mini|Siegelmarke K.Pr. Landrathsamt Koblenz Der Landkreis Koblenz ist ein ehemaliger Landkreis in Rheinland-Pfalz. Sein Gebiet gehört heute zum Landkreis Mayen-Koblenz. Der Kreissitz war in Koblenz.
Geographie
Nachbarkreise Der Landkreis grenzte Anfang 1969 im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an den Landkreis Neuwied und den Unterwesterwaldkreis, an die kreisfreie Stadt Koblenz sowie an den Loreleykreis und an die Landkreise Sankt Goar und Mayen.
Geschichte Kreis Koblenz Im Jahre 1815 wurde das Rheinland auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Unter der preußischen Verwaltung wurde 1815 die 1822 in der Rheinprovinz aufgegangene Provinz Großherzogtum Niederrhein gebildet, die 1816 in Kreise und diese wiederum in Bürgermeistereien eingeteilt wurden. Der „Kreis Coblenz“ gliederte sich zunächst in die Bürgermeistereien Koblenz, Bassenheim, Bendorf, Ehrenbreitstein, Engers, Rhens, St. Sebastian, Vallendar und Winningen.Rheinland-pfälzisches Digitalisierungsportal Dilibri: Der Regierungs-Bezirk Coblenz nach seiner Lage, Begränzung, Größe, Bevölkerung und Eintheilung. Pauli, Coblenz 1817, S. IX. 1822 wurde die Bürgermeisterei Engers dem Kreis Neuwied zugeordnet.
Landkreis Koblenz 1887 schied die Stadt Koblenz aus dem Kreis aus und wurde kreisfrei. Gleichzeitig wurde die Bezeichnung Kreis in Landkreis geändert. In der Folgezeit wurden mehrfach Gemeinden des Landkreises nach Koblenz eingemeindet: 1891 Neuendorf, 1902 Moselweiß, 1923 Wallersheim sowie 1937 Ehrenbreitstein, Horchheim, Metternich, Neudorf, Niederberg und Pfaffendorf.
1926 wurde die amtliche Schreibweise in Landkreis Koblenz geändert. Seit 1946 war der Landkreis Teil des neugegründeten Landes Rheinland-Pfalz.
Im Rahmen der ersten Stufe der rheinland-pfälzischen Kreisgebietsreform wurden am 7. Juni 1969 die Gemeinden Alken, Beulich, Brey, Brodenbach, Burgen, Dommershausen, Eveshausen, Macken, Morshausen, Niederfell, Nörtershausen, Oberfell und Spay aus dem aufgelösten Landkreis St. Goar sowie die Gemeinden Gondorf, Hatzenport, Kattenes, Lehmen und Löf aus dem Landkreis Mayen in den Landkreis Koblenz eingegliedert. Gleichzeitig schieden die Gemeinden Kapellen-Stolzenfels und Kesselheim aus dem Landkreis aus und wurden nach Koblenz eingemeindet.
Am 7. November 1970 wurde der Landkreis aufgelöst: Die Gemeinden Beulich, Dommershausen, Eveshausen und Morshausen kamen zum Rhein-Hunsrück-Kreis. Die Gemeinden Arenberg-Immendorf, Arzheim, Bubenheim, Güls, Lay und Rübenach wurden nach Koblenz eingemeindet. Alle übrigen Gemeinden bildeten zusammen mit dem größten Teil des aufgelösten Landkreises Mayen den neuen Landkreis Mayen-Koblenz.
Einwohnerentwicklung Einwohner 1816 1871 1885 1900 1910 1925 1939 1950 1960 1969Gemeindelexikon für das Königreich Preußen 1885 39.698 46.054 54.755 60.563 63.619 68.457 58.029 67.227 74.900 98.000
Landräte 1816–1828Carl Joseph Burret 1828–1829Jacob Reiff (vertretungsweise) 1829–1830Jakob d’Ester (vertretungsweise) 1830–1857Klemens von Boos-Waldeck 1857Ferdinand von Bleul (auftragsweise) 1857–1859Reinhard von Hymmen 1859Oskar von Nostitz (auftragsweise) 1859Gustav Blancke (auftragsweise) 1859–1884Jakob Raitz von Frentz 1884–1889Otto Graf Beissel von Gymnich 1889–1896Franz von Brühl 1896–1919Franz von Barton gen. von Stedman 1919–1921Sigmund Adelmann von Adelmannsfelden 1922–1933Gerhard Weil 1933–1940Wilhelm Struve 1940–1944Karl Statz (vertretungsweise) 1942–1945Hans Ballmaier (kommissarisch) 1945–1947Maximilian Raitz von Frentz 1947–1960Jakob Jost 1961–Karl Rittel
Städte und Gemeinden Die folgende Tabelle enthält alle Städte und Gemeinden, die dem Landkreis vor 1969 angehörten sowie alle Eingemeindungen: Gemeindeeingemeindet nachDatum derEingemeindung Arenberg Arenberg-Immendorf 7. Juni 1969 Arzheim Koblenz 7. November 1970 Bassenheim Bendorf, Stadt Bisholder Güls 1. April 1938 Bubenheim Koblenz 7. November 1970 Dieblich Ehrenbreitstein Koblenz 1. Juli 1937 Güls Koblenz 7. November 1970 Horchheim Koblenz 1. Juli 1937 Immendorf Arenberg-Immendorf 7. Juni 1969 Kaltenengers Kapellen-Stolzenfels Koblenz 7. Juni 1969 Kärlich Mülheim-Kärlich 7. Juni 1969 Kesselheim Koblenz 7. Juni 1969 Kettig Kobern Kobern-Gondorf 7. Juni 1969 Lay Koblenz 7. November 1970 Mallendar Vallendar 1. April 1939 Metternich Koblenz 1. Juli 1937 Moselweiß Koblenz 1. April 1902 Mülheim Mülheim-Kärlich 7. Juni 1969 Neudorf Koblenz 1. Juli 1937 Neuendorf Koblenz 1. Juli 1891 Niederberg Koblenz 1. Juli 1937 Niederwerth Pfaffendorf Koblenz 1. Juli 1937 Rhens Rübenach Koblenz 7. November 1970 Sankt Sebastian Sayn Bendorf 1. Oktober 1928 Urbar Urmitz Vallendar, Stadt Waldesch Wallersheim Koblenz 1. Oktober 1923 Weißenthurm Weitersburg Winningen Wolken Die Gemeinden Alken, Arenberg-Immendorf, Beulich, Brey, Brodenbach, Burgen, Dommershausen, Eveshausen, Hatzenport, Kattenes, Kobern-Gondorf, Lehmen, Löf, Macken, Morshausen, Mülheim-Kärlich, Niederfell, Nörtershausen, Oberfell und Spay gehörten dem Landkreis nur im letzten Jahr seines Bestehens zwischen dem 7. Juni 1969 und dem 7. November 1970 an.
Kfz-Kennzeichen Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen KO zugewiesen. Es wird in der kreisfreien Stadt Koblenz durchgängig bis heute ausgegeben.
Weblinks
Einzelnachweise
Koblenz Koblenz Kategorie:Geschichte (Landkreis Mayen-Koblenz) Kategorie:Geschichte (Koblenz) Koblenz Kategorie:Aufgelöst 1970