Mollau ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Haut-Rhin in der Europäischen Gebietskörperschaft Elsass und in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Arrondissement Thann-Guebwiller und zum Kommunalverband Vallée de Saint-Amarin.

Geografie Die Gemeinde Mollau liegt in den südlichen Hochvogesen. Die nächstgelegene Stadt ist Thann in 14 Kilometern Entfernung, Cernay ist 20 Kilometer und Mülhausen 30 Kilometer von Mollau entfernt.

Das 8,76 km² umfassende Gemeindegebiet von Mollau erstreckt sich entlang der Rimbachrunz, einem rechten Nebenfluss der Thur, über einen Teil des Quertales zwischen Mollau und Storckensohn bis auf den Kamm zwischen den Einzugsgebieten der Flüsse Thur und Doller. Dieser Kamm, der quer zur Hauptachse der Vogesen liegt, markiert die Südgrenze des Gemeindeareals. Im südwestlichen Winkel des Gemeindegebietes wird mit 1195 Metern über dem Meer der höchste Punkt erreicht.

Drei Viertel des Gemeindegebietes sind von Wäldern bedeckt, den größten Anteil hat daran der Forêt communale de Mollau. Da die tieferen Lagen in der Gemeinde über 450 Meter über dem Meer liegen, ist ein wirtschaftlicher Ackerbau nicht möglich, sodass im Tal Wiesen und Viehweiden vorherrschen, die sich vereinzelt bis in die höheren Bergregionen hinaufziehen.

Nachbargemeinden von Mollau sind Husseren-Wesserling im Norden und Osten, Mitzach im Südosten, Rimbach-près-Masevaux im Süden sowie Storckensohn im Westen.

Geschichte Mollau gilt als eines der ältesten Dörfer im Gebiet des Thurtales. 1216 ist der Ort als Mulenowe (vor der Mühle) beurkundet. Er bildete von 1212 bis 1803 ein Meiertum mit den Gemeinden Husseren, Storckensohn und Urbes und gehörte bis zur Französischen Revolution zum Amt Sankt Amarin (Vogtei Sankt Amarin) der Fürstabtei Murbach.Georges Bischoff: Recherches sur la puissance temporelle de l’abbaye de Murbach (1229–1525) = Publications de la Société Savant d’Alsace et des Régions de l’Est. Série recherches et documents XXII. Libraire Istra, Strasbourg 1975, S. 81, 129, 159. In Mollau und Umgebung wurde bis zum Ende des 19. Jahrhunderts Kupfer abgebaut. 1801 hatte der Ortsname kurzzeitig die Schreibweise Mollait.Ortsname auf cassini.ehess.fr

Seit 1996 versucht der Verein „Agriculture & Paysages“ die wieder zuwaldende Landschaft um das Thurtal zurück in Kultur zu nehmen. Dabei sind in Mollau durch einen Hof, dessen Besitzer Bürgermeister der Gemeinde ist, große Fortschritte erzielt worden.Kulturlandschaft durch Ökologischen Landbau im Saint-Amarin-Tal (Südvogesen), PDF-Datei (deutsch) Eine Besonderheit stellt der automatische Holzkessel Mollaus dar, der Hackschnitzel aus Gestrüpp, Baumkronen, Brennholz und Anheizholz ohne kommerziellen Wert verbrennt und die Wärme für die Gemeindehalle, die Kirche, das Gemeindezentrum, die Schule, das Aktivitätscenter und neun Wohngebäude nutzt., PDF-Datei (deutsch)

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2013 2021Einwohner 437 480 412 397 397 419 424 377 338 Im Jahr 1793 zur Zeit der Gemeindegründung wurde mit 1334 Bewohnern die bisher höchste Einwohnerzahl ermittelt. Die Zahlen basieren auf den Daten von cassini.ehessMollau auf cassini.ehess und INSEEMollau auf INSEE.

Sehenswürdigkeiten Kirche Johannes der Täufer (Église Saint-Jean-Baptiste) aus dem Jahr 1770, ausgestattet mit einer Callinet-Orgel

Wirtschaft und Infrastruktur mini|Schulgebäude in Mollau In der Gemeinde sind acht Landwirtschaftsbetriebe ansässig (Getreideanbau, Zucht von Rindern, Schafen und Ziegen).Landwirtschaftsbetriebe auf annuaire-mairie.fr (französisch) Die meisten Erwerbstätigen aus dem Ort pendeln in die Gewerbegebiete des Thurtales.

Die Gemeinde Mollau ist durch zwei Straßen (über Urbès und Husseren-Wesserling) an die stark frequentierte Route nationale 66 (Europastraße 512) von Épinal über den Col de Bussang nach Mülhausen angeschlossen.

Literatur Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 2, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 1053–1054.

Belege

Weblinks

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