Hippach ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Zillertal und gehört zum Bezirk Schwaz in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Zell am Ziller.
Geografie Hippach liegt im hinteren Zillertal, westlich des Zillers. Die Gemeinde besteht aus dem Straßendorf auf einem Schwemmkegel sowie vielen Weilern und Einzelhöfen am steilen Hang des dichtbesiedelten Schwendberges und des nördlich anschließenden Laimacher- und Gugglberges.
Hippach bildet heute den kulturellen und sportlichen Mittelpunkt der Gemeinden Hippach, Ramsau und Schwendau.
Hippach nutzt viele Einrichtungen gemeinsam mit der Nachbargemeinde Schwendau, so sind die beiden Gemeindeämter im selben Gebäude in Schwendau (nur 30 m von der gemeinsamen Gemeindegrenze entfernt) untergebracht.
Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften (Einwohner Stand ): Hippach-Schwendberg () Laimach ()
Nachbargemeinden
Geschichte Der Ortsname Hippach, im Verlauf der Geschichte Huetbach, Hüttbach, Hipach genannt, ist deutschen Ursprungs und wurde erstmals 1299 urkundlich erwähnt. Der Name Schwendberg taucht erstmals 1318 auf. Laimach wurde erstmals 1350 urkundlich erwähnt. Gugglberg erscheint bereits 1161/73 im Traditionsbuch von Kloster Beyharting als Gvkunberch. Diese Ortsteile unterstanden dem Erzbistum Salzburg. Ein Stiftsbrief zeigt, dass es im Jahr 1247 bereits eine Kirche in Hippach gab, die Filiale der Mutterpfarre Fügen war. Für die drei Nachbarorte Hippach, Tux und Finkenberg wurde 1376 ein Vikariat eingerichtet, das zum Bistum Brixen gehörte.
Durch ein Erdbeben im Jahr 1689 wurden große Teile der Kirche zerstört. Sie wurde ab 1699 wieder aufgebaut.
Mit der Maria Theresianischen Schulreform in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bekam Hippach eine eigene Schule. Diese wurde 1830 um eine Suppenanstalt für bedürftige Kinder erweitert.
Im Jahr 1891 wurde Hippach eine eigenständige Pfarre, wobei das Pfarrgebiet auch Schwendau mit einschließt.
Der Gemeindename war bis 1955 Schwendberg, wurde dann in Hippach-Schwendberg geändert. Seit der Eingemeindung Laimachs im Jahr 1973 heißt die Gemeinde Hippach.Michael Fritz:
Hippach wurde schon verhältnismäßig früh ein bekannter Fremdenverkehrsort im Zillertal, dazu trug das ehemalige Bad bei. Von Hippach aus trat das Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“ den Siegeszug in alle Welt an.
Bevölkerungsentwicklung
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche Hippach
Katholische Pfarrkirche Hippach Hll. Ingenuinus und Albuin Talbach-Wasserfall in Laimach an der Grenze zu Zell am Ziller Laimacher Wasserfall in Laimach oberhalb der Dorfaue Zillerpromenade entlang des gesamten Ortes an der Grenze zu Ramsau Zillertaler Höhenstraße entlang des Schwendberges auf über 2000 Metern Höhe Stille-Nacht-Museum in der Nähe der Dorfaue in Laimach
Wirtschaft und Infrastruktur Hippach ist ein bedeutender Tourismusort, daneben gibt es einige kleinere Betriebe und einen großen Anteil an Auspendlern.
Wirtschaftssektoren Von den 67 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden vierzig im Haupt-, 22 im Nebenerwerb, eine von einer Personengemeinschaft und vier von juristischen Personen geführt. Diese vier bewirtschafteten beinahe die Hälfte der Flächen. Der größte Arbeitgeber im Dienstleistungssektor ist der Bereich Beherbergung und Gastronomie. WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige2011200120112001Land- und Forstwirtschaft 1)67816964Produktion1184853Dienstleistung5645117116 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999
Arbeitsmarkt, Pendeln Von den 630 Erwerbstätigen, die im Jahr 2011 in Hippach wohnten, arbeiteten etwas über zwanzig Prozent in der Gemeinde, fast 500 Menschen pendelten aus.
Fremdenverkehr Die Anzahl der Übernachtungen stieg von 240.000 im Jahr 2010 auf 270.000 im Jahr 2019. Die wichtigste Saison ist der Winter mit einer Spitze im Februar.
Verkehr Die Gemeinde ist verkehrsmäßig über die Zillertalstraße sowie die Zillertalbahn mit dem Bahnhof Ramsau-Hippach angeschlossen. In Schwendberg beginnt eine von mehreren Zufahrtsstraßen zur Zillertaler Höhenstraße, einer Ausflugsstraße, die entlang des westlichen Talhangs des Zillertales verläuft.
Politik Gemeinderat In den Gemeinderat werden 13 Mandatare gewählt: Partei20222016Stimmen%Mandate%MandateMiteinander für Hippach 44750,06765,339Gemeinsam für Hippach 44649,94634,674
Bürgermeister
1998–2022 Gerhard Hundsbichler seit 2022 Alexander Tipotsch
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Gemeinde
Johannes Baptist Katschthaler (1832–1914), Erzbischof von Salzburg Matthäus Schiestl der Ältere (1834–1915), Bildhauer Franz Egger (1836–1918), Fürstbischof von Brixen Geschwister Strasser, Gesangsgruppe der 1830er-Jahre Bonaventura Stürzer (1848–1930), Generalprokurator der Zisterzienser der Strengeren Observanz Ferdinand Kogler (1872–1944), Rechtshistoriker Georg Maikl (1872–1951), lyrischer Tenor Hans Rieser (* 1934), Bildhauer Rudolf Rieser (1939–2019), Buchbinder und Künstler Rosina Schneeberger (* 1994), Skirennläuferin
Weblinks
Gemeindeportal hippach-schwendau.at.
Einzelnachweise
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