Aucoin, Jay Beagle, François Bouchard, Chris Bourque, Stefan Della Rovere, Cody Eakin, Simon Ferguson, Alexandre Giroux, Andrew Gordon, Andrew Joudrey, Boyd Kane, Mathieu Perreault, Steve Pinizzotto, Ashton Rome, Kyle Wilson Cheftrainer: Mark French  General Manager: Doug Yingst

Beste Scorer Abkürzungen: GP = Spiele, G = Tore, A = Assists, Pts = Punkte, +/- = Plus/Minus, PIM = Strafminuten; Fett: Saisonbestwert Spieler Team GP G A Pts PIM Alexandre Giroux Hershey 21 14 13 27 22 Chris Bourque Hershey 21 7 20 27 10 Jamie Benn Texas 24 14 12 26 22 Keith Aucoin Hershey 21 2 23 25 2 David Desharnais Hamilton 19 10 13 23 16 Andrew Gordon Hershey 17 13 7 20 2 Brock Trotter Hamilton 19 8 11 19 14 Mathieu Perreault Hershey 21 7 12 19 18 Perttu Lindgren Texas 24 7 10 17 2 Andrew Hutchinson Texas 21 5 11 16 14

Beste Torhüter Abkürzungen: GP = Spiele; TOI = Eiszeit (in Minuten); W = Siege; L = Niederlagen; OTL = Overtime/Shootout-Niederlagen; GA = Gegentore; SO = Shutouts; Sv% = gehaltene Schüsse (in %); GAA = Gegentorschnitt; Fett: Playoffbestwert Spieler Team GP TOI W L OTL GA SO Sv% GAA Jonathan Bernier Manchester 16 996 10 6 – 30 3 .939 1.81 Curtis Sanford Hamilton 9 565 5 4 – 19 2 .925 2.02 Michal Neuvirth Hershey 18 1133 14 4 – 39 1 .920 2.07 Alex Stalock Worcester 11 683 6 5 – 26 0 .919 2.28 Tyler Plante Rochester 7 346 3 3 – 14 0 .935 2.43

Vergebene Trophäen mini|Kapitän Bryan Helmer mit dem Calder Cup mini|Jack A. Butterfield Trophy für Chris Bourque mini|Mannschaftsfoto der Hershey Bears Mannschaftstrophäen Auszeichnung Team Calder CupGewinner der AHL-Playoffs Hershey Bears Richard F. Canning TrophyGewinner des Eastern Conference-Finale Hershey Bears Robert W. Clarke TrophyGewinner des Western Conference-Finale Texas Stars Macgregor Kilpatrick TrophyBestes Team der regulären Saison Hershey Bears Frank S. Mathers TrophyBestes Team der Eastern Conference Hershey Bears Norman R. „Bud“ Poile TrophyBestes Team der Western Conference Hamilton Bulldogs Emile Francis TrophyBestes Team der Atlantic Division Worcester Sharks F. G. „Teddy“ Oke TrophyBestes Team der East Division Hershey Bears Sam Pollock TrophyBestes Team der North Division Hamilton Bulldogs John D. Chick TrophyBestes Team der West Division Chicago Wolves

Individuelle Trophäen Auszeichnung Spieler Team Les Cunningham AwardMVP der regulären Saison Keith Aucoin Hershey Bears John B. Sollenberger TrophyBester Scorer Keith Aucoin Hershey Bears Willie Marshall AwardBester Torschütze Alexandre Giroux Hershey Bears Dudley „Red“ Garrett Memorial AwardBester Rookie Tyler Ennis Portland Pirates Eddie Shore AwardBester Verteidiger Danny Groulx Worcester Sharks Aldege „Baz“ Bastien Memorial AwardBester Torhüter Jonathan Bernier Manchester Monarchs Harry „Hap“ Holmes Memorial AwardTorhüter mit dem geringsten Gegentorschnitt Cédrick Desjardins Hamilton Bulldogs Curtis Sanford Louis A. R. Pieri Memorial AwardBester Trainer Guy Boucher Hamilton Bulldogs Fred T. Hunt Memorial AwardFür den Spieler, der durch Fairness, Einsatz und Hingabe herausragt Casey Borer Albany River Rats Yanick Dupré Memorial AwardFür den Spieler, der sich durch besonderen Einsatz in der Gesellschaft auszeichnet Josh Tordjman San Antonio Rampage Jack A. Butterfield TrophyMVP der Calder-Cup-Playoffs Chris Bourque Hershey Bears

All-Star-Teams First All-Star Team Angriff: Alexandre Giroux – Keith Aucoin – Jérôme Samson Verteidigung: P. K. Subban – Danny Groulx Tor: Jonathan Bernier

Second All-Star Team Angriff: Charles Linglet – Corey Locke – Andrew Gordon Verteidigung: Maxim Noreau – 20px|Rochester Americans Clay Wilson Tor: Cédrick Desjardins

All-Rookie Team Angriff: Tyler Ennis – Logan Couture – Lars Eller Verteidigung: P. K. Subban – John Carlson Tor: Alex Stalock

Weblinks

Offizielle Website der AHL

#2009/10 Kategorie:Eishockeysaison 2009/10