mini|Ortsansicht mini|Schloss Großkmehlen Großkmehlen ()Ẃelike Chḿelny (aktuelle Rechtschreibung: Wjelike Chmjelny) - Arnošt Muka: Niedersorbisches Ortsnamenbuch 1911 - 1928, Sorbisches Institut CottbusWjelike Chmjelny - Datenbank niedersorbischer Ortsnamen ist eine Gemeinde im Amt Ortrand im Landkreis Oberspreewald-Lausitz des Bundeslandes Brandenburg. Die Orte der Gemeinde Großkmehlen gehören zu den wenigen Orten im südlichen Teil des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, die nicht in der Lausitz liegen.Artikel in der Lausitzer Rundschau vom 9. August 2008 Großkmehlen ist Teil der Landschaft Schraden.

Gemeindegliederung Zu Großkmehlen gehören die bewohnten Gemeindeteile Frauwalde, Großkmehlen und Kleinkmehlen.Gemeinde Großkmehlen. Serviceportal Brandenburg, abgerufen am 26. Juli 2024.

Geschichte mini|Großkmehlen auf einer geschichtlichen Karte des Kreises Liebenwerda (1910). Die Gemeinde Großkmehlen besteht aus drei Orten Großkmehlen, Kleinkmehlen und Frauwalde. Kleinkmehlen ist der ältere Ort. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Großkmehlen im Jahr 1205. Die Haupteinnahmequelle war der Hopfenanbau. Seit 1391 ist ein Rittersitz nachweisbar – der erste Besitzer von Klein- und Großkmehlen war 1392 der Pope von Köck(e)ritz. 1464 wurde Seifert von Lüttichau mit Groß-Kmehlen belehnt. Das Rittergut war bis 1773 im Besitz der Familie Lüttichau. Im Jahr 1718 errichtete Gottfried Silbermann eine Orgel in der Kirche. Sie wurde letztmals 1995 von der Moritzburger Orgelbaufirma Rühle restauriert. Ebenfalls unter dem Patronat der Lüttichau befand sich die Dorfkirche Blochwitz, die nach dem Dreißigjährigen Krieg in barocken Formen umgestaltet wurde. 1845 erwarb Karl Eduard Zachariae von Lingenthal den alten Teil des Ritterguts.

Großkmehlen lag bis 1815 im Amt Großenhain im Königreich Sachsen und gelangte dann an den Landkreis Liebenwerda des Regierungsbezirks Merseburg der preußischen Provinz Sachsen. Im Jahr 1952 wurde Großkmehlen in den Kreis Senftenberg des DDR-Bezirks Cottbus eingegliedert. Am 1. Januar 1974 wurden Frauwalde und Kleinkmehlen nach Großkmehlen eingemeindet. Seit 1990 gehört Großkmehlen zu Brandenburg und hier seit der Kreisreform 1993 zum Landkreis Oberspreewald-Lausitz.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner 1875 300 1890 320 1910 350 1925 397 1933 347 1939 337 Jahr Einwohner 1946 583 1950 687 1964 705 1971 722 1981 1 541 1985 1 517 Jahr Einwohner 1990 1 439 1995 1 355 2000 1 332 2005 1 286 2010 1 182 2015 1 086 Jahr Einwohner 2020 1 061 2021 1 041 2022 1 044 2023 1 037 2024 1 021 Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991)Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Oberspreewald-Lausitz. S. 14–17Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022

Die Zunahme der Bevölkerungszahl 1981 ist auf die Eingemeindung von Frauwalde und Kleinkmehlen im Jahr 1974 zurückzuführen.

Politik Gemeindevertretung Die Gemeindevertretung von Großkmehlen besteht aus zehn Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte bei einer Wahlbeteiligung von 73,5 % zu folgendem Ergebnis:Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024

Partei / Wählergruppe Stimmenanteil Sitze AfD 32,9 % 3 Unabhängige Bürgergemeinschaft für Großkmehlen 22,4 % 2 CDU 20,9 % 2 Wählergruppe Feuerwehr 17,8 % 2 Einzelbewerber Christoph Trobisch 5,9 % 1

Bürgermeister 1998–2003: Steffen Tennert 2003–2008: Horst MüllerKommunalwahlen 26.10.2003. Bürgermeisterwahlen, S. 27 2008–2019: Gerd Müller-HagenKommunalwahlen im Land Brandenburg am 28.09.2008. Bürgermeisterwahlen, S. 10 seit 2019: Dietmar Bruntsch

Bruntsch wurde in der Bürgermeisterwahl am 9. Juni 2024 ohne Gegenkandidat mit 91,4 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von fünf JahrenBrandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 73 (1) gewählt.Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 9. Juni 2024. Wahlleiter des Landes Brandenburg, abgerufen am 26. Juli 2024.

Sehenswürdigkeiten mini|Kirche St. Georg In der Liste der Baudenkmale in Großkmehlen und in der Liste der Bodendenkmale in Großkmehlen stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmale. Schloss Großkmehlen St.-Georgs-Kirche mit Orgel von Gottfried Silbermann in der St.-Georgs-Kirche, auf silbermann.org, gesehen am 22. Juni 2010 von Gottfried Silbermann aus dem Jahre 1718 Kutschenberg Kleinkmehlen (höchster Berg des Land Brandenburg) Kmehlener Berge Sehr altes Exemplar eines Trompetenbaums mit Absenkerästen im SchlossparkTrompetenbaum Schloß Großkmehlen Zwei Winterlinden an der Giebelseite im Hof von Richters Gaststätte sowie Stieleiche an der Feuerwehr, die als Naturdenkmale geschützt sind

Verkehr Großkmehlen liegt an der Landesstraße L 59 zwischen Gröden und Ortrand und unmittelbar an der Anschlussstelle Ortrand der A 13 Berlin–Dresden.

Persönlichkeiten Söhne und Töchter der Gemeinde Christoph Schlegel (1613–1678), lutherischer Theologe Theodor Zachariae (1851–1934), Indologe Erich Kunisch (1929–2003), Maler Werner Kleinig (* 1941), Radsportler

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten Georg Wilhelm Munke (1772–1847), Physiker, in Großkmehlen gestorben Karl Eduard Zachariae von Lingenthal (1812–1894), Rechtshistoriker, in Großkmehlen gestorben Adolf Werner (1827–1904), Maler, lebte in Großkmehlen

Literatur

800 Jahre Großkmehlen 1205-2005 (Hrsg. Gemeinde Großkmehlen), Lauchhammer 2005

Weblinks

Website der Gemeinde Großmehlen Website des Amtes Ortrand Großkmehlen in der RBB-Sendung Landschleicher vom 18. September 2005

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Oberspreewald-Lausitz Kategorie:Ersterwähnung 1205 Kategorie:Schraden (Landschaft)